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Barcelona's Lionel Messi celebrates scoring the opening goal during a Spanish La Liga soccer match between Barcelona and Huesca at the Camp Nou stadium in Barcelona, Spain, Sunday Sept. 2, 2018. (AP Photo/Eric Alonso)

Vier Tore in drei Spielen – Lionel Messi hat einen bärenstarken Saisonstart hingelegt. Bild: AP

Messi über Ronaldo-Wechsel: «Konnte mir nicht vorstellen, dass er Madrid verlässt»



Lionel Messi liebt das Rampenlicht abseits des Fussballs nicht. Nur selten gibt er längere Interviews. Bei Radio Catalunya hat der Superstar des FC Barcelona nun eine Ausnahme gemacht und ausführlich über seine Karriere, seine Ziele mit dem FC Barcelona und den überraschenden Transfer seines einstigen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin gesprochen.

Lionel Messi ...

... über Ronaldos Wechsel zu Juve:

«Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich überrascht. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass er Madrid verlässt und nach Turin wechselt. Real Madrid ist eine der besten Mannschaften der Welt mit sehr guten Spielern. Es ist aber offensichtlich, dass sie ohne Cristiano nicht mehr so stark sind. Juventus gehört nun ganz klar zu den Favoriten auf den Champions-League-Titel.»

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Auszüge aus dem Interview mit Lionel Messi – englische Untertitel einschalten! Video: YouTube/FC Barcelona

» Hier gibt's das komplette Interview auf Spanisch.

... einen möglichen Abschied von Barcelona:

«Ich habe hier einfach alles. Ich bin seit ich 13 Jahre alt bin hier, mein ganzes Leben spielt sich hier ab. Ich spiele im besten Team der Welt. Die Stadt ist eine der schönsten der Welt. Ich habe meine Familie hier. Meine Söhne sind in Katalonien geboren. All diese Gründe sprechen dagegen, irgendwo anders hinzugehen. Die Veränderungen wären zu gross und sehr kompliziert. Die Idee ist deshalb, in Barcelona zu bleiben.»

... seine Ziele mit Barcelona:

«Dieses Jahr ist es für uns an der Zeit, wieder die Champions League zu gewinnen, nachdem wir zuletzt dreimal im Viertelfinal ausgeschieden sind. In diesem Jahr (gegen die AS Roma) war es am schlimmsten, wegen des Ergebnisses, das wir im Hinspiel hatten (4:1) und wie das Spiel im Rückspiel (0:3) lief. In dieser Saison haben wir die Mittel dazu, die Champions League zu gewinnen. Wir haben eine spektakuläre Truppe.»

epa04787145 FC Barcelona's Lionel Messi celebrates with the trophy after the UEFA Champions League final between Juventus FC and FC Barcelona at the Olympic stadium in Berlin, Germany, 06 June 2015. Barcelona won 3-1.  EPA/ANDREAS GEBERT

Messi möchte die Champions-League-Trophäe gerne ein fünftes Mal in die Höhe stemmen. Bild: EPA/DPA

... über die Konkurrenz:

«Die Champions League wird immer ausgeglichener. Mittlerweile hat es ein paar Klubs, die sich dank grossen Investitionen verstärken konnten. Heutzutage folgen die besten Spieler eher dem Ruf des Geldes statt dem eines Klubs – wer am meisten bezahlt, bekommt die besten Spieler. Das muss aber nicht schlecht sein.»

... über Barcelonas Verstärkungen:

«Die Spieler, die zu uns gekommen sind, sind alle sehr gut. Aber wenn ich einen herausheben müsste, würde ich Arthur nennen. Wenn wir über Ähnlichkeiten und Vergleiche sprechen: Die Wahrheit ist, dass sein Spielstil dem von Xavi gleicht. Er will immer den Ball haben und kurze Pässe spielen. Er ist sehr zuverlässig und verliert kaum den Ball. Er hat mich wirklich überrascht.»

... über Niederlagen und seinen ersten Sohn Thiago (5):

«Seit Thiago geboren wurde, versuche ich, mit dem Verlieren anders umzugehen, aber es ist immer noch sehr hart. Ich leide sehr und es fällt mir schwer, nach einem herben Rückschlag wieder positiv zu sein. Thiago weiss das und er versucht, nicht darüber zu sprechen. Er beginnt sich wirklich für Fussball zu interessieren und verfolgt die Spiele von Barcelona und Argentinien. Aber selbst er weiss schon, dass ich nach Niederlagen extrem leide.»

... über das Captain-Amt bei Barcelona:

«Es ist eine grosse Ehre, Captain dieses Teams zu sein. Die Art und Weise, wie ich auf und neben dem Feld bin, wird sich aber nicht ändern. Ich war seit Jahren einer der stellvertretenden Captains. Im Vergleich zu meinen Vorgängern werde ich wohl eher wie Andres Iniesta sein, weniger wie Xavi oder Carles Puyol.»

(pre)

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