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FC Thun

Der FC Thun mischt mit anonymen Millionen die Super League auf

Genis Montolio (FCT), unten, und Valmir Matoshi (FCT) jubeln ueber den Sieg im Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Super League zwischen dem FC Luzern, FCL, und dem FC Thun, FCT, am Samstag, 9. Aug ...
Beim FC Thun läuft es derzeit wie geschmiert.Bild: keystone

Wie der Aufsteiger aus Thun mit anonymen Millionen die Super League aufmischt

Drei Siege in den ersten drei Spielen – so gut wie der FC Thun ist in der Geschichte der Super League seit der Ligareform kein Aufsteiger mehr gestartet. Auch dank dem Geld eines Unternehmers aus der Region.
11.08.2025, 06:3611.08.2025, 06:36
Simon Häring / ch media

Nach Lugano und Lausanne düpierte der FC Thun am Samstag auch den FC Luzern, setzte sich in der Innerschweiz zum dritten Mal in dieser Saison mit 2:1 durch, zum zweiten Mal nach einem Rückstand. Drei Siege aus den ersten drei Spielen – das ist in der Geschichte der Super League seit der Ligareform 2003 noch keinem Aufsteiger gelungen.

Der verdiente Lohn: Zusammen mit dem FC St. Gallen grüssen die Berner Oberländer von der Tabellenspitze.

Solides Gerüst, wenige Transfers

Zwar steht das Gerüst der Thuner seit Jahren. Captain und Abwehrchef Marco Bürki spielt seit 2021 in Thun. Mittelfeldspieler Leonardo Bertone, einst mit Kantonsrivale YB zweimal Meister und einmal Cupsieger, kehrte 2022 nach Stationen in den USA und Belgien in die Schweiz zurück.

Bisher kamen im Somer nach dem Aufstieg nur drei neue Spieler hinzu. Von Stade Lausanne-Ouchy kam der bei St. Gallen als zu leicht befundene Verteidiger Michael Heule. Der fleissige Aussenverteidiger hat bereits zwei Tore vorbereitet.

Leonardo Bertone (FCT), rechts, und Fans jubeln nach dem Sieg (2-1) gegen FC Aarau und steigen in die Super League auf, nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Challenge League zwischen FC Thu ...
Leonardo Bertone ist ein Leistungsträger bei den Berner Oberländern.Bild: keystone

Stürmer Ibayi mit drittem Treffer

Aus Rumänien holte man Mattias Käit. Der 27-jährige Mittelfeldspieler kommt mit der Referenz von 54 Länderspielen für Estland. Und zuletzt verpflichtete Thun den Stürmer Brighton Labeau, 29, der zuletzt in der französischen Ligue 2 unter Vertrag stand.

Schon im Sommer 2024 kam Stürmer Christopher Ibayi nach Thun. Bis vor zwei Jahren spielte der Kongolese noch in der vierthöchsten Liga Frankreichs. Im letzten Jahr waren ihm in 16 Spielen drei Tore gelungen. Nun hat der 30-Jährige in der Super League bereits nach drei Spielen ebenso oft gejubelt. 250'000 Franken liess man sich den Stürmer im Sommer 2024 kosten.

Investitionen trotz Millionendefizit

Dass dem erst 39-jährigen Sportchef Dominik Albrecht bei den im letzten Jahrzehnt notorisch klammen Berner Oberländern plötzlich solche Mittel zur Verfügung stehen, hat Thun Beat Fahrni zu verdanken. Der Unternehmer stopfte seit seinem Einstieg 2024 mit mehreren Millionen aus seinem Vermögen die Verluste. Alleine im letzten Jahr waren es 2,85 Millionen Franken.

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Den Erfolg seines Teams hat Mauro Lustrinelli auch dem Geld von Beat Fahrni zu verdanken.Bild: fxp-fr-sda-rtp

Im November holte er eine anonyme Institution aus der Region ins Boot: weitere 2,5 Millionen. Und im Frühling schoss Fahrni weitere 870'000 Franken ein, damit der FC Thun die Lizenz erhielt. Ohne Fahrnis Geld und Beziehungen wäre der formidable Saisonstart des Teams von Trainer Mauro Lustrinelli (seit 2021 in Thun) kaum möglich gewesen. Sportlich ist das Fundament solide, finanziell muss es das noch werden.

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