Sport
Fussball

Der FC Basel holt gegen Yverdon den ersten Sieg seit über drei Monaten

Basels Jean-Kevin Augustin, Torschuetze Mohamed Draeger und Djordje Jovanovic, von links, freuen sich nach demTor zum 1:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Regular Season der Super League zwischen d ...
So sieht Befreiung aus: Dräger schiesst das erste FCB-Tor seit einer gefühlten Ewigkeit.Bild: keystone

«Eine Willensleistung» – Basel holt gegen Yverdon den ersten Sieg seit über drei Monaten

Der FC Basel ist immer noch Tabellenletzter, aber er lebt noch. Gegen Aufsteiger Yverdon musste der FCB zunächst den Ausgleich hinnehmen, siegte dank eines späten Tores aber doch noch. St.Gallen schlug mit Stade Lausanne-Ouchy einen anderen Liga-Neuling.
05.11.2023, 18:3505.11.2023, 19:47
Mehr «Sport»

Basel – Yverdon 2:1

Der FC Basel kam zum ersten Sieg seit Ende Juli in der Super League. Das erstmals in der Liga von Fabio Celestini betreute Team setzte sich daheim gegen Yverdon 2:1 durch. «Die Mannschaft hat gemeinsam gekämpft. Klar, es war kein perfektes Spiel, aber der Einsatz hat gestimmt», sagte der bereits dritte FCB-Trainer in dieser Saison bei «Blue».

Basels Cheftrainer Fabio Celestini im Fussball Meisterschaftsspiel der Regular Season der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und Yverdon Sport FC im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 5 ...
Dem neuen Basler Trainer Fabio Celestini ist der Einstand geglückt.Bild: keystone

Noch ist es zu früh für den FC Basel, um aufzuatmen. Ein weiteres Mal zeigte das Team zu viele spielerische Mängel, als dass die grosse Erleichterung oder Zuversicht durch den St.Jakob-Park schwappen würde. Die drei Punkte verdiente sich der FCB mit Einsatz und einem wiedergefunden Mut zum Risiko. «Es war kein souveräner Sieg, sondern eine Willensleistung und verdient war er auch», bilanzierte Verteidiger Michael Lang. «Schön, dass wir in der Kurve mal wieder in glückliche Gesichter blicken können.»

Nicht der Moment für «Schönwetterfussball»

Nach 415 Minuten beendete der Aussenverteidiger Mohamed Dräger mit dem Treffer zum 1:0 die Durststrecke des FC Basel. Mehr als vier Spiele lang waren die Basler ohne Treffer geblieben. Den ersten Sieg seit Ende Juli bewerkstelligte aber erst Gabriel Sigua mit seinem Tor in der 85. Minute.

Der FCB-Routinier Fabian Frei sagte: «Vielleicht ist unsere Spielweise derzeit nicht so attraktiv, aber die Fans gehen wohl doch lieber mit einem 2:1-Sieg nach Hause. Wenn es mit «Schönwetterfussball» geht, dann nehme ich das noch so gerne. Aber es ist nicht der Moment dafür.»

Yverdon hatte mittels Handspenalty eine gute Viertelstunde vor Schluss ausgeglichen. «Da kam wieder eine gewisse Unsicherheit auf, aber schlussendlich haben wir noch eine Antwort gefunden und das Siegtor schiessen können», so Lang.

Fabian Frei wollte Fabio Celestini trotz zwei Siegen in zwei Spielen nicht über den grünen Klee loben. «Das wäre den beiden Vorgängern gegenüber ungerecht, wir haben nicht viel anders gemacht», sagte der Thurgauer. «Aber mit seinen Worten, mit seiner direkten Art und durch seine Mehrsprachigkeit kommt er sehr gut an. Bis jetzt funktioniert es, aber wir müssen nicht übertreiben, es ist noch lange nicht alles gut.»

Basel – Yverdon 2:1 (1:0)
19'813 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 26. Dräger (Demir) 1:0. 73. Céspedes (Penalty) 1:1. 85. Sigua (Barry) 2:1.
Basel: Hitz; Dräger (56. Lang), Frei, van Breemen, Schmid; Demir (78. Zé), Xhaka (63. Avdullahu), Renato Veiga, Kade; Augustin (56. Sigua); Jovanovic (78. Barry).
Yverdon: Martin; Malula (87. Klepac), Del Fabro, Tijani; Sauthier, Céspedes (82. Lusuena), Liziero (87. Gouet), Le Pogam; Tasar (82. Loucif), Kevin Carlos, Maurin (65. Mauro Rodrigues).
Bemerkungen: Verwarnungen: 2. Dräger, 14. van Breemen, 24. Del Fabro, 45. Frei, 45. Tasar.

