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Switzerland's Kevin Mbabu, Granit Xhaka, Denis Zakaria, Albian AJeti and Xherdan Shaqiri, celebrates after the gift goal during the UEFA Nations League group stage match between Switzerland and Iceland in the Kybunpark stadium in St. Gallen, Switzerland, on Saturday, September 8, 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Kollegen feiern ihn: Xherdan Shaqiri (rechts) reihte sich unter die sechs Torschützen. Bild: KEYSTONE

Petkovic: «Shaqiri mit extrem guter Leistung – gegen hinten, zur Seite, gegen vorne»

Vladimir Petkovic hatte Kritik auf allen Ebenen auszuhalten. Der Konter des Nationaltrainers fand nun auf dem Platz statt: Ein 6:0 gegen Island und eine Menge vielversprechender Eindrücke.



Nach dem WM-Frust die Nations-League-Lust – so in etwa liesse sich zusammenfassen, was die Schweizer im ersten Heimspiel seit dem Achtelfinal-Out in Russland boten. Vladimir Petkovic sah ein «sehr gutes und lustvolles Spiel über 90 Minuten». Der rauschende Auftritt gegen die im Kollektiv abgestürzten Isländer sei ein Anfang, so der Coach nach dem 6:0. «Nun müssen Bestätigungen folgen.»

So schweigsam der Tessiner die Enttäuschung des WM-Sommers verarbeitete, so unaufgeregt blieb er nach dem grossen Comeback auf der internationalen Bühne. Zunächst ging es in seiner Analyse um technische und taktische Aspekte: «Man spielt, wie man trainiert. Es war die Antwort auf eine gute Woche mit einem hohen Rhythmus. Wir spielten schnell und mutig nach vorne.»

Läuferisch, kämpferisch, spielerisch – das war heute eine super Leistung. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so ein hohes Tempo gegangen sind wie heute in der ersten Halbzeit.»

Granit Xhaka

Treffer im Jubiläums-Spiel

Einer setzte Petkovics Pläne nahezu perfekt um: Xherdan Shaqiri, der neu im offensiven Zentrum die Fäden ziehen soll und wird. Der Liverpooler Edel-Joker brillierte in seinem 75. Länderspiel nicht nur mit dem wunderbaren Freistoss zum 3:0, er bereicherte die Offensive permanent. Petkovics Lob fiel entsprechend generös aus: «Eine extrem gute Leistung – gegen hinten, zur Seite, gegen vorne.»

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Shaqiri zirkelt einen Freistoss zum Schweizer 3:0 ins Tor. Video: streamable

«Ich fühle mich auf dieser Position wohl, das ist bekannt. Ich glaube, so kann ich der Mannschaft noch mehr helfen.»

Xherdan Shaqiri

Verblüffend war nicht nur Shaqiri, sondern auch die unverkrampfte Art der Mannschaft, mit der massiven Kritik der letzten Wochen umzugehen. Als ginge sie die teilweise von Akteuren mit politischer Agenda geführte Debatte um ganze und halbe Schweizer nichts an – leichtfüssig, unbeschwert, beeindruckend. «Die Moral der Mannschaft war nie unten», bekräftigte Petkovic.

«In der Mannschaft läuft es super. Wir haben bewiesen, dass es ‹Chabis› ist, was teilweise geschrieben wurde.»

Xherdan Shaqiri

Island von A bis Z enttäuschend

Die Sportler hätten sich weniger mit den Schlagzeilen um den Verband beschäftigt als andere Entscheidungsträger. «Sie haben das innerhalb von zwei Tagen aufgearbeitet. Vom dritten Tag an wurde kein Wort mehr über die Dinge geredet, die passiert sind.»

Switzerland's head coach Vladimir Petkovic, center, cheers with his team after the UEFA Nations League group 2 match between Switzerland and Iceland in the Kybunpark stadium in St. Gallen, Switzerland, on Saturday, September 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Coach Petkovic gratuliert seinen Spielern zum Kantersieg. Bild: KEYSTONE

Dem isländischen Verlierer des ersten Spieltages in der Gruppe 2 der A-Kategorie der Nations League blieb hingegen nur eine simple Entschuldigung: «Wir waren in der zweiten Hälfte richtig schlecht, das tut mir leid für unsere Zuschauer», fasste der Schwede Erik Hamren seinen Einstand als Coach der Isländer zusammen. Der Gegner sei gut gewesen, «aber wir machten ihn auch richtig stark. Nach dem 0:3 verloren wir alles – die Organisation, den Glauben, einfach alles. Dafür trage ich als Coach die Verantwortung.»

