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Jubel zum 3:1 bei Mattia Hinterkircher, Torschuetze Patrick Geering und Reto Schaeppi, vlnr, im zweiten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug, am Dienstag, 13. Maerz 2018, im Zuercher Hallenstadion. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

ZSC-Captain Patrick Geering (4) hat einen neuen Coach. Bild: KEYSTONE

ZSC-Captain Geering über Neo-Trainer Del Curto: «Ich musste erst einmal leer schlucken»

marcel kuchta / ch media



Arno Del Curto wirkt an diesem Donnerstagmorgen nach dem dritten Training, welches er als Headcoach der ZSC Lions geführt hat, etwas abgekämpft. Die Stimme ist heiser. «Ich habe in den letzten drei Tagen viel geredet. Es war streng.» Das ist alles, was er am Tag vor seiner Premiere an der Bande der Zürcher in Langnau sagen will und darf. Der Lions-Medienbeauftragte drängt Del Curto zum Weitergehen. Alle Konzentration gilt jetzt den Aufgaben auf dem Eis. Während der 62-Jährige Richtung Garderobe verschwindet, nimmt sich ZSC-Lions-Captain Patrick Geering Zeit, ein paar Fragen zu beantworten.

Wie haben Sie die letzten drei Tage erlebt, seit Arno Del Curto das Amt als ZSC-Trainer übernommen hat?
Patrick Geering: 
Mit gemischten Gefühlen. Der Trainerwechsel kam für uns Spieler zu diesem Zeitpunkt überraschend. Auf der anderen Seite freue ich mich extrem darüber, dass Arno Del Curto jetzt unser Trainer ist. Und ich glaube, auch er freut sich darüber, dass er jetzt wieder in Zürich an der Bande steht.

Zuerichs neuer Trainer Arno del Curto leitet sein erstes Training mit der Mannschaft der ZSC Lions, am Dienstag, 15. Januar 2019, in der KEBO. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Arno Del Curto gibt jetzt beim ZSC die Richtung vor. Bild: KEYSTONE

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie den Namen des neuen Trainers erfuhren?
Ich musste erst einmal leer schlucken. Aber mehr deshalb, weil das für mich zu jenem Zeitpunkt schlicht unvorstellbar war. Aber eben: Das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit, mit denen man nicht rechnet.

«Er wird aber sicher dafür sorgen, dass wir unsere Beine bewegen. Das tut uns gut.»

Geering über Del Curto

Sie sind jetzt auch schon ein paar Jahre dabei und haben bei den Lions schon einige Trainer erlebt. Hat man trotzdem noch Respekt vor einer Figur wie Arno Del Curto?
Natürlich. Er ist ein Unikat. Er hat sich selbst in den letzten 30 Jahren ein einmaliges Profil geschliffen. Wenn er mit dem Feuer in den Augen etwas erklärt, ist er mit einer Leidenschaft am Werk, die ihresgleichen sucht. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Funke auch auf unser Team überspringt.

Zuerichs neuer Trainer Arno del Curto leitet sein erstes Training mit der Mannschaft der ZSC Lions, am Dienstag, 15. Januar 2019, in der KEBO. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Arno Del Curto gibt das Tempo vor. Bild: KEYSTONE

Was haben Sie erwartet, als er erstmals vor der Mannschaft stand?
Es war genau so, wie ich es erwartet habe. Er hat mit viel Elan gesprochen. Arno ist ein cleverer Fuchs. Er weiss genau, was er mit uns vor hat und kann uns sicher einige Inputs geben, gerade was das Verhalten in der offensiven Zone angeht. Er ist sich aber auch bewusst, dass er nicht alles auf den Kopf stellen kann. Dafür ist die Saison schon zu fortgeschritten. Er wird aber sicher dafür sorgen, dass wir unsere Beine bewegen. Das tut uns gut.

Sie müssen sich als Verteidiger aber nicht neu erfinden? Arno Del Curto liebt ja die schnellen Auslösungen, das schnelle Überbrücken der mittleren Zone.
Wichtig ist in diesen Zusammenhang vor allen das gegenseitige Vertrauen der Spieler. Wir Verteidiger müssen wissen, dass die Stürmer ständig in Bewegung und für diese Auslösungen bereit sind. Wir wissen aber auch, dass wir nicht alles von heute auf morgen verändern können. Das muss sich erst einspielen.

