So viel müssen Schweizer Fussballfans beim WM-Spiel in LA für den Parkplatz blechen
Der Gegner der Schweiz am 18. Juni steht noch nicht fest. Dafür ist jetzt schon klar, dass jeder Fan, der an die Fussball-WM nach Nordamerika reist, für dieses Vergnügen sehr viel Geld ausgeben wird.
Da ist zunächst der Flug über den Atlantik und quer durch den Kontinent: Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft trägt ihre drei Gruppenspiele an der Westküste aus (im Grossraum San Francisco, in Los Angeles und Vancouver). Vor Ort steigen die Preise für Unterkünfte während der WM stark in die Höhe. Und die FIFA verlangt von den Fans hohe bis sehr hohe Eintrittspreise.
Der Fussball-Weltverband hat sich für die WM mit dem Anbieter Just Park zusammengetan. Wer ein Matchticket besitzt, kann sich über dessen Website einen Parkplatz reservieren. Das ist praktisch – und in den Augen manch eines Zuschauers unverschämt teuer.
Stadionnahe Parkplätze in Sperrzonen
Nach und nach werden die Preise bekannt. Sie haben es in sich. Wenn die Schweiz im SoFi Stadium gegen einen europäischen Gegner ihr zweites WM-Spiel bestreitet, kostet alleine der Parkplatz 250 Dollar. Immerhin sind die zahlreichen Steuern, die in den USA auf jeden Preis kommen, schon inbegriffen.
Trotz dieses Preises müssen zum Stadion aber noch knapp zwei Kilometer zu Fuss zurückgelegt werden. Denn es ist zwar von riesigen Parkplatz-Flächen umgeben. Doch gemäss The Athletic werden zahlreiche Parkplätze um WM-Stadien während des Turniers innerhalb eines gesperrten Sicherheitsbereichs liegen oder für andere Zwecke benötigt, etwa für Fan-Aktionen von Sponsoren.
Nun leuchtet es natürlich ein, dass Parkieren in einer Millionenmetropole ein teures Vergnügen sein kann. Und Sportfans in den Vereinigten Staaten wissen, dass sie rasch mit 60, 80 oder 100 Dollar rechnen müssen, wenn sie ihr Auto in Stadionnähe abstellen wollen. Der Preis von 250 Dollar für ein paar Stunden grenzt jedoch an Wucher.
Shuttlebusse sind versprochen
Für die anderen beiden Gruppenspiele der Schweiz – in Santa Clara bei San Francisco gegen Katar und in Vancouver gegen Kanada – hat «Just Park» noch keine Angebote publiziert. Immerhin: In Vancouver liegt das BC Place Stadium mitten in der Stadt und direkt neben einer U-Bahn-Station.
Schweizer Sportfans sind es sich von zuhause gewohnt, auf den öffentlichen Verkehr zählen zu können. In Los Angeles verspricht die lokale Bus-Betreiberin Metro einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs an Matchtagen. Geplant sind Shuttlebusse zu weiter entfernten Parkplätzen – die dann wohl etwas weniger kosten. Details wurden allerdings noch nicht vorgestellt.
Alternativen zum Mietauto oder zum ÖV sind natürlich Uber und Co. Wobei dort das Gleiche gelten wird wie bei den Unterkünften und Parkplätzen: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
