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Swiss forward Xherdan Shaqiri celebrates his goal after scoring the firt goal during a friendly soccer match on the side line of the 2018 Fifa World Cup group B qualification between Switzerland and Belarus at the Stadium Maladiere, in Neuchatel, Switzerland, Thursday, June 1, 2017. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Shaqiri nach seinem Traumtreffer zum 1:0. Bild: KEYSTONE

«Wir trainieren das ja jeden Tag»: Shaqiris Traumtor bringt der Schweiz den Rekord-Sieg

Die Schweiz gewinnt das Testspiel gegen Weissrussland mit 1:0. In einer ereignisarmen Partie bleibt der Treffer von Shaqiri ein einsamer Höhepunkt. 



Vladimir Petkovic schickt im letzten Test vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer eine Mannschaft auf den Platz, die in dieser Zusammensetzung noch nie gespielt hat. Auf dem Neuenburger Kunstrasen kommen mit Edimilson Fernandes, Freuler, Zuber und Widmer gleich vier Spieler zu ihrem Startelfdebüt.

Für den ersten Aufreger sorgt dann aber ein «Alteingesessener»: Xherdan Shaqiri bringt die Schweiz in der 9. Minute mit einem traumhaften Weitschuss in Führung. Für den Kraftwürfel ist es bereits der zwanzigste Treffer im 59. Länderspiel.

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Shaqiris erzielt per Weitschuss das 1:0. Video: streamable

Solche Tore sind alltäglich geworden. Nein, aber natürlich ist es meine Stärke, ich versuche es immer wieder. Wir trainieren das ja jeden Tag.

Shaqiri über sein Traumtor

Shaqiris Traumtor bleibt ein einsamer Lichtblick in einer ansonsten über weite Strecken ereignislosen ersten Halbzeit. Die Schweiz kontrolliert zwar die Partie und ist mehrheitlich in Ballbesitz – scheitert jedoch wiederholt am entscheidenden Zuspiel. Sinnbildlich dafür die Leistung von Admir Mehmedi: Im Sturmzentrum zeigt er sich engagiert und wird einige Male in Szene gesetzt, weiss dann aber die entstehenden Chancen nicht zu nutzen. 

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Symptomatisch für die erste Halbzeit: Es fehlt an der entscheidenden Präzision und Konzentration vor dem Tor. Video: streamable

Im zweiten Durchgang geht es in gleichem Stile weiter: Weissrussland ist inexistent, die Schweiz überzeugt mit einem kämpferisch tadellosen Auftreten – tut sich jedoch in der Chancenerarbeitung enorm schwer. Von den zahlreichen Nati-Neulingen kommt einzig Florent Hadergjonaj zu Einsatzminuten. Der Aussenverteidiger wird in der Halbzeit eingewechselt und zeigt auf der rechten Seite ein fehlerfreies Debüt.

Glück haben die Schweizer 68. Minute: Mehmedi steigt im eigenen Straufraum mit gestrecktem Bein in den Zweikampf – die Pfeife des Unparteiischen bleibt jedoch stumm.

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Ein kleinlicher Schiedsrichter hätte hier wohl auf Elfmeter entschieden. Video: streamable

In der 80. Minute sorgt Shaqiri nochmals für einen kurzen Aufreger. Aus der Distanz prüft der Schweizer den weissrussischen Keeper. 

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Shaqiri versucht's erneut aus der Distanz. Video: streamable

Wir hatten alle eine lange Saison, da kann man nicht erwarten, dass wir sie wegputzen. 

Xherdan Shaqiri

Es bleibt bis zum Schlusspfiff bei der knappen Führung. Die Schweiz siegt gegen Weissrussland ohne zu brillieren mit 1:0 und gewinnt zum ersten Mal in der 112-jährigen Geschichte des Schweizer Fussballverbandes sechs Partien in Serie. Die bisherige Bestmarke war 56 Jahre alt. Zwischen dem 6. April 1960 und dem 20. Mai 1961 hatte die Schweiz unter Karl Rappan fünf Siege aneinandergereiht. 

Das Telegramm

Schweiz - Weissrussland 1:0 (1:0)
Maladière, Neuenburg.- 10'200 Zuschauer. -
SR Prihoda (CZE). -
Tor: 9. Shaqiri 1:0.
Schweiz: Bürki; Widmer (46. Hadergjonaj), Elvedi (46. Klose), Djourou (65. Xhaka), Moubandje; Behrami, Freuler (46. Frei); Edimilson Fernandes (65. Seferovic), Shaqiri, Zuber (65. Gelson Fernandes); Mehmedi.
Weissrussland: Tschernik; Burko (46. Alisejka), Filipenka, Siwakow, Satschywka (61. Pawlowez), Jewdakimow (46. Mazwejtschik); Balanowitsch, Lechtschilin (46. Bykow), Dragun; Chardsejtschuk (46. Lapzew), Skawisch (46. Sawizki).
Bemerkungen: Schweiz ohne Derdiyok, Drmic, Rodriguez (alle verletzt), Embolo (rekonvaleszent), Schär (nicht im Aufgebot/gegen Färöer gesperrt), Lichtsteiner, Dzemaili, Lang und Steffen (alle noch beim Klub). Debüt von Hadergjonaj.
Schweizer Ersatzspieler: Sommer, Hitz, Kobel, Garcia, Grgic, Sow.
Verwarnungen: 72. Dragun (Reklamieren). 88. Xhaka und Lapzew (beide Unsportlichkeit). (sda)

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