«Zuletzt haben wir fast zu sehr Playoff-Eishockey gespielt.»

ZSC Lions Spieler gegen SC Bern Spieler, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions, in der Postfinance Arena, am Samstag, 5. Januar 2019, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die ZSC Lions im Fight mit dem SC Bern. Bild: KEYSTONE

Wie war Ihr persönlicher Kontakt als Captain zu Arno Del Curto in diesen ersten Tagen?
Ich habe mich am Montag mit ihm und Assistenztrainer Michael Liniger länger unterhalten. Sie wollten von mir eine Einschätzung, wo die Mannschaft steht und wo wir hinwollen. Dabei haben wir einige Parallelen gefunden bei unseren Zielsetzungen. Wir wissen, wo der Hebel angesetzt werden muss.

Wo?
Generell wollen wir mehr agieren und befreiter auftreten – selbst wenn das bedeutet, dass wir Fehler begehen. Zuletzt haben wir fast zu sehr Playoff-Eishockey gespielt. Das heisst, dass wir gemauert haben und darauf hofften, dass uns zwei, drei Tore zum Sieg reichen.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jiri Lala 18.01.2019 18:58
    Highlight Highlight Wenn ein Trainer hochbezahlte Spieler dazu bringen muss, dass Sie die Beine bewegen, ist das irgendwie skuril...
  • mukeleven 18.01.2019 18:52
    Highlight Highlight endlich verstehe ich das wort MEDIENKULT. nun in einer neuen dimension, wobei nur schon ein training zum ultimativen medienereignis wird.
  • Der müde Joe 18.01.2019 18:16
    Highlight Highlight Zu sehr Playoff-Hockey gespielt?🧐

    Wohl eher Schönwetter-Hockey!

    Aber die Aussage trifft den Nagel eigentlich auf den Kopf. Die verwöhnten Spieler denken sie spielen gut/diszipliniert und tun es eben nicht, oder nur selten!
  • Baumi72 18.01.2019 18:13
    Highlight Highlight Arno wird überbewertet. Die Züsis werden alles verjuflen und d Tigere gwinne 2x. :-)
  • HotIce 18.01.2019 16:46
    Highlight Highlight Ich als Nicht-ZSCler erlaube mir einen Kommentar:
    „zu sehr Playoff Hockey gespielt...“
    Als aussenstehender Beobachter wage ich zu behaupten, dass der ZSC mit dem letztjährigen Playoff Auftritt jetzt sicher wesentlich besser wäre. Also eher zu Wenig Playoff Hockey lieber Geerig...
    • Pedro878 18.01.2019 17:19
      Highlight Highlight Denke er beschreibt auch wie er es sieht, oder hast du soviel ahnung von hockey wie er?
    • kerZHakov 18.01.2019 17:20
      Highlight Highlight Geering meinte wohl auch eher die Taktik, nicht die Intensität...
    • Dmnk 18.01.2019 17:56
      Highlight Highlight Und ich erlaube mir dich zu korrigieren ;-). Mit "Playoff Hockey" war wohl eher die taktische Ausrichtung als das eigentliche Niveau gemeint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bort? 18.01.2019 16:19
    Highlight Highlight Echt?? der Z hat Arno als Trainer??...Wahnsinn!! das muss mir irgendwie entgangen sein :-D :-D
  • TheWall_31 18.01.2019 16:19
    Highlight Highlight Schönes Interview, danke!

Nun ist es offiziell: Langenthal kann nicht in die höchste Liga aufsteigen

Liga-Direktor Denis Vaucher bestätigt, was bisher krampfhaft geheim gehalten worden ist: Wird der SC Langenthal Meister, kann er nicht aufsteigen und die Rapperswil-Jona Lakers bzw. Davos sind gerettet.

Auf die Frage, ob der SC Langenthal in seinem Kultstadion «Schoren» in der NL spielen dürfte, sagt Liga-Direktor Denis Vaucher klipp und klar: «Nein, der Schoren erfüllt die Anforderungen an ein Stadion in der höchsten Liga nicht und kann auch mit infrastrukturellen Anpassungen in der Sommerpause 2019 nicht National-League-tauglich gemacht werden.»

Päng! Das ist Klartext in der reinsten Form. Endlich wissen wir: das Thema Aufstieg ist für Langenthal ganz offiziell vom Tisch.

Da bleibt die Frage: …

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