Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Real Madrid's team players reacts after they loose the UEFA Super Cup final soccer match between Real Madrid and Atletico Madrid at the Lillekula stadium in Tallinn, Estonia, Wednesday, Aug. 15, 2018. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Die Real-Stars sind nach der Super-Cup-Niederlage gegen Atlético ziemlich konsterniert. Bild: AP/AP

Wachablösung nach Ronaldo-Abgang? Real nach Super-Cup-Pleite bereits unter Druck

Erstes Pflichtspiel ohne Cristiano Ronaldo, erste Pleite – Real Madrid kassiert im UEFA Super Cup eine unnötige Niederlage gegen Stadtrivale Atlético. Bereits müssen erste, unangenehme Fragen beantwortet werden, die erst verschwinden, wenn die Königlichen zum Siegen zurückkehren.



Es läuft noch nicht wunschgemäss ohne Cristiano Ronaldo und Zinédine Zidane bei Real Madrid. Im ersten Pflichtspiel seit dem Abgang der Tormaschine und des Erfolgstrainers kassierten die Königlichen eine empfindliche Niederlage. Mit 2:4 nach Verlängerung verlor Real das Spiel um den UEFA Super Cup – und zwar ausgerechnet gegen den ungeliebten Stadtrivalen Atlético.

Der Serien-Champions-League-Sieger verpasste damit den dritten Super-Cup-Titel in Folge und muss sich bereits unangenehme Fragen stellen lassen. Beispielsweise, ob es klug war, Ronaldo nicht zu ersetzen, ob der neue Trainer Julen Lopetegui seiner Aufgabe gewachsen ist oder ob Atlético dabei ist, am grossen Stadtrivalen vorbeizuziehen.

Die Präsenz der einstigen Identifikationsfigur wurde gegen Atlético vor allem gegen Ende der Partie schmerzlich vermisst, unter Lopetegui kassierte Real gleich im ersten Pflichtspiel vier Gegentreffer, was unter Zidane nie passiert war, und schon vor dem Super-Cup-Duell hatte die Marca vorgerechnet, dass der Marktwert aller Spieler von Atlético zum ersten Mal überhaupt höher ist als derjenige von Real.

Die heutigen Titelseiten der spanischen Sportzeitungen:

Der König ist tot, es lebe der König?

Dass eine Wachablösung bevorsteht, glaubt auch Atléticos Superstar Antoine Griezmann. Der französische Weltmeister, der in der 57. Minute ausgewechselt wurde, postete nach Spielschluss im Siegestaumel ein Bild, auf dem er von Real-Captain Sergio Ramos gekrönt wird. Ausserdem eines mit Pokal sowie Bier in der einen und Burger in der anderen Hand.

Bild

bild: instagram

Bild

bild: instagram

Die Abgesänge auf Real Madrid kommen nach einer Niederlage natürlich etwas gar früh, zumal die Königlichen keine schlechte Partie zeigten. Nach dem frühen Gegentor nach 49 Sekunden durch Diego Costa agierte das Team von Lopetegui, der auf den nicht spielberechtigten Thibaut Courtois verzichten musste und Vize-Weltmeister Luka Modric vorerst auf die Bank setzte, über weite Strecken überlegen und liess den Ball sauber durch die eigenen Reihen laufen. 

Die Wende zum 2:1 durch Treffer von Karim Benzema und Sergio Ramos war verdient, der 2:2-Ausgleich durch Costa in der 79. Minute kam dann fast aus dem Nichts. Real muss sich höchstens vorwerfen lassen, dass es nach der Führung zu wenig zielstrebig war und Atlético durch Nachlässigkeiten und individuelle Fehler wieder aufbaute. In der Verlängerung leisteten sich Sergio Ramos und Raphael Varane den entscheidenden Lapsus zu viel, der schliesslich zum 2:3 durch Saul Niguez führte. Danach war die Partie entschieden.

abspielen

Das 3:2 für Atlético durch Saul Niguez. Video: streamable

«Die Fehler sind auf Müdigkeit zurückzuführen, einige von uns kamen spät von der WM zurück.»

Marcelo

«Wir haben riskante Entscheidungen getroffen und es hat nicht sollen sein. Es ist nicht normal, vier Gegentore zu kassieren. Das muss besser werden», analysierte Trainer Julen Lopetegui nach dem Schlusspfiff. «Atletico hat unsere Fehler bestraft und uns verdientermassen geschlagen. Wir müssen aus diesen Fehlern lernen, um besser zu werden.»

