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epa05299689 Italian rider Gianfranco Zilioli (L) of the Nippo - Vini Fantini team crashes during the fifth stage of the Giro d'Italia cycling race over 233km from Praia a Mare to Benevento, Italy, 11 May 2016.  EPA/CLAUDIO PERI

Velofahrer im Gebüsch: Ein Sturz am letztjährigen Giro. Bild: EPA/ANSA

Die Giro-Bosse knicken ein und kippen die Sonderwertung für Abfahrer

Prämien nicht nur für die besten Bergfahrer, sondern auch für die schnellsten Abfahrer. Diese Idee der Organisatoren des Giro d'Italia stiess auf breite Ablehnung. Weshalb die Sonderwertung schon vor dem Start zur 100. Austragung bereits Geschichte ist.



«Eine lebensgefährliche Idee, den besten Abfahrer des Giro auszuzeichnen. Ich hoffe, das ist ein Witz. Was ist mit der Sicherheit?», fragte der holländische Radprofi Wout Poels. Er steht mit seiner Meinung stellvertretend für die grosse Mehrheit seiner Berufskollegen und der Beobachter des Radsports. Auch in der nicht repräsentativen watson-Umfrage hielten es bloss sieben Prozent der Teilnehmenden für eine gute Idee.

Die Neuerung kam durchs Band derart schlecht an, dass sie die Organisatoren des Giro d'Italia wieder strichen. Das kündigte Mauro Vegni, der Chef der ausrichtenden Firma RCS Sport, an. Gegenüber Cyclingnews zeigte er sich enttäuscht über die Schärfe der Kritik. «Wir wollten bloss ein zusätzliches Klassement einführen und den Fans noch mehr Spannung bieten», sagte Vegni. «Leider verstanden einige Leute die Idee dahinter nicht und wieder andere benutzten das, um Theater zu machen.»

epa05336504 Italian rider of Astana Team Vincenzo Nibali receives the trophy from Giro director Mauro Vegni (R) after winning the Giro d'Italia 2016 cycling race following the 21st and last stage, Turin, Italy, 29 May 2016.  EPA/LUCA ZENNARO

Giro-Boss Mauro Vegni mit dem Gesamtsieger 2016, Vincenzo Nibali. Bild: EPA/ANSA

Die Daten gibt's trotzdem

Die Giro-Bosse entschieden sich daher dazu, keine Sonderwertung zu machen und keine Prämien zu vergeben. Vegni zufolge werden die Abfahrtszeiten der Fahrer dennoch erfasst und den Zuschauern zugänglich gemacht.

«Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Idee gut ist. Wir müssen an die Zukunft denken und die Rennen modern gestalten, denn die Fans wollen mehr und mehr über die Fahrer und ihre Leistung erfahren», so der 58-jährige Vegni. «Wir wollten die Athleten nicht dazu anspornen, mehr Risiken einzugehen. Vielmehr sollten auch einmal Fahrer im Rampenlicht stehen können, die sonst nur selten etwas gewinnen.»

Kurzer Abstecher ins Engadin

Geplant war, dass der jeweils schnellste von zehn Abfahrten eine Prämie von 500 Euro erhält. Dazu hätten Punkte verteilt werden sollen, und nach drei Wochen hätte sich der Gesamtsieger der Abfahrtswertung über 5000 Euro freuen dürfen.

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Die Route des Jubiläums-Giros. Video: YouTube/Giro d'Italia

Die 100. Austragung des Giro d'Italia beginnt am Freitag auf Sardinien. Auf der 16. Etappe macht der Tross einen Kurzabstecher in die Schweiz, wenn die Befahrung des Umbrail-Passes auf dem Programm steht. Die Schweizer Farben werden bei der Italien-Rundfahrt lediglich durch ein Trio vertreten: Steve Morabito und Sébastien Reichenbach von FDJ sowie Silvan Dillier vom BMC-Team.

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