Federer mit der Siegertrophäe – der 100. seiner einzigartigen Karriere. Bild: EPA
Diese Nachricht hören Schweizer Sportfans natürlich extrem gerne: Roger Federer plant, auch 2020 noch Turniere zu bestreiten. Das sagte er nach seinem 100. Turniersieg heute in Dubai.
Vor Roger Federer gewann erst ein Tennisspieler 100 oder mehr Turniere. Der Amerikaner Jimmy Connors sammelte von 1972 bis 1989 109 Turniersiege. Seinen letzten Titel holte Connors in Tel Aviv als 37-Jähriger, Federers aktuellem Alter. Sein letztes Profiturnier bestritt Connors mit 43. Auch Federer macht weiter: In Dubai gab er offiziell bekannt, dass er auch im nächsten Jahr wieder antreten wird – und sicher nicht nur in Dubai.
Roger Federers 100 Turniersiege im Schnelldurchlauf.
Dabei ist eins sicher: Federer liebt seine Heimturniere. Den 99. Titel holte er im Oktober in Basel, den 100. liess er vier Monate später in seinem nächsten Final in seiner zweiten Heimat folgen. Dass Federer den Titel gegen Stefanos Tsitsipas holte, gegen den er im Januar am Australian Open im Achtelfinal verloren hatte, machte das Jubiläum noch etwas besonderer.
Damit räumten Schweizer Tennisprofis in Dubai innerhalb von sieben Tagen beide Turniere ab. Vor einer Woche hatte Belinda Bencic, mit der Federer Anfang Jahr den Hopman Cup in Perth geholt hatte, im Emirat überraschend und nach sechs abgewehrten Matchbällen in der 3. Runde das Frauenturnier gewonnen.
Gemeinsamer Siegerkuss beim Hopman Cup: Federer und Bencic. Bild: AP
Die Organisatoren in Dubai würdigten Federers neustes Kapitel Sportgeschichte mit einer kleinen, feinen Ehrung. In Dubai holte Federer acht seiner 100 Titel – den ersten 2003, drei Jahre nach Federers erstem Final (Niederlage in Marseille gegen Marc Rosset) und zwei Jahre nach dem ersten Turniersieg in Mailand.
Geht Federer davon aus, dass er den Rekord von Jimmy Connors noch egalisieren kann? Federer: «Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der alle Rekorde gebrochen werden. Für mich gilt das aber nicht. Meilensteine wie den heutigen zu setzen ist gewiss wunderschön. Aber was Jimmy mit 109 Titeln geleistet hat, ist unglaublich. Es ist nicht so, dass ich alle Rekorde brechen muss. Ich erfreue mich an meinen Erfolgen, und Connors darf sich auch noch lange freuen.» (ram/sda)
Video: watson