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Swiss forward Haris Seferovic,center, and Swiss midfielder Valon Behrami, right, in action during a team's training session, at the Parc des Princes stadium, in Paris, France, Tuesday, June 14, 2016. The Swiss national soccer team will play Romania in Group A on Wednesday during the UEFA EURO 2016 soccer championship in France. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Starke Aktion: Valon Behrami hält Haris Seferovic den Rücken frei. Bild: KEYSTONE

Behramis offener Brief: «Darf man einen Spieler auspfeifen? Sicher. Aber ...»

Die Pfiffe gegen Haris Seferovic bei dessen Auswechslung beim 0:0 im Playoff-Rückspiel gegen Nordirland lassen Valon Behrami auch Tage später nicht kalt. In einem offenen Brief äusserte der verletzte Leader des Nationalteams in ergreifenden Worten sein Unverständnis. «Die Pfiffe sind nicht richtig und gehören sich nicht», schrieb Behrami.



Seferovic habe Grosses geleistet, das Land mit seinem Einsatz an die WM 2018 geführt und dem Volk damit die Möglichkeit auf ein einmaliges Zusammengehörigkeitsgefühl gegeben. Mit der erfolgreichen Qualifikation für die Endrunde in Russland hätten sich die Nationalspieler ihre Träume verwirklicht – Träume, die in seinem Fall entstanden, als er 1994 der Nationalmannschaft an der WM in den USA zugeschaut habe.

«Darf man einen Spieler auspfeifen? Sicher. Der Zuschauer zahlt Eintritt und darf seine Enttäuschung kundtun», so Behrami. «Aber einen Spieler der eigenen Nationalmannschaft auspfeifen, der eine fantastische Kampagne gespielt, der sein Land mit starken Leistungen zu einer weiteren WM-Qualifikation verholfen hat, nach so einem Abend? Nein, das verstehe ich nicht. Das ist nicht richtig, macht keinen Sinn und gehört sich nicht. Nicht nur dem betroffenen Fussballer tut das weh, sondern vor allem dem Menschen.»

Behrami konnte in den Playoff-Spielen gegen die Nordiren verletzungsbedingt nicht auf dem Platz mitwirken. Der 32-jährige Tessiner mit Wurzeln im Kosovo begleitete das Nationalteam, obwohl sein Klub Udinese die Rückkehr nach Italien erzwingen wollte.

Gelson Fernandes – ein anderer Leader der Nati – adelt Behrami mit einem «Wahrer Leader. Lasst unser Team in Ruhe.» 

Der Mittelfeldspieler wandte sich zuvor schon mit einem französischen Brief an die Fans. Auch er verurteilte die Pfiffe und forderte, dass sich das nicht wiederhole. «Eine Nation, ein Team. Niemand kann diesem Team oder diesem Land etwas anhaben.» 

(fox/sda)

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Barracuda 15.11.2017 17:43
    Highlight Highlight Ich finde Behrami genial. In punkto Einstellung ist Behrami zusammen mit Lichtsteiner absolute Spitze. Von den Secondos steht ausserdem niemand so zur Schweiz wie es Behrami tut (was nicht heissen muss, dass die anderen nicht wüssten, was sie der Schweiz zu verdanken haben. Aber da gibt es schon noch deutliche Unterschiede).
  • Pirat der dritte 15.11.2017 14:05
    Highlight Highlight Ich denke so langsam sollte diese Geschichte abgehakt werden. Die vielen Kommentare in allen Medien sollten Harris S. genug trösten.
    • Fabio74 15.11.2017 16:31
      Highlight Highlight Warum soll man aufhören zu berichten?
    • welefant 15.11.2017 18:22
      Highlight Highlight bis das nächste mal einer ne schwalbe macht, dann gehts wieder von vorne los.
      alles überbezahlte pussys... blablabla
  • Walter Sobchak 15.11.2017 13:33
    Highlight Highlight Behrami spricht genau den richtigen Punkt in dieser Diskussion an. Man kann eigene Spieler auspfeiffen.

