Sport
WM-Qualifikation

Michal Probierz verlässt nach Streit mit Lewandowski die Nati

epa12166360 Head coach of Poland, Michal Probierz, attends a press conference, in Helsinki, Finland, 09 June 2025. Poland will play against Finland in a FIFA World Cup 2026 qualifiers match on 10 June ...
Michal Probierz verlässt die polnische Nationalmannschaft.Bild: keystone

Nach Streit mit Lewandowski: Polnischer Nationaltrainer tritt zurück

Torjäger Robert Lewandowski hat im Streit mit Michal Probierz seinen Rücktritt aus dem Team erklärt. Nun macht es ihm der Nationaltrainer nach.
12.06.2025, 10:0212.06.2025, 10:02
Kim Steinke / t-online
Ein Artikel von
t-online

Inmitten der WM-Qualifikation findet das Chaos in der polnischen Nationalmannschaft keine Ruhe: Nationaltrainer Michal Probierz hat seinen Rücktritt verkündet. Das teilte der polnische Verband am Donnerstag mit. «Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass in der gegenwärtigen Situation die beste Entscheidung zum Wohle der Nationalmannschaft mein Rücktritt vom Amt des Selektors ist», erklärte Probierz in einem Statement.

FILE - Poland's Robert Lewandowski, right, walks by Poland' head coach Michal Probierz, left, during a Group D match between Poland and Austria at the Euro 2024 soccer tournament in Berlin,  ...
Probierz und Robert Lewandowski haben sich verstritten.Bild: keystone

Und weiter: «Die Ausübung dieser Funktion war die Erfüllung meiner beruflichen Träume und die grösste Ehre in meinem Leben.» Probierz hatte das polnische Nationalteam im November 2023 übernommen. Zuvor entschied er sich dazu, dass Mittelfeldspieler Piotr Zieliński (Inter Mailand) künftig das Kapitänsamt in der Nationalmannschaft übernehmen werde – und nicht mehr Robert Lewandowski.

Der Torjäger vom FC Barcelona hatte das Kapitänsamt seit 2014 inne. «Der Trainer informierte Robert Lewandowski, die gesamte Mannschaft und den Trainerstab persönlich über seine Entscheidung», teilte der Verband dazu am Sonntag mit. Lewandowski kündigte daraufhin an, nicht mehr unter Probierz für Polen zu spielen.

Der Stürmer sei «überhaupt nicht vorbereitet» gewesen auf den Anruf, «ich habe gerade die Kinder ins Bett gebracht», sagte er im Interview mit «WP SportoweFakty»: «Das Gespräch dauerte ein paar Minuten.» Probierz habe sein «Vertrauen missbraucht», klagte Lewandowski.

Polen hatte ohne Lewandowski in der Qualifikation für die WM 2026 zuletzt überraschend mit 1:2 gegen Finnland verloren, nach drei Spielen liegt das Team in Gruppe G nur auf Platz drei. (riz/t-online)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Nationen sind für die WM 2026 qualifiziert
1 / 51
Diese Nationen sind für die WM 2026 qualifiziert

Gewinnt Deutschland zum 5. Mal den WM-Pokal? Es ist an der WM 2026 dabei – mit diesen 47 anderen Nationen.

quelle: keystone / matthias schrader
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Diesen Freistoss von Declan Rice musst du gesehen haben!
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Rassismus und Faschismus bei Spanien-Spiel – Lamine Yamal kritisiert Fans scharf
Lamine Yamal hat sich auf Instagram deutlich zu antimuslimischen Gesängen von spanischen Fans beim Testspiel vom Dienstagabend gegen Ägypten (0:0) geäussert. Diese seien «respektlos und inakzeptabel».
Bei der Partie im Stadion von Espanyol Barcelona waren während der ägyptischen Nationalhymne Buhrufe und Pfiffe zu hören. Und zwar nicht von einigen wenigen Zuschauerinnen und Zuschauern, wie es häufig vorkommt, «sondern von einem Gros des Stadions», wie der Spiegel schreibt. Danach sangen viele Fans im ganzen Stadion: «Wer nicht hüpft, der ist ein Muslim.»
Zur Story