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Olympia-Abfahrt, Frauen
1. Sofia Goggia ITA
2. Ragnhild Mowinckel NOR +0,09
3. Lindsey Vonn USA +0,47
6. Corinne Suter +1,07
8. Michelle Gisin +1,33
Out: u.a. Lara Gut, Jasmine Flury

Viva Italia! Goggia ist die erste Abfahrts-Olympiasiegerin ihres Landes.
Viva Italia! Goggia ist die erste Abfahrts-Olympiasiegerin ihres Landes.Bild: EPA

Lara Gut nach Abfahrts-Out: «Jetzt muss ich wieder vier Jahre warten»

Keine Schweizer Medaille in der Frauen-Abfahrt: Sofia Goggia aus Italien wird Olympiasiegerin. Lara Gut verpasst ein Tor und scheidet aus, so dass die junge Corinne Suter beste Schweizerin wird.
21.02.2018, 05:1021.02.2018, 09:58

Die Leaderin im Disziplinen-Weltcup ist Olympiasiegerin: Sofia Goggia gewinnt als erste Italienerin überhaupt Gold in der Abfahrt. Im Super-G hatte sie ein durchaus mögliches Spitzenresultat noch verpasst, als sie nach bester Zwischenzeit einen kapitalen Fehler beging und nur 11. wurde. In der Abfahrt aber kam die wagemutige Italienerin durch.

«Es ist unglaublich. Ich werde es erst realisieren, wenn ich die Medaille erhalte. Mir gelang heute das, was ich mir vornahm.»
Sofia Goggia, Olympiasiegerinsrf

Dass Goggia die Speedstrecken in Jeongseon gefallen, war schon im letzten Winter ersichtlich gewesen. Damals gewann sie in Südkorea sowohl die Abfahrt als auch den Super-G. Es waren ihre ersten Siege im Weltcup.

Mowinckel stösst Weirather vom Podest

Spät im Rennen wurde es aber nochmals knapp. Mit Startnummer 19 setzte sich die Norwegerin Ragnhild Mowinckel, die schon im Riesenslalom Silber gewonnen hatte, erneut auf Platz 2, nur um 9 Hundertstel geschlagen.

Überraschte sich und viele andere: Ragnhild Mowinckel.
Überraschte sich und viele andere: Ragnhild Mowinckel.Bild: AP
«Ich versuchte, zu geben, was ich kann und das kam dabei heraus. Das ist eben Olympia, da passieren solche Dinge. Ich bin überglücklich.»
Ragnhild Mowinckel, Silbersrf

Der Amerikanerin Lindsey Vonn, der Gewinnerin der drei letzten Weltcup-Abfahrten vor Olympia, blieb mit 0,47 Sekunden Rückstand die Bronzemedaille. «Ich habe alles gegeben, leider war ich nicht schnell genug. Aber ich bin zufrieden», sagte sie im SRF. In den vergangenen acht Jahren sei sie oft schwer verletzt gewesen. «Trotzdem bin ich hier und habe eine Medaille geholt.» Vonn will morgen auch in der Kombination starten, nachdem sie zunächst angekündigt hatte, dass die Abfahrt ihr letztes Olympiarennen sein werde.

Ein Beitrag geteilt von Gene-O (@ge_choo) am

Feierte im Ziel mit ihren Schwestern: Lindsey Vonn.

Leidtragende des Exploits von Mowinckel war Tina Weirather. Die Liechtensteiner rutschte noch vom Podest und wurde Vierte. Nachdem sie im Super-G Bronze gewonnen hatte, weil sie eine Hundertstel schneller als Lara Gut war, konnte es Weirather sportlich nehmen. «Ich habe realisiert, dass ich genauso gut zwei Mal hätte Vierte werden können und daher bin ich noch dankbarer, dass ich im Super-G schon eine Bronzemedaille gewinnen konnte. Das macht es einfacher, es zu verkraften», sagte sie im SRF.

Das Siegertrio: Mowinckel (Silber), Goggia (Gold) und Vonn (Bronze).
Das Siegertrio: Mowinckel (Silber), Goggia (Gold) und Vonn (Bronze).Bild: EPA

Zwei Diplome als Schweizer Ausbeute

Ein sehr gutes Rennen zeigte Corinne Suter. Als Sechste zeigte die Schwyzerin ihr bestes Rennen der gesamten Saison. Vom Bronzeplatz war die 23-Jährige, die sich erst vor Ort über die Qualifikation den definitiven Startplatz gesichert hatte, allerdings sechs Zehntel entfernt.

Nach interner Quali die beste Schweizerin: Corinne Suter.
Nach interner Quali die beste Schweizerin: Corinne Suter.Bild: AP

«Ich glaube, jede hat das Ziel, eine Medaille zu gewinnen», sagte Suter. «Aber ich nehme auch den sechsten Rang sehr gerne. Ich hatte schon lange nicht mehr ein so gutes Ergebnis gehabt. Dass es zudem an einem Grossanlass geklappt hat, bei dem der Druck doppelt so gross ist, macht das Ganze noch schöner.»

Michelle Gisin belegte Platz 8, haderte nach dem Rennen über eine verpasste Chance. Sie habe zu viel gewollt und zu wenig sauber auf der Linie gefahren.

«Ich war heute extrem nervös, wollte es viel zu sehr. Die Trainings gaben mir Vertrauen. Es ist mega schade, es wäre wirklich möglich gewesen, wenn ich so wie gestern gefahren wäre.»
Michelle Gisin, Rang 8srf

Lara Gut musste eine weitere Enttäuschung verarbeiten. Nach ihrem 4. Platz im Super-G schied sie diesmal – wie auch Jasmine Flury – aus. Beide verpassten an derselben Stelle ein Tor.

«Von dieser Abfahrt habe ich vier Jahre lang geträumt. Jetzt muss ich wieder vier Jahre warten. Die grosse Enttäuschung wird sicher noch kommen.»
Lara Gut, ausgeschiedensrf

Gut musste Stunden nach der Abfahrt ihren Verzicht auf die Teilnahme an der Kombination morgen bekannt geben. Sie verspürte Schmerzen im operierten linken Knie. Bei der Landung nach dem zweiten Sprung, nach dem sie ausschied, erhielt Gut einen Schlag auf das linke Kniegelenk. «Es hat mir die Ski verschlagen vor dem Sprung. Wenn man unter Vollbelastung einen Schlag erwischt, dann macht der Muskel zu», schilderte sie. Eine Untersuchung zeigte zwar, dass im Knie, soweit dies aus klinischer Sicht beurteilbar ist, keine wichtige Struktur verletzt wurde. Trotzdem ist eine kurze Regenerationsphase nötig, um die weiteren Einsätze im zu Ende gehenden Winter nicht zu gefährden. (ram/sda)

Finito: Das Tor, das Lara Gut auf der falschen Seite passierte.
Finito: Das Tor, das Lara Gut auf der falschen Seite passierte.Bild: EPA

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1 Kommentar
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Die beliebtesten Kommentare
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why_so_serious
21.02.2018 08:30registriert April 2015
Auch Lara Gut ist eben ein Mensch - wir sind nun mal keine Maschinen und können unseren Gefühlen/Erwartungen manchmal nicht gerecht werden. Der eigene Druck wird da wohl zu hoch gewesen sein. Schade für sie. Auch ein Marcel Hirscher hat erst bei diesen Olympischen Spielen seine ersten goldenen Medaillen geholt.
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