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Federer ist der Topfavorit – wer kann ihn auf dem Weg zur Titelverteidigung stoppen?  
Federer ist der Topfavorit – wer kann ihn auf dem Weg zur Titelverteidigung stoppen?  Bild: AP

Die grosse watson-Wette – 14 Tipps, wer beim Australian Open die Halbfinals erreicht

10.01.2018, 15:0810.01.2018, 15:24

Wer gewinnt das Australian Open? Natürlich kommt einem da zuallererst ein Name in den Sinn:  Roger Federer. Hinter dem «Maestro» ist der Kreis der Mitfavoriten auf den ersten Grand-Slam-Titel des Jahres aber so gross wie schon lange nicht mehr.

Das zeigt auch die interne watson-Wette: Weil das Tippen auf den Sieger eine etwas einseitige Angelegenheit geworden wäre, haben wir uns dazu entschieden, für einen Einsatz von 10 Franken die Halbfinal-Teilnehmer vorherzusagen. Und obwohl Roger Federer («zu sichere Bank») von der Wette ausgeschlossen war, gingen sage und schreibe 14 Halbfinal-Tipps ein.

Halbfinal-Tipps der watson-Mitarbeiter:

Die mit Strichchen statt Stern bitte noch den Wetteinsatz von 10 Franken bezahlen, merci!
Die mit Strichchen statt Stern bitte noch den Wetteinsatz von 10 Franken bezahlen, merci!bild: watson

Bemerkenswert: So richtig unwahrscheinlich ist keiner der 14 Halbfinals-Tipps. Mit Ausnahme von Milos Raonic sind alle genannten Spieler in den Top 20 der Weltrangliste zu finden. Aber wer hat nun die besten Chancen auf den Pot von 140 Franken? Und ging vielleicht noch ein Halbfinal-Kandidat vergessen? Es folgt die Kurzanalyse des Wett-Organisators in vier Kategorien.

Welcher Halbfinal-Tipp (ohne Federer) ist der beste?

Die angeschlagenen Ex-Champions:

Novak Djokovic (Aeberli)

Bild: EPA/AAP

Der fünffache Champion gibt in Melbourne nach sieben Monaten sein Comeback. Hatte bis zuletzt aber mit seiner in Wimbledon erlittenen Ellbogenverletzung zu kämpfen und musste das Vorbereitungsturnier in Abu Dhabi absagen. Bei den «Kooyong Classic», einem Schauturnier, deklassierte er in dieser Woche den angschlagenen Dominic Thiem in zwei Sätzen und sagte danach: «Ich fühle mich grossartig.»

Halbfinal-Chancen: ⬆️

Das sagt Aeberli:

«Seine Box wird wird den Djoker beflügeln. Hat er Down Under mal eine Baisse, reicht ein Blick nach oben und der Hartplatzgeneral knallt seinem Gegenüber die Bälle wieder um die Ohren.»

Rafael Nadal (Franzoni)

Bild: EPA/AAP

Hatte wie Federer eine fantastische letzte Saison, am Ende aber wie üblich mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Bei den ATP-Finals musste er mit Knieproblemen nach einem Spiel aufgeben. Diese sind bis jetzt nicht besser geworden, das Vorbereitungsturnier in Brisbane musste er absagen. Diese Woche verlor die Weltnummer 1 in Kooyong gegen Richard Gasquet in zwei Sätzen und sagte danach: «Das war ein guter Test.»

Halbfinal-Chancen: ➡️

Das sagt Franzoni:

«In Mallorca ist momentan Offseason, deshalb kann sich Nadal voll aufs Australien Open konzentrieren. Sein Bizeps ist in einem Rekordzustand – dies ist dem Rekordjahr an der Schinkenstrasse zu verdanken. So viele Humpen musste er noch nie stemmen!»

Stan Wawrinka (Sigrist)

Bild: EPA/AAP

Unterzog sich nach Wimbledon zwei Eingriffen am linken Knie. Die Diagnose: Knorpelschaden. Acht Wochen ging er an Krücken, stürzte psychisch in ein Loch und trennte sich von Erfolgstrainer Magnus Norman. Sein geplantes Comeback in Kooyong gegen Dominic Thiem sagte er am Mittwoch ohne Angabe von Gründen kurzfristig ab – und das obwohl er tags zuvor noch zuversichtlich wirkte und sagte: «Ich habe noch einiges zu tun, aber ich fühle mich gut und freue mich auf den Start.»

Halbfinal-Chancen: ↘️

Das sagt Sigrist:

«Die vielleicht grösste Wundertüte der Tour überrascht mal wieder alle. Nach langer Verletzungspause ist Wawrinka genau dann da, wenn es zählt. Danach wird er bis Paris stets in der Startrunde scheitern.»

Die ewigen Geheimtipps:

Alexander Zverev (Zappella)

Bild: EPA/AAP

Gilt seit seinem kometenhaften Aufstieg im letzten Jahr längst als künftige Nummer 1. Bei den Grand-Slam-Turnieren ist der 20-jährige Deutsche bislang aber vieles schuldig geblieben. Dabei verfügt er doch über die sämtliche Waffen. Beim Hopman Cup war Zverev allerdings noch nicht in Form: Er verlor gegen David Goffin, Thanasi Kokkinakis und Roger Federer, lediglich gegen Vasek Pospisil konnte er gewinnen.

