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Jürgen Klopp staucht Mohamed Salah zusammen.
Jürgen Klopp staucht Mohamed Salah zusammen.
Bild: EPA/EPA

Klopp hat auch nur 10 Finger – und 7 weitere Erkenntnisse aus der Champions League

07.11.2018, 10:0407.11.2018, 12:55

«Null-Leistung» des BVB

Borussia Dortmund hat gegen Atlético Madrid im 16. Spiel zum ersten Mal unter Lucien Favre verloren. Beim 0:2 im Metropolitano war der BVB absolut chancenlos und tappte etwas naiv in die Simeone-Falle. Atlético überliess dem BVB den Ball, machte vor dem Strafraum dicht und konzentrierte sich aufs Kontern.

So kam Dortmund zwar auf 68 Prozent Ballbesitz und 770:351 Pässe, doch das Schussverhältnis lautete 15:4 zugunsten der Spanier. Dortmund brachte keinen einzigen Ball aufs gegnerische Tor – ein vereinseigenes Novum seit Beginn der Datenerfassung 2003. 

Kaum in Strafraumnähe: die Heat Map des BVB.
Kaum in Strafraumnähe: die Heat Map des BVB.
bild: screenshot whoscored.com

Beim BVB fehlte vor allem die Leidenschaft. «Wir waren geistig nicht auf der Höhe», gestand Marco Reus nach der Partie. Atlético Madrid habe «sehr, sehr gut gespielt», sagte Favre und sprach von einer verdienten Niederlage. Am Samstag steht in Bundesliga das Spitzenspiel gegen Bayern München auf dem Programm. Dann zeigt sich, ob die Null-Leistung gegen Atlético nur ein Ausrutscher war oder ob der BVB unter Favre tatsächlich bereits ein Spitzenteam ist, das auch gegen die ganz Grossen bestehen kann.

Roman Bürki:

«Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass wir nach dem Superstart mal wieder auf dem Boden der Realität angekommen sind.»
Beim 0:1 lenkt Akanji den Schuss von Ñíguez ins eigene Netz.
Video: streamable
Griezmann schliesst einen Atlético-Konter zum 2:0.
Video: streamable

Klopps Finger

Zum ersten Mal in der Klub-Geschichte hat der FC Liverpool drei Champions-League-Auswärtsspiele in Serie verloren. Im Hexenkessel Marakana zeigten die «Reds» beim 0:2 gegen Roter Stern Belgrad eine enttäuschende Leistung. Der Premier-League-Dritte hatte zwar 67 Prozent Ballbesitz, schoss aber nur dreimal aufs Tor und blieb mehrheitlich harmlos.

Trainer Jürgen Klopp war nach dem blamablen Auftritt sichtlich verstimmt. Als er an der Pressekonferenz nach dem Spiel gefragt wurde, ob er mit den Fingern aufzählen könne, was alles falsch gelaufen war, entgegnete er: «Ich habe nur zehn Finger. In vielen Momenten, als wir die Kontrolle hätten übernehmen können, haben wir es nicht getan und falsche Entscheidungen getroffen.»

Der Beginn der Pressekonferenz mit Jürgen Klopp (englisch).
Video: streamable

Das zweite Gegentor sei der Knackpunkt im Spiel gewesen. «In einem solchen Spiel und bei einer solchen Atmosphäre war das natürlich ein Schlag.» Dabei hatte Klopp vor dem Spiel noch gesagt: «Wir sind aus Liverpool, wir lassen uns von der Atmosphäre nicht beeindrucken». Vielleicht hat er sich da doch ein wenig getäuscht ...

Die Choreo der Belgrader Fans vor Spielbeginn.
Video: streamable
Die Roter-Stern-Fans singen: «Fuck you, Liverpool».
Video: streamable
Der furchteinflössende Spielertunnel in Belgrad (Video nicht vom Liverpool-Spiel).
Video: streamable

Ein Schweinchen namens Barça

Nach dem 1:1 bei Inter Mailand steht der FC Barcelona nach nur vier Runden als erster Achtelfinal-Teilnehmer fest. Dennoch rieben sich die Barça-Fans vor dem TV und im San Siro verwundert die Augen. Ans leuchtgelbe Auswärtstrikot haben sie sich mittlerweile gewöhnt, das lachsrosafarbene dritte Trikot wurde aber nicht überall mit Wohlwollen aufgenommen.

Barça in ungewohntem Rosa.
Barça in ungewohntem Rosa.
Bild: AP/AP

Die Reaktionen reichten vom «Schweinchen-Vergleich» bis zu einem dezenten Hinweis an den Barça-Zeugwart. Der FC Barcelona betonte unterdessen, dass das neue eine Hommage an die Stadt, besonders an die Avinguda Diagonal, sei. «Das zweifarbige Shirt gibt die DNA von Barça wieder», so der 25-fache spanische Meister.

