FIFA sorgt beim Verkauf der WM-Tickets mit neuem Fenster für Verwirrung
Tickets für die Fussball-WM gehen weg wie warme Semmeln – sagt zumindest der Fussball-Weltverband FIFA. Im Januar hiess es, bei der FIFA seien bis zu 500 Millionen Ticketanfragen für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko im nächsten Sommer (11. Juni bis 19. Juli 2026) eingegangen.
Umso überraschender die Nachricht, die am Dienstagmorgen viele Fussballfans erhalten haben. Die FIFA versprach darin eine «exklusive zusätzliche Chance, WM-Tickets zu kaufen», wie The Athletic berichtet. Die Mail-Nachricht sprach von einem zusätzlichen, 48-stündigen Verkaufsfenster. Das Problem: Wann dieses Fenster öffnet und wieder zugeht, diese Information war nirgends vorhanden. Ein Link in der gleichen Nachricht verlangte nach einem Login, nur um dann anzuzeigen, dass sich das nächste Verkaufsfenster erst am 2. April öffne.
Etwas Klarheit gab es dann im Verlaufe des Dienstags. Es seien tatsächlich wieder zusätzliche Tickets im Verkauf, bestätigte die FIFA. Dieses Verkaufsfenster öffne am heutigen 25. Februar. Es seien aber nur registrierte, potenzielle Käufer angeschrieben worden, die sich bislang erfolglos um WM-Tickets beworben hätten. Mit dem nächsten Verkaufsfenster im April habe die momentane Aktion nichts zu tun.
Allerdings stehen offenbar nicht in allen Städten Tickets zum Verkauf – New York oder Miami gehören aktuell nicht dazu, Dallas, Philadelphia oder Toronto hingegen schon. Auch wird aus den Informationen in den E-Mails nicht klar, für welche Spiele diese Tickets am Ende tatsächlich sind. «The Athletic» spekuliert zudem, dass es sich bei den kurzfristig verfügbaren Tickets um jene der teureren ersten und zweiten Kategorie handle und nicht um jene der bezahlbareren dritten Kategorie.
Es ist nicht die erste Kontroverse im Ticket-Vorverkauf für die WM in Nordamerika. Eine erste Möglichkeit, sich für die Billette zu registrieren, bot sich im September 2025 nur Inhabern einer Debit- oder Kreditkarte von WM-Sponsor Visa. Später geriet die FIFA für die horrenden Preise in die Kritik und reagierte entsprechend mit einer günstigeren Kategorie. (abu)