Halbfinal-Chancen: ↗️

Das sagt Zappella:

«Zverev hat schon letztes Jahr bewiesen, dass er jeden schlagen kann. An Grand Slams wollte es noch nie so richtig klappen, das ändert nun aber mit dem Halbfinal-Einzug in Australien.»

Nick Kyrgios (Reich)

Bild: EPA/AAP

Dem Enfant terrible der Tennis-Szene wird seit Jahren der grosse Durchbruch prophezeit, doch Kyrgios steht sich immer wieder selbst im Weg, spielt nach dem Lustprinzip. Zu Beginn dieser Saison scheint die Motivation beim Australier da zu sein, seine Knieprobleme sind überwunden. In Brisbane gewann er sein viertes APT-Turnier, doch die grosse Frage bleibt: Welchen Kyrgios kriegen wir in Melbourne zu sehen?

Halbfinal-Chancen: ↗️

Das sagt Reich:

«Von seinem Schlagrepertoire her, gehört Kyrgios zu den fünf besten Spielern der Welt. Wenn der Kopf mitspielt, hat er nicht nur Halbfinal-, sondern Titelchancen.»

Grigor Dimitrov (Eng)

Bild: AP/AP

Gewann bei den ATP-Finals endlich seinen ersten grossen Titel. Auch sein erster Grand-Slam-Titel wäre längst fällig. Doch für den Bulgaren mit dem fast identischen Spielstil wie Federer gilt Ähnliches wie für Zverev: Bei den Majors kann er sein Potenzial einfach nicht abrufen. Dem Coup am nächsten kam er letztes Jahr in Melbourne, als er Nadal im Halbfinal an den Rand einer Niederlage brachte. Die Form stimmt momentan: In Brisbane musste er sich erst im Halbfinal gegen Kyrgios knapp geschlagen geben.

Halbfinal-Chancen: ⬆️

Das sagt Eng:

«Dimitrov ist Weltmeister, das hat bei ihm etwas bewirkt. Einzelne gute Spiele hatte er schon immer drin, jetzt hat er endlich auch die nötige Konstanz gefunden.»

David Goffin (Manser)

Bild: EPA/AAP

Der unscheinbare Belgier gehört längst zur erweiterten Weltspitze. So richtig klar wurde das den meisten Beobachtern aber erst mit dem Finaleinzug und seinen Siegen gegen Nadal und Federer bei den ATP-Finals. Auch bei ihm stimmt die Form: Beim Hopman Cup gewann er alle seine drei Matches ohne Satzverlust, gegen harte Aufschläger hat er aber stets etwas Mühe.

Halbfinal-Chancen: ➡️

Das sagt Manser:

«Goffin hat definitiv den miesesten Kleider-Stil auf der Tour. Aber sein Auftritt gegen Federer in London hatte mehr Schmackes als eine deftige Portion Brüsseler Pommes mit Mayo. Der Belgier ist heiss.»

Lucas Pouille (Honegger)

Bild: AP/AP

Der Franzose setzt immer wieder Ausrufezeichen: Beim US Open 2016 eliminierte er Nadal, in Wimbledon davor Del Potro. Doch wie so vielen aufstrebenden Talenten fehlt auch ihm noch die Konstanz. Ende letzter Saison war er toll in Form: Er gewann das ATP-500-Turniers in Wien und sicherte Frankreich mit dem Sieg im entscheidenden Einzel den Davis-Cup-Titel. Aber das hat auch Kraft gekostet. Ist er schon bereit für die neue Saison? Beim «Tie Break Ten»-Showturnier in Melbourne ging er gegen Nadal 1:10 unter.

Halbfinal-Chancen: ↘️

Das sagt Honegger:

«Pouille, mit der wohl schnellsten Hand der Tour, ruft endlich sein grosses Potenzial ab und kommt weit. Sehr weit …»

Die Aufschlaghünen:

Juan Martin del Potro (Toggweiler)

Bild: X00458

Dass der US-Open-Sieger von 2009 jeden schlagen kann, hat er längst bewiesen. Sein harter Aufschlag und seine mächtige Vorhand machen ihn brandgefährlich. Probleme kriegt der Hallen-Spezialist, wenn er sich bewegen muss und sein Handgelenk plötzlich nicht mehr mitmacht. In die neue Saison ist er erst diese Woche gestartet, mit einem klaren Sieg gegen den kanadischen Aufsteiger Denis Shapovalov.

Halbfinal-Chancen: ↗️

Das sagt Toggweiler:

«Wie früher beim Fez kam ich zu spät und mein Favorit war bereits vergeben. Aber ich mag del Potro. Und deshalb kommt er in den Halbfinal. Andere schafften das schon wegen Dümmerem.»