Druck noch grösser geworden

Real traf auch auf ein hartnäckiges, einsatzfreudiges Atlético, dass sich immer mehr als europäisches Topteam etabliert. Mit Torjäger Antoine Griezmann, Abwehrchef Diego Godin und Torhüter Jan Oblak konnten die Colchoneros die drei wichtigsten Teamstützen halten, obwohl sie von der Konkurrenz heiss umworben wurden. Mit Thomas Lemar (von Monaco) und Nikola Kalinic (von Milan) hat man sich ausserdem punktuell verstärkt. 

epa06951899 Players of Real Atletico celebrate with the trophy after winning 4-2 the UEFA Super Cup match Real Atletico vs Real Madrid at the Lillekula Stadium in Tallinn, Estonia, 15 August 2018.  EPA/TOMS KALNINS

Die Frage vor dem LaLiga-Start: Hat Atlético Real als erster Barcelona-Herausforderer abgelöst? Bild: EPA/EPA

Mit diesem Atlético und dem ständigen Rivalen Barcelona hat Real in der heimischen Liga zwei starke Konkurrenten bei der Jagd auf die ersehnten Titel. Die Königlichen haben dabei den Nachteil, dass bei ihnen nach dem Abgang von Ronaldo und Zidane genauer hingeschaut wird.

Der Druck auf Lopetegui ist zum Start dieser Saison des Umbruchs durch die Super-Cup-Pleite sicher nicht kleiner geworden. Real sollte sich also hüten, das Startspiel in der Primera Division am kommenden Sonntag auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine weitere unnnötige Niederlage und schon brennt der Baum bei den Königlichen.

Das sind die 35 teuersten Fussball-Transfers der Welt

Dieser Fussballplatz schwebt auf leeren Kanistern

abspielen

Video: srf

Unvergessene Champions-League-Geschichten

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

Link zum Artikel

21.05.2008: John Terrys fataler Ausrutscher: Im ersten rein englischen CL-Final stösst er Chelsea ins Tal der Tränen

Link zum Artikel

25.05.2005: Liverpool schafft gegen Milan dank «sechs Minuten des Wahnsinns» und Hampelmann Jerzy Dudek die unglaublichste Wende aller Zeiten

Link zum Artikel

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

Link zum Artikel

04.11.1992: Sion träumt von der Champions-League-Gruppenphase, kassiert trotz ansprechender Ausgangslage in Porto jedoch eine 0:4-Klatsche

Link zum Artikel

25.09.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

Link zum Artikel

23.05.2001: Oli Kahn hält im CL-Final gegen Valencia drei Elfmeter und wird endgültig zum Titan

Link zum Artikel

01.04.1998: Jauch und Reif lassen beim Torfall von Madrid jeden Aprilscherz alt aussehen

Link zum Artikel

26.05.1999: Sheringham und Solskjaer – zwei Namen und du weisst sofort, worum es hier geht

Link zum Artikel

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

Link zum Artikel

28.05.1997: Lars Ricken kommt, schiesst und macht Borussia Dortmund zum Champions-League-Sieger

Link zum Artikel

28.05.1980: Underdog Nottingham überrascht Europa erneut und sorgt für eine kuriose Bestmarke

Link zum Artikel

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

Link zum Artikel

18.04.2001: Das berühmteste Mannschaftsfoto der Welt wird geknipst – wie sich ein ehemaliger Boxer als 12. Mann unsterblich macht

Link zum Artikel

12.11.2002: Basel spielt 3:3 gegen Liverpool und Beni Thurnheer schwärmt: «Das müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

Link zum Artikel

18.03.2003: Der FC Basel schafft gegen Juve nur die «kleine» Sensation – für die grosse fehlen dann doch vier Tore

Link zum Artikel

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Yakari 16.08.2018 16:01
    Highlight Highlight Seit wann spielt Ronaldo in der Verteidigung? Wenn man 4 Tore kassiert liegt es nicht am Sturm.
  • Billythekid 16.08.2018 13:40
    Highlight Highlight Ich denke Real wird Ronaldo und seine Tore noch schmerzlich vermissen. Sie haben mit Rüpel-Ramos und Varane eines der besten IV duos, mit Kroos, Modric, Casemiro etc Weltklassespieler im Mittelfeld. Aber wer schiesst die Tore?Man kann von Ronaldo halten was man will aber sein Positionspiel und sein Torriecher sind unglaublich. 450 Tore in 9 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Anstatt für 40 mio Courtois zu kaufen hätte man besser einen Stürmer geholt. (Zumal man ja mit navas einen starken Torhüter hat)
    Weder Chacentod Benzema noch der dauerverletzte Bale werden Ronaldos Tore kompensieren
  • Jein 16.08.2018 12:57
    Highlight Highlight Das gab es auch schon mit Ronaldo, Real startet oft schlecht in die Saison und schon manch ein Unentschieden im September gegen Teams wie Osasuna oder Levante haben letztendlich die paar Punkte weniger im Vergleich zu Barcelona ausgemacht.