Inters Lebensversicherung

Wie viele Schüsse Inter Mailand beim 1:1 gegen Barcelona aufs gegnerische Tor abgab? Genau einen! In der 87. Minute erzielte Mauro Icardi aus der Drehung den späten und doch etwas schmeichelhaften Ausgleich für die Nerazzurri.

Der argentinische Stürmer hat damit in den letzten neun Spielen neun Tore erzielt, darunter auch der 1:1-Ausgleich gegen Tottenham und der 2:1-Siegtreffer beim PSV Eindhoven. Vor allem dank Icardi liegt Inter hinter Barça auf Rang zwei und darf sich noch immer berechtigte Hoffnungen auf den Achtelfinal-Einzug machen.

Der späte 1:1-Ausgleich von Icardi.
Video: streamable

Cooler als Kane

Was Mauro Icardi für Inter, ist Harry Kane für Tottenham: Mit einem Doppelpack sicherte der englische Nationalstürmer den «Spurs» den wichtigen 2:1-Sieg gegen den PSV Eindhoven. Kane, dessen Torproduktion in der Premier League zuletzt etwas gelitten hat, trifft in der Königsklasse dagegen, wie er will. In seinen 14 Champions-League-Auftritten war der Torjäger an 14 Treffern beteiligt (12 Tore / 2 Assists).

Kanes glücklicher Siegtreffer gegen Eindhoven.
Video: streamable

Die Show stahl ihm im Wembley aber sein Einlaufkind. Der kleine Junge nutzte seine kurze Zeit im Rampenlicht und sorgte mit dem Dele-Alli-Jubel sicher für den einen oder anderen Lacher vor den TV-Geräten.

Kane voll konzentriert, der Dreikäsehoch übernimmt das Show-Programm.
Kane voll konzentriert, der Dreikäsehoch übernimmt das Show-Programm.
bild: twitter

Ach du komplizierte Fussball-Welt

Der moderne Fussball ist schon eine komische Welt. Das 1:1 zwischen Napoli und Paris St-Germain zeigt eindrücklich, warum:

  • Bei den Franzosen stehen mehr Italiener (Marco Verratti, Gigi Buffon) in der Startelf als bei den Italienern (Lorenzo Insigne).
  • Mit Edinson Cavani wird im Stadio San Paolo ein Spieler des Gegners am meisten gefeiert. Der Uruguayer erntet bei seiner Einwechslung in der 77. Minute tosenden Applaus. (Kleine Randnotiz: Cavani hatte für Napoli zwischen 2010 und 2013 in 138 Spielen 104 Tore erzielt.)
  • PSG-Trainer Thomas Tuchel droht nach dem dritten sieglosen Spiel im vierten Champions-League-Auftritt offenbar die Entlassung, obwohl er in der Liga mit zwölf Siegen in zwölf Spielen einen neuen Startrekord aufgestellt hat.
Schon vor der Partie jubeln die Napoli-Fans Cavani zu.
Video: streamable
  • Mit Juan Bernat schiesst ausgerechnet der Spieler den einzigen PSG-Treffer, der Bayern München im letzten Jahr die Champions League gekostet hat – zumindest gemäss Uli Hoeness, der im Netz natürlich veräppelt wird. 

Koulibaly ist schneller als Mbappé

Kylian Mbappé ist menschlich! Der pfeilschnelle PSG-Stürmer wird von Kalidou Koulibaly abgegrätscht, als sei es das Normalste auf der Welt.

Was für ein Tackling!
Video: streamable

Auch sehenswert!

Die Finte von Barças Ousmane Dembélé gegen Inter.
Video: streamable
Der missglückte Volley von Lok-Stürmer Eder.
Video: streamable

In Monaco brennt der Baum

0:3 nach 18 Minuten, 0:4 zum Schluss – Diego Benaglio verkam im Tor der AS Monaco gegen Brügge zur Schiessbudenfigur. Seit 15 Spielen sind die Monegassen nun schon sieglos: In der Ligue 1 liegt man auf dem vorletzten Platz und die Chance auf die Achtelfinals in der Königsklasse ist jetzt ebenfalls bereits verspielt.

Zu allem Übel wurde vor der Partie auch noch Klubchef Dmitri Rybolowlew verhaftet. Der russische Multimillionär soll Polizei und Justiz im Rahmen eines Kunstskandals mit Geschenken, Einladungen und ähnlichen Gefälligkeiten bestochen haben. Kein Wunder, liessen die spärlichen Monaco-Fans ihrem Frust auf der Tribüne freien Lauf.

Die Zuschauer bringen sich vor einem Brand auf der Tribüne in Sicherheit.
Video: streamable

Alle Champions-League-Sieger seit 1993

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quelle: keystone / susana vera
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