Stade Lausanne-Ouchy – St.Gallen 2:5

Der FC St.Gallen verdiente sich den ersten Auswärtssieg in der Super League seit Februar mit vier Toren nach der Pause zum 5:2 bei Lausanne-Ouchy. Zwischen der 48. und 57. Minute trafen die Ostschweizer dreimal und machten aus dem 1:2 ein 4:2.

St.Gallens Trainer Peter Zeidler sprach bei «Blue» von einer tollen Reaktion: «Das spricht für unsere Mannschaft, da muss man den Hut ziehen. Dass das 2:2 so früh nach der Pause fiel, hat uns natürlich geholfen. Dieser Sieg kann uns einen Schub geben. Es liegt an uns, ob wir den dann ausnutzen.»

Nach dem 1:0 von Chadrac Akolo spielten die St.Galler zu passiv und die Lausanner profitierten davon durch zwei Tore von Liridon Mulaj. Zeidler fand die richtigen Worte in der Kabine, denn St.Gallen kam mit viel Energie zurück auf den Platz. Isaac Schmidt schaffte mit einem Traumtor das 2:2 schon in der 48. Minute.

Es folgten bis in die 57. Minute zwei weitere St.Galler Treffer durch den Penalty von Willem Geubbels und das Eigentor von Lavdrim Hajrulahu. Den Schlusspunkt setzte der 20-jährige Albin Krasniqi mit seine Super-League-Torpremiere.

Stade Lausanne-Ouchy – St.Gallen 2:5 (2:1)
SR Cibelli.
Tore: 17. Akolo 0:1. 35. Mulaj (Qarri) 1:1. 42. Mulaj (Ajdini) 2:1. 48. Schmidt (Toma) 2:2. 54. Geubbels (Penalty) 2:3. 57. Hajrulahu (Eigentor) 2:4. 85. Krasniqi (Toma) 2:5.
Stade Lausanne-Ouchy: Da Silva; Gassama (58. Camara), Kadima, Hajrulahu, Ouedraogo (64. Heule); Qarri, Akichi, Bayard (78. Essiam); Garcia (64. Gharbi), Ajdini (78. Hadji), Mulaj.
St.Gallen: Zigi; Zanotti, Stanic, Vallci, Schmidt; Karlen (84. Fazliji), Stevanovic, Toma (86. van der Venne); von Moos (70. Krasniqi), Geubbels (70. Möller), Akolo (70. Mambimbi).
Bemerkungen: 94. Rote Karte gegen Hadji (grobes Foul). Verwarnungen: 11. Qarri, 12. Gassama, 22. Ouedraogo, 66. Akichi, 90. Schmidt.

Luzern – GC 2:0

Die Tabelle

(ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Bilder zeigen: Traue nie der Verpackung!
1 / 56
Diese Bilder zeigen: Traue nie der Verpackung!
Wir hören schon das Kind weinen. Bild: Imgur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Freestyle-Profi überfordert Nico – hätte er sich doch lieber aufgewärmt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
38 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
wasps
05.11.2023 21:13registriert Januar 2022
Zwei Spiele, zwei Siege! Celestini ist in Basel bereits eine Legende. Ich mag es ihm gönnen.
511
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ruggedman
05.11.2023 18:47registriert Mai 2018
Da wartet noch viel Arbeit auf Celestini. Man darf gespannt sein.
362
Melden
Zum Kommentar
avatar
xTuri
05.11.2023 20:15registriert Januar 2015
Für mich stellt sich die Frage, ob es beim diesem FCB Sieg durch Trainerwechsel von Vogel zu Celestini der Auslöser war oder wegen dem Wechsel bei Yverdon von Schällibaum zu Mangiarratti. 🤔
368
Melden
Zum Kommentar
38
Das letzte Mal mit Klopp – Liverpool verabschiedet sich von seiner Überfigur
Es ist ein trauriger Anlass, doch es dürfte ein rauschendes Fest an der Anfield Road werden. Jürgen Klopp hat heute (17 Uhr) sein letztes Spiel als Trainer des FC Liverpool. Grosse Emotionen sind vorprogrammiert.

Es begann mit diesem feinsinnigen Satz, der wohl auf ewig mit ihm verbunden bleiben wird. «I'm the normal one», sagte Jürgen Klopp an seinem ersten Arbeitstag beim FC Liverpool.

Zur Story