Nach dem Debakel des Jahrzehnts bahnt sich ein Abstieg aus der höchsten Klasse Europas an. Von ihrer Verfassung der besten WM-Qualifikationstage – die Insulaner hatten sich vor dem nachmaligen Finalisten Kroatien eingereiht – waren die Isländer meilenweit entfernt. (sda)

Die Noten der Nati-Spieler beim 6:0-Kantersieg gegen Island

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Video: srf/SDA SRF

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meliert 09.09.2018 09:15
    Highlight Highlight Ist schon klar wieso; er hat noch keinen Stammplatz bei Herrn Klopp!
  • Pukelsheim 09.09.2018 08:19
    Highlight Highlight Der Klopp-Effekt. Genialer Tansfer für Shaqiri. Ein Trainer bei dem er richtig arbeiten muss und ein Team bei dem man nach durchschnittliche Leistungen auf der Bank landet.
  • Nelson Muntz 09.09.2018 07:59
    Highlight Highlight Armer Blick, wird schwierig nach diesem Spiel Petkovics Kopf zu fordern - Haaaa-haaa!
  • Centro 09.09.2018 06:55
    Highlight Highlight Tja, tja, da wurde gaaanz viel geschrieben und gefordert und Petkovic hat genau diesen Leuten 'eine Ohrfeige' verpasst. Der böse Xhaka ist jetzt sogar der Chef und Shaq hat endlich seine 10 er Position. Das Ergebnis gegen ein zwar schwaches Island ist fantastisch. Der einzige Verlierer ist der Mann am Mikrofon der immer noch nicht begriffen hat dass die Schweizer Fussballwelt sich schon lange weiter dreht.
    • meliert 09.09.2018 09:17
      Highlight Highlight Xhaka ist kein menschliches Vorbild (siehe seine gelb/roten Karten bei Arsenal) und ist kein Chef!
  • cada momento 09.09.2018 01:22
    Highlight Highlight Am meisten freut es mich für die Mannschaft um Petkovic. Ich bin noch aus der Generation, wo man sich über eine ansprechende Leistung und heldenhafte Niederlagen gefreut hat. Ab dem Zeitpunkt wo man Spieler, nach 120 Minuten kämpfen auf ihre Zunge reduzierte, war es nicht mehr mein Team. Und damit meine ich nicht die Spieler, sondern die verwöhnten Schweizer Zuschauer und Medien.
  • Mia_san_mia 09.09.2018 01:01
    Highlight Highlight Das war super 👍🏻 Ausser Embolo... Der wurde von den Fans so hochgejubelt, aber man hat heute wieder gesehen, dass er total überschätzt ist. Halt wieder typisch Schweizerfans... Ein Lied über ihn, aber eigentlich kann er nicht viel...
  • Barracuda 08.09.2018 23:11
    Highlight Highlight Grandiose Leistung, Respekt. Nach so einer Gesamtleistung mag es vielleicht nicht so angebracht sein, aber leider hat mich einmal mehr Embolo enttäuscht. Embolo ist aus meiner Sicht nach wie vor überbewertet und gehört nicht in die Startelf. Seit zwei Jahren kommt er nicht vom Fleck, weder im Club noch in der Nati. Der Rest der Mannschaft hat einfach nur Freude bereitet.
    • YB98 09.09.2018 00:57
      Highlight Highlight Von diesen 2 Jahren war er 1 Jahr verletzt und seither geht es immer besser. Und warum nicht in die Nati-Startelf? Nationscup=neues ausprobieren und jungen Spielern eine Chance geben.
    • winglet55 09.09.2018 03:17
      Highlight Highlight Der Einzige, der an diesem Match am meisten hätte steigern können. war der Schreihals am Mic, der immer noch nicht begriffen hat, dass die Doppeladlergeste, der Vergangenheit angehört.
    • ujay 09.09.2018 09:31
      Highlight Highlight @Barracuda. Jaja, Embolo spielt ja auch nur in der Bundesliga.......

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