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FILE- In this Oct. 21, 2015, file photo, Brazil's Marta (10) works to get to the ball between the United States' Julie Johnston (19) and Morgan Brian (14) during the first half of an international friendly soccer match in Seattle. The 30-year old Brazilian striker was named FIFA Player of the Year for five consecutive years from 2006 to 2010. Yet despite her success, she is not a household name in her country, where the focus will be on Neymar and the men’s squad to win their first Olympic gold.   (AP Photo/Elaine Thompson, File)

Führt Marta Brasilien zum Titel?
Bild: Elaine Thompson/AP/KEYSTONE

Olympia beginnt bereits heute – und diese Frau will dabei endlich einen grossen Titel holen

Gut 48 Stunden vor der Eröffnungsfeier beginnen mit dem Fussball-Turnier der Frauen die olympischen Wettkämpfe. Für Brasiliens Superstar Marta ist es die letzte Chance auf einen grossen Titel.



Den Fussballerinnen aus Schweden und Südafrika fällt heute um 18 Uhr Schweizer Zeit die Ehre zu, als erste Sportlerinnen bei den Olympischen Spielen anzutreten. Die Augen sind aber natürlich auf die Brasilianerinnen und Marta gerichtet. Diese spielen um 21 Uhr gegen China.

Der erste Tag bei Olympia

Frauen-Fussball
Schweden – Südafrika 18 Uhr
Kanada – Australien 20 Uhr
Brasilien – China 21 Uhr
Simbabwe – Deutschland 23 Uhr
USA – Neuseeland 24 Uhr
Frankreich – Kolumbien 3 Uhr​

Marta ist das weibliche Pendant zu Neymar, dem designierten einheimischen Superstar der «Seleçao» an den ersten Olympischen Spielen in Lateinamerika. «Pelé mit Rock» hatte der dreifache Weltmeister Pelé, die legendärste aller brasilianischen Nummern 10, seine Landsfrau einst genannt. Marta Vieira da Silva, kurz Marta, ist an dem mit dem Duell zwischen Schweden und Südafrika beginnenden Olympia-Turnier einmal mehr Brasiliens grosse Hoffnungsträgerin.

Brazil’s Marta Vieira, right, fights for the ball with United States' Christie Rampone, during a match of the International Women's Football Tournament at the National Stadium in Brasilia, Brazil, Sunday, Dec. 14, 2014. (AP Photo/Eraldo Peres)

Marta, die grosse Hoffnungsträgerin.
Bild: Eraldo Peres/AP/KEYSTONE

«Die ganze Verantwortung alleine zu tragen, wiegt gelegentlich zu schwer», klagte Marta jüngst. Dass sie, der Captain mit mehr als 100 Länderspiel-Toren, noch immer die «Grande Dame» des brasilianischen Fussballs ist, bewies sie im Testspiel gegen Kanada Anfang Juni, als sie beide Tore zum 2:0-Sieg schoss. Das Palmarès der 30-jährigen Spielmacherin vom schwedischen Verein FC Rosengard ist beeindruckend: schwedische Meisterin, amerikanische Meisterin, UEFA-Cup-Siegerin, Siegerin der Copa Libertadores, WM-Finalistin, zweifache Olympia-Zweite, fünffache Weltfussballerin des Jahres, mit 15 Toren WM-Rekordtorschützin.

Noch fehlt der besten Fussballerin aller Zeiten ein grosser Titel

Zum ganz grossen Wurf hat es der für viele besten Fussballerin aller Zeiten aber noch nicht gereicht. 2004 und 2008 unterlag Brasilien im Olympia-Final den USA jeweils erst nach Verlängerung, der WM-Final 2007 gegen Deutschland ging 0:2 verloren. Nun, mit 30 Jahren, bietet sich Marta, die mit 14 gegen den Willen ihrer Familie sich dazu entschieden hatte, Fussball-Profi zu werden und mit 18 Jahren bereits zum schwedischen Klub Umea wechselte, womöglich die letzte Chance auf einen grossen Titel mit der «Seleçao Feminina».

RIO DE JANEIRO, BRAZIL - JANUARY 24:  View of the Joao Havelange Stadium during renovation works  to be the Olympic stadium for the Rio 2016 Olympic and Paralympic games, on January 24, 2015 in Rio de Janeiro, Brazil. The venue, closed since March, 2013, was supposed to reopen today with a friendly soccer match open to the public between Brazil's Botafogo and a Chinese team. Delays have postponed the reopening and the match was closed to the public, raising questions about the stadium's upcoming readiness as the athletics venue for the Rio 2016 Olympic Games.  (Photo by Buda Mendes/Getty Images)

Hier erfolgt heute um 18 Uhr der Anpfiff zu den Olympischen Spielen.
Bild: Getty Images South America

Auch wenn die WM im vergangenen Jahr in Kanada mit dem Achtelfinal-Aus mit einer herben Enttäuschung endete, müssen es auch bei Olympia noch einmal die routinierten Spielerinnen richten: Marta oder Formiga, die 38-jährige Mittelfeldspielerin, die bereits 1996 bei der Olympia-Premiere des Frauen-Fussballs in Atlanta dabei war und nun ihre sechsten Olympischen Spiele bestreitet. Oder Cristiane, mit 12 Toren Rekord-Torschützin bei Olympia. «Auch wenn immer gesagt wird, dass es keine Pflicht ist, die Goldmedaille zu gewinnen: Für mich ist es Pflicht, weil ich schon zweimal Gold so knapp verpasst habe», so Cristiane.

Brasilien nur Aussenseiter

Im Gegensatz zu Neymar und den männlichen Kollegen präsentiert sich die Ausgangslage für Marta, Cristiane und Co. am Heimturnier aber als wesentlich anspruchsvoller. Brasilien gilt bei den Frauen nur als Aussenseiter im Kampf um Gold. Der Weltmeister und vierfache Olympiasieger USA ist der haushohe Favorit, auch Deutschland und Frankreich werden höher eingeschätzt.

Immerhin: Brasilien hat Australien, den letztjährigen Bezwinger im WM-Achtelfinal, im letzten Testspiel vor Olympia in Fortaleza 3:1 besiegt. Vielleicht ist es ein gutes Omen. Auch für Marta bei der wohl letzten Chance, ihre einzigartige Karriere zu krönen. (sda)

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