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IMAGE DISTRIBUTED FOR INTERNATIONAL CHAMPIONS CUP - AC Milan and Chelsea FC players are escorted onto the pitch by McDonald's Kids ahead of their International Champions Cup soccer match on Wednesday, Aug. 3, 2016, in Minneapolis. (Andy Clayton-King/AP Images for International Champions Cup)

Bild: AP Images for International Champions Cup/AP Images

Dreist! So viel kostet es, Einlaufkind in der Premier League zu sein



Es ist der Traum eines jeden Kindes: Einmal an der Hand von Stars wie Eden Hazard, Robert Lewandowski oder Marco Reus ins Stadion einzulaufen. In der Bundesliga müssen sich Kinder oder ganze Jugendmannschaften meist für diesen Ehrenplatz bewerben, Verein oder Sponsor losen sie anschliessend aus. Ausgerechnet in der reichsten Liga der Welt, der Premier League, ist das anders: Dort wird mit den Kindern ordentlich Geld verdient.

Die BBC fragte bei den Fussball-Clubs aus England nach und fand heraus, dass ein Einlauf-Erlebnis in der englischen Premier League je nach Club bis zu 770 Euro pro Kind kostet. Ganz schön happig. 

Spitzenreiter des traurigen Rankings ist der Londoner Club West Ham United. Der Verein verlangt umgerechnet 770 Euro für das gesamte Spieltagspaket – also ein Outfit, Ticket, Essen und Trinken, Fotos und Autogramme. Auch bei den Tottenham Hotspur müssen Eltern tief in die Tasche greifen: Der Champions-League-Gegner des BVB fordert für das Erlebnis stolze 448 Euro pro Kind. Mindestens genau so dreist: Der AFC Bournemouth will mehr als 200 Euro für das Einlauf-Erlebnis, darin ist aber nicht mal ein Ticket für das Spiel enthalten. Das Kind muss das Ticket also dazubuchen oder darf beim Anpfiff gleich wieder aus dem Stadion heraus laufen.

Was in England besonders für Empörung sorgte: Selbst bei englischen Zweitligisten kostet so ein Erlebnis mehr als ein Kurzurlaub. Mehr als umgerechnet 528 Euro müssen Eltern zahlen, wenn eines ihrer Kinder unbedingt mit Profis des Zweitligisten Swansea City auf Feld laufen wollen. 

Martyn James von einer Website für Verbraucher brachte es auf den Punkt: «Es ist absolut unverschämt, dass sich einige reichere Kinder effektiv an die Spitze der Maskottchenliste begeben können.» 

Immerhin: Top-Teams wie der FC Liverpool, Manchester City, der FC Arsenal oder Chelsea verzichten auf Kosten für Einlaufkinder. Bei den anderen Clubs wiederum brummt das Geschäft, sodass für diese Saison meist alle Plätze ausverkauft sind.

Und wenn das Kind Pech hat, dann darf es nicht mal mit einem Superstar einlaufen – sondern muss sich mit dem Maskottchen oder dem Schiedsrichter zufrieden geben... (bn)

Fussball-Training im Ziegenstall

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dageka 05.01.2019 02:54
    Highlight Highlight Unsere Super League mag zwar nicht die spannendste sein, aber ich habe es noch nie bereut, für diese Geld auszugeben...
  • supremewash 04.01.2019 18:51
    Highlight Highlight Das ist aber ein hoher Selbstbehalt für so ein "Einlauf-Erlebnis".

    Ja, ich finde selbst raus...
  • birkir einsteinson 04.01.2019 18:48
    Highlight Highlight Tottenham und West Ham zwei "ehemalige" Arbeiterklubs sind so geldgierig dass nur reiche Schnössel mit ihren Spieler rauslaufen können. Verdammt was ist nur mit dem Fussball geschehen?😕
    • Dominik Treier 04.01.2019 18:54
      Highlight Highlight Das Gleiche wie überall wo sich die Besitzer einer Firma einen Dreck um das Unternehmen kümmern, geschweigedenn sich damit identifizieren... Rendite ist alles was zählt und da interessieren weder beschissene Kunden, noch ausgebeutete Mitarbeiter noch Betrug an der Gemeinschaft irgendwen...
    • Pana 04.01.2019 19:50
      Highlight Highlight Sch.. Verein. West Ham hat seine Seele seit Jahren verkauft. Aber ja, echten Fussball kann man in England zum Glück immer noch in den Ligen unter der Premier erleben.
    • Nelson Muntz 04.01.2019 21:48
      Highlight Highlight Arbeiterclubs gibts schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
  • w'ever 04.01.2019 18:41
    Highlight Highlight wow! und trotzdem sind anscheinend alle plätze ausverkauft.

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