Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
South Korea's Chung Hyeon, left, is congratulated by Serbia's Novak Djokovic after winning their fourth round match at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Monday, Jan. 22, 2018. (AP Photo/Andy Brownbill)

Glückwunsch vom Champ: Chung (links) lässt sich von Djokovic gratulieren. Bild: AP

Bahn frei für Federer? Der mögliche Halbfinal-Gegner heisst Sandgren oder Chung

An den Australian Open kommt's zu einem Viertelfinal, mit dem garantiert keiner gerechnet hatte: Tennys Sandgren trifft auf Hyeon Chung. Einer der Sensations-Männer wird im Halbfinal auf Roger Federer treffen – sofern der sich gegen Tomas Berdych durchsetzt.



Wir wissen nicht, wie Roger Federer die überraschenden Resultate des Montags zur Kenntnis genommen hat. Er wird es ohnehin nie zugeben, aber man kann sich sehr gut vorstellen, dass dem Titelverteidiger in Melbourne ein Lächeln über die Lippen gehuscht ist.

abspielen

Sicher durch: die Highlights von Federers Sieg über Fucsovics. Video: YouTube/Australian Open TV

Denn Federers potenzieller Halbfinal-Gegner Novak Djokovic ist im Achtelfinal hängengeblieben, er unterlag dem Koreaner Hyeon Chung in drei Sätzen.

Nicht weniger überraschend: Tennys Sandgren setzte seinen Siegeszug fort; der Amerikaner warf nach Stan Wawrinka auch die Weltnummer 5 Dominic Thiem raus. Chung und Sandgren spielen den Halbfinalisten aus, der hoffentlich Roger Federers Gegner sein wird.

So kann man das auch sehen: Federers Weg in den Final der Australian Open.

Berdych ist wieder gesund und deshalb gefährlich

Doch bevor es zu diesem Duell kommt, muss der Schweizer am Mittwoch erst Tomas Berdych aus dem Weg räumen. 25 Mal haben sie schon gegeneinander gespielt, Federer führt klar mit 19:6 Siegen und er hat die letzten acht Begegnungen mit dem Tschechen alle für sich entschieden. Alles klar also? Nicht ganz.

abspielen

Die schönsten Punkte von Berdychs Sieg über Fognini. Video: YouTube/Australian Open TV

Zum einen ist der 32-jährige Berdych in Form: Fabio Fognini im Achtelfinal und Juan Martin del Potro in der Runde zuvor schlug er beide glatt in drei Sätzen, insgesamt gab er in diesen beiden Partien nur 17 Games ab. «Ich bin glücklich, dass ich wieder in Form bin», sagte Berdych. «Ich bin gesund, das macht den Unterschied.» Und andererseits geht trotz der 24 Begegnungen seither niemals die Erinnerung ans allererste Aufeinandertreffen vergessen: Als Berdych an den Olympischen Spielen 2004 in Athen den haushohen Favoriten Federer stoppte. Der Einzel-Olympiasieg ist bis heute der einzige nennenswerte Titel, den Federer nicht gewinnen konnte.

Umfrage

Setzt sich Roger Federer gegen Tomas Berdych durch?

847

  • Ja89%
  • Nein11%

Aussenseiter unter sich

Übersteht der «Maestro» die Hürde Berdych, so winkt den Tennis-Fans eine Wiederholung des letztjährigen Melbourne-Finals zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Denn bei allem Respekt vor den Aussenseitern Chung und Sandgren: Sie können nicht in jedem Spiel über sich hinauswachsen, selbst wenn sie in der Form ihres Lebens sind.

Der Tennis spielende Tennys Sandgren aus Tennessee ist das definitiv. Die Nummer 97 der Welt hat noch nie ein ATP-Turnier gewonnen und spielt zum ersten Mal überhaupt an den Australian Open. Doch erst liess Sandgren dem rekonvaleszenten Stan Wawrinka keine Chance, nun beendete er (nach einem Sieg über Maximilian Marterer) auch das Turnier von Dominic Thiem. In fünf Sätzen schlug er den Österreicher. «Ich kann fast nicht glauben, was hier gerade geschieht», sagte Sandgren, «aber vielleicht ist das ja wirklich kein Traum!»

abspielen

Die Highlights: Sandgren wirft Thiem raus. Video: YouTube/Australian Open TV

Die noch grössere Überraschung gelang nur wenig später Hyeon Chung. Der 21-jährige Koreaner, Sieger der «Next Gen Finals» im November, besiegte Novak Djokovic. Der sechsfache Australian-Open-Champion verlor in knapp dreieinhalb Stunden 6:7, 5:7 und 6:7. Was Chung zeigte, war oft ganz grosses Kino. «Er hat beeindruckend gespielt und war in den entscheidenden Momenten der bessere Spieler», anerkannte Djokovic.