    Hier wurde aber ein Spieler, der die ganze Kampagne über 100% Einsatz für die Schweiz gab, 5 Minuten vor der definitiven Quali zur WM, ausgepfiffen.

    Danke Valon für dieses Statement!
    • Mens sana 15.11.2017 16:49
      Highlight Highlight Das ist das Einzige, worin ich nicht mit Behrami einverstanden bin. Nein, einen eigenen Spieler pfeift man NIE aus. Aber ansonsten: Grosses Kino aller Spieler, die sich mit klaren Worten zu diesem Skandal äussern. Es ist ein Team, auch wenn das ein paar Wirrköpfe nicht wahrhaben wollen.
  • Toerpe Zwerg 15.11.2017 13:11
    Highlight Highlight Behrami ist für mich die grösste Persönlichkeit in der Nati. Ich verneige mich.
    • Mia_san_mia 15.11.2017 16:18
      Highlight Highlight Das ist so!
    • redeye70 15.11.2017 19:15
      Highlight Highlight Behrami beeindruckt mich schon lange. Dieser Mann hat Rückgrat und kämpft auch immer wie ein Löwe. Einen besseren Mann kann man sich gar nicht wünschen für den Zusammenhalt eines Teams.
  • Energia 15.11.2017 13:04
    Highlight Highlight Also über das Thema mit den Pfiffen muss nicht diskutiert werden, geht nicht. Aber das Statement von Behrami finde ich ein wenig heuchlerisch... Jetzt gross sagen, dass es für die Schweiz ist und für die Fans und sobald die WM ansteht wollen sie wieder Prämien im 6-Stelligen Bereich um überhaupt zu spielen... Dann sollen sie dort auch ein Zeichen setzen und einfach für die Schweiz und die Fans spielen.

    Irgendwie Doppelmoral in meinen Augen
    • Fabio74 15.11.2017 16:32
      Highlight Highlight Warum? Es geht halt um Geld. Das weiss jeder.
    • Energia 15.11.2017 17:50
      Highlight Highlight Wenn es um Geld geht und das im Vordergrund steht, dann bitte nicht heulen wenn Leute pfeiffen.

    • Roman h 15.11.2017 19:15
      Highlight Highlight Ja sie bekommen Geld aber wieso auch nicht?
      Der Verband bekommt durch die Spieler ja auch Geld.
      Daher finde ich das die Leute die das Geld erarbeiten auch ein recht auf einen Anteil haben oder würden sie gratis für ihren Chef arbeiten?
  • Westentasche 15.11.2017 12:51
    Highlight Highlight Also dass der kleine Seferovic mit zwei Jahren die Fussball WM 1994 geschaut und davon geträumt hat ebenfalls eine WM zu bestreiten ist fraglich
    • dave92 15.11.2017 17:46
      Highlight Highlight ...
    • Funny 16.11.2017 01:07
      Highlight Highlight Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Hä???
  • meliert 15.11.2017 12:38
    Highlight Highlight ah darum hat die CH Nati so gut gespielt, weil Herr Behrami dabei war😉
  • StevieG 15.11.2017 11:51
    Highlight Highlight Behrami trifft den Nagel auf den Kopf!
  • Therealmonti 15.11.2017 11:45
    Highlight Highlight Vielleicht. Vielleicht kehrt der eine oder andere dieser Pfeifer in sich. Vielleicht merkt er, dass seine Pfiffe gegen Seferovic falsch waren. Vielleicht entschuldigt er sich sogar. Wenn auch bloss vor dem Spiegel. Um zu merken, dass man einen Fehler gemacht hat, braucht es Hirn. Zumindest ein wenig. Dem Grossteil dieser Pfeifer fehlt dies. Darum werden diese Hirnlosen auch nie merken, dass sie etwas falsch gemacht haben. Mir tun diese Typen leid. Haris ist ein Held. Für mich bleibt er ein Held. Auch wenn er 100 Chancen vergibt. Haris hat die Schweiz zum einzigen Weltmeister-Titel geschossen.
    • einmalquer 15.11.2017 12:19
      Highlight Highlight Früher hielten Punkte-Richter beim Synchronschwimmen Tafeln mit den Noten in die Höhe. Zeitungen geben den Spielern Noten.