Marin Cilic (Bürgler)

Bild: EPA

Hat seinen Grand-Slam-Titel genau wie del Potro schon in der Tasche, doch sein Appetit ist damit noch nicht gestillt. Mit seinem Spielstil ist er wie geschaffen für schnelle Courts wie in Melbourne, doch mit der australischen Hitze hatte er in den letzten Jahre so seine Probleme. Der Saisonauftakt ist dem Kroaten in Down Under erneut nicht wie erhofft geglückt. Im indischen Pune unterlag er im Halbfinal Gilles Simon und in Kooyong verlor er gegen Matthew Ebden.

Halbfinal-Chancen: ➡️

Das sagt Bürgler:

«Der grosse Kroate hat mir bei der Wimbledon-Wette schon Glück gebracht. Never change a winning team!»

Jack Sock (Baumgartner)

Bild: EPA/AAP

Der Amerikaner war im Herbst in der Form seines Lebens und dank dem Masters-1000-Titel in Paris und der Halbfinal-Teilnahme bei den ATP-Finals auf Rang 8 der Weltrangliste vorgestossen. Sein Aufschlag und die Vorhand sind Weltklasse, die restlichen Schläge eher Kreisklasse. Den Start in die neue Saison nahm Sock vielleicht etwas gar locker: Beim Hopman Cup sorgte er höchstens mit seinen Trickschägen für Furore und in Auckschlag scheiterte er bei erster Gelegenheit an der deutschen Weltnummer 65 Peter Gojowczyk.

Halbfinal-Chancen: ↘️

Das sagt Baumgartner:

«Sock erinnert mich etwas an mich selbst: 1992 geboren, langweilt während dem Training seine Freundin und photomombt Fremde. 2018 wird er beweisen, dass der definitiv in die Top 10 gehört.»

Milos Raonic (Holzer)

Bild: EPA/AAP

Die gute Nachricht: Milos Raonic ist wieder da. Nach Waden- und Handgelenkproblemen beendete er im Herbst seine Saison vorzeitig. Wie bei Djokovic und bei Nadal verzögerte sich sein Comeback. Als es dann in Brisbane endlich soweit war, unterlag er kurz nach Neujahr der australischen Weltnummer 208 Alex de Minaur in zwei Sätzen. Immerhin: Raonic sagte danach, dass er schmerzfrei spielen konnte.

Halbfinal-Chancen: ↘️

Das sagt Holzer:

«Raonic hat in der Vergangenheit oft bewiesen, dass er ein wahrer Hartplatz-Künstler ist. Zudem beginnen alle Helden-Namen mit ‹Ra›».
P.S.: Holzer heisst mit Vornamen Raphael.

Kevin Anderson (Fehr)

Bild: AP/AP

Im letzten Jahr hat sich der Südafrikaner neu erfunden: Seine lädierte Hüfte stabilisierte er dank neuen Bewegungstherapien, seine Zurückhaltung auf dem Court legte er dank mentalem Training ab. Geblieben ist sein hammerharter Aufschlag, der ihn beim US Open erstmals in ein Grand-Slam-Final führte. Nach der Niederlage gegen Nadal fiel er in ein Loch, gewann bis Ende Jahr nur noch drei Matches. In die neue Saison ist er mit der Final-Teilnahme in Pune aber stark gestartet.

Halbfinal-Chancen: ➡️

Das sagt Fehr:

«Ich finde die südafrikanische Flagge so schön. Und wenn man sie im Uhrzeigersinn dreht, erkennt man deutlich die Buchstaben MVY, was logischerweise ‹Melbourne victory, yes!› bedeutet.»

Der krasse Aussenseiter:

Pablo Carreño Busta (Meile)

Bild: EPA

Erreichte beim US Open seinen ersten Major-Halbfinal. Musste dazu aber keinen wirklichen Brocken aus dem Weg räumen. Seither ist beim spanischen Hartplatz-Spezialisten ohnehin der Wurm drin. Nur noch einen einzigen Match hat er seit dem US Open gewonnen. In diesem Jahr läuft's noch nicht: In Doha segelte er gegen Borna Coric ebenfalls in der 1. Runde raus.

Halbfinal-Chancen: ↘️

Das sagt Meile:

«Wie konnten alle anderen nur ‹El Maravilloso› übersehen? Ich habe Pablo Carreño Busta jedenfalls sicher nicht nur deshalb ausgewählt, weil ich als letzter dran war!»

Zum Abschluss: Der neue Federer-Hit «Let's go» der Schweizer Band «Fretboard Brothers»

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Hockey-Goalie Ivan Fedotov legt gegen russische Zwangsrekrutierung Rekurs ein
Ivan Fedotov, der vor sechs Tagen zwangsweise rekrutierte russische Eishockey-Goalie, reicht gegen seine Einberufung in Russlands Nordmeerflotte Rekurs ein.

Das Rekursverfahren sei bereits bei Fedotovs Festnahme eingeleitet worden. «Jetzt warten wir auf die Annahme durch das Gericht, danach bewegen wir uns in Richtung Prozess», sagte Alexei Ponomarjov der Anwalt des 25-jährigen Torhüters. Fedotov leistet seit Montag Militärdienst beim Marine-Stützpunkt im nordrussischen Seweromorsk in der Nähe von Murmansk.

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