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So lief das mit Agassi und Djokovic: Steffi Graf ermutigte ihren Schatz

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Andre Agassi: Kann er Novak Djokovic zurück an die Weltspitze begleiten?Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

So lief das mit Agassi und Djokovic: Steffi Graf ermutigte ihren Schatz

Salbungsvolle Worte haben Andre Agassi die Tür zum Trainerjob bei Novak Djokovic geöffnet.
26.05.2017, 14:4426.05.2017, 16:32
Simon Häring, Paris

Nur zwei Titel hat Novak Djokovic seit seinem French-Open-Erfolg vor einem Jahr gewonnen. Auf den Verlust des Weltranglisten-Throns folgt beissende Kritik, dann die Trennung von Boris Becker. Nun feuerte der Serbe gleich sein ganzes Team: Langzeitcoach Marjan Vajda, seinen Physiotherapeuten und den Fitnesstrainer. «Neues Jahr, neues Team, neues Glück», sagt er selber.

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Andre Agassi und Novak Djokovic im Training.Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Und holt Andre Agassi, den achtfachen Grand-Slam-Sieger mit schillernder Vergangenheit, für die Mission Titelverteidigung an Bord. Doch wie kam es dazu? «Ich habe nach seiner Nummer gefragt. Ich wollte eigentlich nur persönlich Danke sagen, dass er mich in der Öffentlichkeit immer in Schutz genommen und verteidigt hat. Wir haben beide nicht gedacht, dass es so rauskommt.»

Sie hätten nach einem Gespräch gemerkt, dass sie ähnlich ticken würde: «Es hat sofort Klick gemacht. Andre weiss, wie ich mich fühle und was ich durchmache.» Agassi hat zunächst abgesagt, doch seine Frau, Steffi Graf, habe ihn ermutigt, die Herausforderung anzunehmen. «Ich versuche, so viel wie möglich von seinem Wissen, seiner Erfahrung und seiner Weisheit zu profitieren», sagt Djokovic.

Defending champions Serbia's Novak Djokovic and Spain's Garbine Muguruza pose in front of the cups during the draw of the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium, Friday,  ...
Die beiden Sieger von 2016: Novak Djokovic und Garbine Muguruza.Bild: Christophe Ena/AP/KEYSTONE

«Bei uns ist es, als würden wir uns schon ewig kennen»

Das Experiment ist vorerst auf ein paar wenige Tage ausgelegt, denn Agassi, der wegen eines Sponsors ohnehin in Paris weilt, fährt danach in die Familienferien. «Ich bin Andre sehr dankbar. Es fühlt sich nach einem neuen Kapitel. Es fühlt sich richtig an, diesen Schritt zu machen. Bei uns ist es, als würden wir uns schon ewig kennen», sagt Djokovic. Wenn das keine guten Voraussetzungen sind.

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Als Favoriten auf den Titel sieht der Serbe Rafael Nadal, den neunfachen Paris-Sieger. «Er hat drei Turniere in Folge gewonnen, spielt auf seiner Lieblingsunterlage. Er spielt viel besser als noch im letzten Jahr.» Klar, dass Djokovic auch nicht jenen Spieler vergisst, der ihn in Paris als Letzter hat bezwingen können: Stan Wawrinka. «Er ist einer für die ganz grosse Bühne.»

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
Novak Djokovic (2008 bis 2023): 24 Grand-Slam-Titel (10-mal Australian Open, 7-mal Wimbledon, 4-mal US Open, 3-mal French Open).
quelle: keystone / thibault camus
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