      Gepfiffen oder applaudiert wurde so nummerisch.

      Dann gibt es die Schlagzeilen der Medien - gepfiffen oder applaudiert wird hier auch - schriftlich.

      Nur die Zuschauer dürfen keine Noten geben - wenigstens keine schlechten, sie dürfen nicht pfeifen.

      Vielleicht könnte man den Zuschauern vor dem Spiel auch Tafeln mit Noten in die Hände drücken, die sie am Ende des Spiels hoch halten können - pfeifen müssten sie dann nicht mehr.

    • Enzasa 15.11.2017 14:51
      Highlight Highlight Pfeifen 😙 bedeutet schlechteste Note.
      Zwischen Richtig gut und richtig schlecht gibt es also Nichts?
    • einmalquer 15.11.2017 15:22
      Highlight Highlight Und Applaus wäre die beste Note.

      Wie sollen die Zuschauer das dazwischen äussern?

  • Mr.Bean 15.11.2017 11:22
    Highlight Highlight Finde ich schön wie alle Spieler Seferovic zu recht in Schutz nehmen. Dies unterstreicht den unglaublichen Zusammenhalt welche unsere Nati im moment hat.
    Freue mich auf Russland!
    • GhettoGünther 15.11.2017 18:11
      Highlight Highlight Eine Nation eine Mannschaft!!🇨🇭🇨🇭🇨🇭
  • N. Y. P. D. 15.11.2017 11:21
    Highlight Highlight Dass Seferovic ausgepfiffen wurde, ist zu 100% zu verurteilen.

    Aber verstehe ich Behrami richtig ?

    Wenn einer über MEHRERE Spiele eine gute Leistung abliefert und dann in einem (kapitalen) Spiel schlecht spielt, darf man ihn, laut Behrami, NICHT auspfeiffen.

    Ok, soweit klar.

    Jedoch, wenn einer über mehrere Spiele schlecht gespielt hat und im aktuellen Spiel ERNEUT schlecht spielt, ist es, laut Behrami, erlaubt ?

    Oder stehe ich auf dem Schlauch..
    • Apfelstrudel 15.11.2017 12:24
      Highlight Highlight Ich verstehe es so, dass es gerechtfertigt ist zu Pfeifen wenn ein Spieler grobfahlässig handelt, Zeit schindet...
    • Jol Bear 15.11.2017 14:25
      Highlight Highlight Interpretation: Der Zuschauer darf seine Emotionen im Stadion ausleben, darf auch einen eigenen Spieler auspfeiffen, z.B. nachdem dieser eine grosse Chance kläglich versiebt. Er bezahlt den teuren Eintritt. Aber der Moment ist entscheidend. Am Ende einer Qualifikationskampagne, wenn ein Spieler den Platz verlässt, dann soll der Fan das Grosse und Ganze im Kopf haben, realisieren, dass der Spieler zur nicht selbstverständlichen WM-Teilnahme beigetragen hat. In diesem Moment des letzten Ernstkampfes zuhause, bevor das Team dann zur WM abreist, sind Pfiffe völlig fehl am Platz.
    • ujay 15.11.2017 14:27
      Highlight Highlight ....ja!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sir Konterbier 15.11.2017 11:20
    Highlight Highlight King Valon hat gesprochen.

    Und jetzt nie wieder pfeifen.
  • Jakal 15.11.2017 10:55
    Highlight Highlight Ja, starke Worte. Und ja, die Pfiffe waren Scheisse. Und ja, jetzt möchte ich eigentlich nichts mehr darüber lesen ... danke.
    • *Nobody* 15.11.2017 13:35
      Highlight Highlight Musst du ja nicht, wenn du nicht willst ;) Oder wurdest du dazu gezwungen den Artikel zu lesen?

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

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