    Und ein Spiel ist nicht alles, längerfristig kann man davon ausgehen dass Real besser als Atleti bleibt weil Perez schlichtweg das grössere Portmonnaie hat.
  • DerRaucher 16.08.2018 12:07
    Highlight Highlight Denke schon das Real dieses Jahr nicht mehr an die vorherigen Jahre anknüpfen kann. Die Abgänge von Ronaldo und Zidane wiegen zu schwer. Ich rechne mit keinem einzigen Titel dieses Jahr, höchstens vielleicht die Copa. Das ist aber auch gut so.
  • kupus@kombajn 16.08.2018 12:03
    Highlight Highlight Unter Druck? Wirklich?

    Es ist ja nicht so, dass man noch nie gegen Atletico verloren hätte. So besonders ist das jetzt ja nicht. Und Tore hat man geschossen (von wegen Ronaldo nicht ersetzt). Man hat aber 4 kassiert, obwohl die Defense noch dieselbe ist. Das Spiel nach vorne war jetzt nicht berauschend, aber auch nicht so übel.

    Modric auf der Bank war sicherlich nicht ideal, hatte wohl aber Gründe. Ausserdem ist der Trainer neu, da muss man sich zuerst finden.

    Fazit: da wird bereits eine Krise herbeigeredet, welche sich zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht abzeichnen kann.
    • Amboss 16.08.2018 14:16
      Highlight Highlight Und vor allem: Mein Gott, es ist nur der Supercup. Der ist jetzt mal gar nichts Wert.

      Wegen einem Supercup überhaupt das Wort in die Krise zu nehmen ist schon sowas von absurd.
  • Juan95 16.08.2018 11:25
    Highlight Highlight „Der Serien-Champions-League-Sieger verpasste damit den dritten Super-Cup-Titel in Folge ... “

    Sagt eigentlich schon alles. Sie haben die letzten 2 Jahre MIT CR7 auch den Supercup versaut, dieses Jahr wieder und nun soll es plötzlich an der Abwesenheit von CR7 liegen?

    Ich denke Real wird sich nicht unterkriegen lassen diese Saison. Klar sie brauchen etwas Zeit, neuer Trainer und die zentrale Figur weg, jedoch werden nun andere Stars aus dem Schatten treten. Ich denke an Bale, Asensio etc.
    • chnobli1896 16.08.2018 12:28
      Highlight Highlight Die letzten zwei Jahre haben sie gewonnen. Es wär der dritte Titel in Serie gewesen.
    • kupus@kombajn 16.08.2018 12:51
      Highlight Highlight „Der Serien-Champions-League-Sieger verpasste damit den dritten Super-Cup-Titel in Folge ... “

      nicht gleich

      „Der Serien-Champions-League-Sieger verpasste damit zum dritten Mal in Folge den dritten Super-Cup-Titel ... “
  • Drank&Drugs 16.08.2018 11:13
    Highlight Highlight «Die Fehler sind auf Müdigkeit zurückzuführen, einige von uns kamen spät von der WM zurück.» Marcelo

    Na dann ist ja gut, dass "La Liga" morgen nicht in die erste Runde geht :-D

Sergio Ramos muss bei Doku-Dreh zusehen, wie ihn seine Überheblichkeit einholt

Real Madrids Captain Sergio Ramos verpasste das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Ajax Amsterdam absichtlich. Nun ist er zur grossen Lachnummer geworden.

«Karma is a bitch!», lautet ein im englischen Sprachraum gern verwendetes Bonmot – man erntet, was man sät. Wie sich das anfühlt, hat Sergio Ramos gestern Abend am eigenen Leib erfahren.

Bei der 1:4-Pleite Reals gegen Ajax sass der Welt- und Europameister nur auf der Tribüne. Der Real-Captain hatte sich im Hinspiel in Amsterdam Gelb geholt und damit eine Sperre im Rückspiel auf sich genommen, damit er im Viertelfinal nicht mehr vorbelastet oder gar gesperrt wäre.

Ramos war sogar so dreist, …

Artikel lesen
Link zum Artikel