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Zwei aberkannte Tore und eine umstrittene Strafe: Nach Rappi gegen Langenthal gab's gestern viel zu diskutieren. Bild: freshfocus

Kommentar

Warum ich mich über die zwei aberkannten Rappi-Tore geärgert habe

Skandal im NLB-Final! Zumindest ein kleiner ... der Schiedsrichter gibt zwei SCRJ-Tore nicht. Doch das ist nicht der Skandal. Sondern, dass die Fans die Entscheide wegen fehlender Videobilder nicht nachvollziehen können.



Ich gebe es zu, ich bin ein Mode-Fan Mode-Sympathisant. Das vierte Playoff-Finalspiel zwischen den SCRJ Lakers und dem SC Langenthal war erst mein dritter NLB-Matchbesuch in dieser Saison. Einmal war ich während der Regular Season in der SGKB-Arena, einmal während der Playoff-Viertelfinals gegen Olten.

Doch schon seit Kindheitsbeinen gehören meine Sympathien dem SC Rapperswil-Jona – mal mehr, mal weniger. Beim ersten NLA-Aufstieg 1994 gegen Lausanne war ich beim letzten Spiel als Teenager im Stadion. Gestern wollte ich, an den Schläfen schon ganz leicht angegraut, wieder dabei sein, wenn Rappi den dritten Sieg im NLB-Playoff-Final einfährt und den vorletzten Schritt in Richtung Liga-Qualifikation gegen Ambri (oder doch Fribourg?) macht. 

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Im NLB-Final wird mit Haken und Ösen gekämpft. Bild: freshfocus

Doch daraus wurde leider nichts. Langenthal gewann die hoch dramatische Partie, in der sich die Lakers in den letzten Sekunden mit 6 gegen 3 Feldspieler gegen die Niederlage stemmten, mit 3:2 und glich die Serie somit zum 2:2 aus. Der Sieg für Langenthal war nicht unverdient, die Berner machten mehr für den Erfolg. Und doch bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Dem SCRJ wurden nämlich zwei Tore aberkannt und dem 2:1-Führungstreffer ging ein strittiger Strafen-Entscheid voraus.

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Die Tore bei Langenthals 3:2-Sieg in Rapperswil. Video: streamable

In der 8. Minute erstmals Jubel im Lido: Michael Hügli jubelte nach einem «Buebetrickli», doch der Puck landete am Pfosten, wie die Schiedsrichter nach Konsultation der Videobilder feststellten. In der 45. Minute wieder verfrühter Jubel: Thomas Studer lenkte einen Schuss von Niki Altorfer zum vermeintlichen 2:1 ab, doch nach langem Betrachten der Videobilder entschieden die Refs auf hohen Stock.

Wenig später dann die spielentscheidende Szene: Fabian Maier beförderte Langenthals Kanadier Josh Primeau, der nächste Saison für Rappi spielt, im eigenen Drittel krachend in die Bande. Auf den ersten Blick sah es wie eine faire Aktion aus, doch die Schiedsrichter schickten Maier für den Bandencheck für zwei Minuten auf die Strafbank. Langenthal nutzte das Powerplay zur 2:1-Führung aus.

Die umstrittenen Szenen sind nicht das Problem

Wurde Rappi in den drei strittigen Szene von den Schiedsrichtern benachteiligt? Ich weiss es nicht und genau das ärgert mich. Von meinem Platz gegenüber der beiden Fankurven war nicht zu sehen, ob die beiden Tore zu Recht oder zu Unrecht aberkannt wurden. Beim Check ging es so schnell, dass ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es eine Strafe war oder nicht.

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Rappi wirft am Ende nochmals alles nach vorne, der Ausgleich fällt nicht mehr. Bild: freshfocus

Es ärgert mich, dass es nirgends Videos der entscheidenden Szenen gibt. Weder Teleclub noch SRF übertragen die NLB-Final-Partien live, auch Zusammenfassungen gibt es keine. Und der Verband stellt lediglich ein von Teleclub produziertes Highlight-Video mit den Toren (siehe oben) online. Weitere Szenen dürfen aus Vertragsgründen nicht gezeigt werden.

Dabei wäre es doch für alle optimal, wären nicht nur die Tore, sondern alle wichtigen Szenen der NLB-Partien – zumindest im Nachhinein – per Video einsehbar. Die Fans könnten die Schiri-Entscheidungen besser nachvollziehen und die Unparteiischen würden nicht zur Zielscheibe des aufgebrachten Publikums. 

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