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Olympia 2026: Deschwanden muss Bronze-Tattoo stechen: «Etwas mit Pizza»

Gregor Deschwanden of Switzerland poses with his bronze medal won in the men's Ski Jumping Normal Hill Individual competition at the House of Switzerland in Cortina d'Ampezzo, Italy, on Tues ...
Als Andenken an seine Olympia-Medaille wird Gregor Deschwanden ein Tattoo stechen lassen.Bild: keystone

Skispringer Deschwanden muss nach Medaille Tattoo stechen: «Lieber etwas mit Pizza»

Gregor Deschwanden lässt sich in Cortina d'Ampezzo für seine überraschende Olympia-Bronzemedaille feiern. Und er macht sich Gedanken über sein neues Tattoo.
10.02.2026, 19:2010.02.2026, 19:20
marcel hauck, cortina d'ampezzo / keystone-sda

Knapp 24 Stunden nach seinem Bronze-Coup in Predazzo betritt der Skispringer Gregor Deschwanden die kleine Bühne vor dem «House of Switzerland» im gut zweieinhalb Fahrstunden entfernten Cortina d'Ampezzo. Er hat eine wilde Nacht hinter sich, war nur kurz in seiner Unterkunft im olympischen Dorf.

«Wir haben noch eine Bar in Predazzo in Beschlag genommen und italienische Delikatessen gegessen», erzählt er etwas später. Wir, das ist das Schweizer Skisprungteam, und dies streicht der 34-jährige Luzerner auch heraus. «Klar, ich werde diese Medaille jetzt nicht verschenken, aber es haben ganz viele dazu beigetragen.»

Kein Tattoo-Typ

Unter anderem der Servicemann, der nach dem ersten Training den langen Weg nach Deutschland fuhr, um ein paar alte Ski zu holen, die sich als die genau richtigen herausstellten. «Die waren wirklich wichtig», sagt Trainer Martin Künzle. Und Deschwanden betont, die gute Leistung sei auch eine Belohnung für das Team.

Die ganze Schweiz weiss mittlerweile nach Deschwandens emotionalem TV-Interview auch, dass er keine Kleider für die Medaillenzeremonie mitgenommen hat – halb vergessen, halb bewusst. «Vielleicht habe ich mir damit etwas weniger Druck gemacht. Und nach dem guten ersten Sprung sagte ich mir: Das ist ein Zukunftsproblem, jetzt muss ich erst einmal springen.»

Weitere «Zukunftsprobleme» stehen Deschwanden auch noch bevor. So muss er eine Wette einlösen und sich ein Tattoo stechen lassen. Seinem Charakter entsprechend werde es «nicht im Gesicht, nicht auf der Brust», sondern dezenter «unterhalb des Knies oder am oberen Arm» sein. «Ich bin nicht so der Tattoo-Typ», gesteht er schmunzelnd. Und es werden nicht die olympischen Ringe sein. «Das sagt mir nicht so viel. Eher etwas mit Pizza oder Pasta.»

Lohn für eine lange Karriere

Für Deschwanden ist der jetzige Erfolg «der Lohn für eine lange Karriere mit wenigen Belohnungen, vor allem bei den Grossanlässen», wie er feststellt. Als schönsten Moment der letzten 24 Stunden bezeichnet er den Moment, als er realisierte, dass er und Ren Nikkaido punktgleich waren und die Medaille auf sicher hatten und «wir zusammen gejubelt haben». Es habe aber viele Dinge gegeben, etwa als er die Medaille mit der Freundin begutachten konnte oder er seine Eltern angerufen hat. «Das war noch witzig.»

Man soll Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen. Und am Olympia-Ort in Cortina gab es bisher keine Medaille zu sehen. So gönnte sich Deschwanden noch ein gutes Nachtessen, ehe er sich auf den langen Weg zurück ins Val di Fiemme – «über zwei Hügel», wie er ziemlich untertreibend feststellte – machte. Am Samstag steht der Wettkampf auf der Grossschanze an, und da will er nochmal angreifen. Diesmal erst recht völlig ohne Druck, aber vielleicht mit Jacke für die Siegerehrung. (nih/sda)

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quelle: keystone / wu hao
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