abspielen

Die Highlights von Chungs Sieg über Djokovic. Video: YouTube/Australian Open TV

Djokovics dickes Lob

Noch ist Chung die Nummer 58 der Welt, aber gemäss seinem serbischen Gegner hat er das Zeug für die Top Ten. «Da habe ich keine Zweifel», sagte Djokovic. «Es liegt nun an ihm, wie weit nach vorne er es schaffen wird. Aber er hat alles, was dazu notwendig ist.» Er könne Chung gut leiden, so der Serbe weiter, «denn er ist ein harter Arbeiter, diszipliniert, ein netter Kerl, ruhig.»

«The Professor? Den Spitznamen mag ich.»

Hyeon Chung, der mit einer Brille spielt

Chung stiess als erster Koreaner überhaupt in einen Grand-Slam-Viertelfinal vor. Er wolle diesen Moment geniessen, sagte er nach dem Sieg über sein Idol, aber natürlich blickte er auch schon voraus. «Ich versuche einfach, in jedem Spiel voll konzentriert zu sein. Tennys Sandgren ist ein sehr guter Spieler, aber ich werde bereit sein. Unsere Situation ist wohl ziemlich ähnlich, wir stehen beide erstmals in einem grossen Viertelfinal.»

Umfrage

Zieht Roger Federer in den Final der Australian Open 2018 ein?

509

  • Ja89%
  • Nein11%

Nur für einen der beiden geht die fabelhafte Reise am anderen Ende der Welt noch weiter. Für eine Partie – oder gar für zwei? Ein Finaleinzug von Hyeon Chung oder Tennys Sandgren wäre die grösste Überraschung seit 2008, als Jo-Wilfried Tsonga es als bislang letzter ungesetzter Spieler in ein Grand-Slam-Endspiel schaffte (der Franzose verlor in Melbourne gegen Djokovic).

Das Final-Tableau

Bild

grafik: wikipedia

Die besten Bilder aus Melbourne

Die fünfjährige Jessica hört zum ersten Mal in ihrem Leben

abspielen

Video: srf

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bokl 22.01.2018 20:50
    Highlight Highlight Also wenn Chung so weiterspielt wie bisher, wird er mit TripleT Sandgren keine Mühe haben.

    Und auf Roger oder Thomas einfach ein koreanischer Djoker warten, der zwar offensiv noch Steigerungspotentioal hat, aber dafür 9 Jahre weniger auf dem Buckel hat...
  • Palatino 22.01.2018 19:36
    Highlight Highlight Es war ein grosser Spass, heute Chung zu beobachten. Mit verbessertem Aufschlag könnte er Dauergast in den Topten werden.
  • Luca Brasi 22.01.2018 17:39
    Highlight Highlight Schade wurde Carreño Busta nicht der Überraschungsmann des Turniers...😜
    • Ralf Meile 22.01.2018 17:42
      Highlight Highlight Na na na, keine faulen Sprüche, bitte! 😜 Er war jedenfalls wesentlich besser, als fast jeder vor dem Turnier behauptet hat. Einen Anteil vom Tippspiel-Jackpot sichert mir das aber leider nicht …
    • Luca Brasi 22.01.2018 17:52
      Highlight Highlight Sie haben ja noch das French Open, Herr Meile. 😜
  • Max Dick 22.01.2018 17:06
    Highlight Highlight Berdych war schon sehr sehr oft der Spielverderber - auch an Grandslams. Hat alles um Federer zu schlagen, wenn er einen guten Tag hat.
  • Couleur 22.01.2018 16:55
    Highlight Highlight "Der Tennis spielende Tennys Sandgren aus Tennessee ist das definitiv." Was soll er denn anderes tun als Tennys zu spielen ;-)

Zwei Turniersiege und ein Final

Federer und Co. in Hochform – diese 10 Grafiken illustrieren, was uns vor dem Australian Open beschäftigt

Zwei Turniersiege, eine Finalteilnahme: Roger Federer siegt in Brisbane, Stan Wawrinka in Chennai und Timea Bacsinsky scheitert in Guangdong erst im Final. Das weckt im Vorfeld des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres natürlich Begehrlichkeiten. Wir zeigen, wer vor dem Australian Open zum Favoritenkreis gehört – und wissen natürlich auch schon, was alles passieren wird, wenn Roger oder Stan in Melbourne triumphiert.

  

  

Artikel lesen
Link zum Artikel