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Australian Open, Männer-Final
Djokovic (1) – Nadal (2) 6:3 6:2 6:3
Djokovic mit dem Pokal, Nadal mit dem Silberteller für den «ersten Verlierer».
Djokovic mit dem Pokal, Nadal mit dem Silberteller für den «ersten Verlierer».Bild: AP/AP

Machtdemonstration! Djokovic fegt Nadal vom Platz und holt seinen 15. Grand-Slam-Titel

27.01.2019, 12:3627.01.2019, 15:24

Der Serbe Novak Djokovic gewinnt zum siebten Mal das Australian Open und macht sich damit zum alleinigen Rekordhalter in Melbourne. In einem einseitigen Final, der nur gerade 2:04 Stunden dauerte, liess die Weltnummer 1 dem Spanier Rafael Nadal mit 6:3, 6:2, 6:3 nicht den Hauch einer Chance.

Zuvor hatte sich Djokovic den Rekord mit Roger Federer und Roy Emerson geteilt. Er ist mit nun 15 Grand-Slam-Titeln die Nummer 3 der ewigen Rangliste hinter Federer mit 20 und Nadal mit 17.

Der Serbe drückte der Partie gleich von Beginn weg den Stempel auf. Djokovic gewann die ersten sechs Punkte und führte nach neun Minuten 3:0. Im zweiten Satz hielt Nadal bis zum 2:2 mit, ehe er Djokovic die nächsten beiden Breaks zugestehen musste. Im dritten Durchgang gelang dem Serben der frühe Aufschlagdurchbruch zum 2:1. Danach kam Nadal zwar noch zu seinem einzigen Breakball der gesamten Partie, von einer Wende war er aber weit entfernt.

Djokovics Siegesrede:

«Ich möchte das Kompliment an Rafa zurückgeben, du hast uns einmal mehr bewiesen, was für ein unglaublicher Kämpfer du bist. Vor 12 Monaten musste ich mich einer Operation unterziehen. Jetzt hier zu stehen und den dritten Grand-Slam-Titel in Serie zu feiern, ist einfach unglaublich. Ich bin sprachlos.

Ich möchte meiner Freu Jelena und meinen Kindern danken. Ich hoffe, sie haben zuhause zugeschaut. Pokale zu gewinnen ist noch schöner, wenn man jemanden hat, mit denen man sie teilen kann. Ich danke auch meinem Team, ohne sie wäre so ein Erfolg nicht möglich.»
«Das war eines meiner besten Matches, wenn nicht das beste Match, das ich je in einem Grand-Slam-Final gespielt habe. Gegen Nadal zu spielen, ist die grösste Herausforderung überhaupt. Er ist definitiv der grösste Rivale meiner Karriere. Wir haben schon 53 Mal gegeneinander gespielt und spielen immer noch auf diesem Niveau gegeneinander. Das ist unfassbar.»

Die Weltnummer 2 hatte den Final ohne Satzverlust und äusserst überzeugend erreicht. Dort war Djokovic aber zu dominant und nahe an der Perfektion. 34 direkten Gewinnschlägen des 31-jährigen Serben standen nur gerade neun unerzwungene Fehler gegenüber. Er knüpfte nahtlos an die ebenfalls überragende Leistung im Halbfinal gegen Lucas Pouille an.

Nadal im Interview:

«Natürlich möchte ich zu Beginn Novak gratulieren. Du hast auf einem unglaublichen Niveau Tennis gespielt. Für mich war es eine sehr emotionale Zeit, auch wenn ich heute nicht mein bestes Tennis abrufen konnte und auf einen extrem starken Gegner getroffen bin. Für mich ist es nach der Verletzung wichtig, wieder fit zu sein. Heute war einfach nicht mein Abend, dennoch bin ich zufrieden. Eines kann ich versprechen: Ich werde jeden Tag hart arbeiten, um noch stärker zurückzukommen.»

Nadal suchte keine Ausreden. «Er war heute viel besser als ich», stellte der Spanier nüchtern fest. Einen Grund dafür sah er in seiner langen Wettkampfpause seit dem US Open. «Novak spielte natürlich überragend, aber mir fehlte das gewisse Etwas, um ihn noch mehr zu pushen.» Er habe während des gesamten Turniers mehrheitlich in der Offensive spielen können, nun seien seine Defizite in der Verteidigung aufgedeckt worden. «Mit mehr Training werde ich dieses Extra wieder finden», gab er sich überzeugt. Ob er in Vollbesitz seiner Kräfte gewonnen hätte, konnte er nicht sagen. «Aber ich hätte es sicher spannender machen können.»

Im achten Grand-Slam-Final der beiden glich Djokovic auf 4:4 Siege aus. Es war der erste, der in drei Sätzen entschieden war. Nadal hatte überhaupt noch nie einen Major-Final derart deutlich verloren.

Djokovic holt auf:

Wer wird als «GOAT» in die Geschichte eingehen?
Wer wird als «GOAT» in die Geschichte eingehen?bild: screenshot espen

Djokovic unterstrich eindrücklich, dass er nach seiner Schaffenskrise und einer Operation am Ellbogen vor zwölf Monaten wieder der Überflieger und unangefochtene Primus des Männertennis ist. In Melbourne gewann er nach Wimbledon und dem US Open sein drittes Grand-Slam-Turnier in Folge, nachdem er noch im letzten Frühling aus den Top 20 gefallen war. (pre/sda)

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