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Viel Haut, viel Fun, viel Luxus: Mit diesen Bildern wurde das Fyre Festival beworben. bild: screenshot youtube

Es hätte das Luxus-Festival des Jahrhunderts werden sollen – und endete katastrophal

Das «Fyre Festival» war als Coachella für die Superreichen angekündigt. Mitten auf den Bahamas, der perfekte Ort für die perfekten Selfies – doch die Erwartungen der reichen Gäste wurden alles andere als erfüllt. Sie fanden sich im kompletten Chaos wieder, umgeben von Dieben und kaputten Zelten.



Für die Luxusparty auf den Bahamas musste man tief in die Tasche greifen: Ein Ticket kostete 1000 Dollar und mehr. Dafür winkten Bands wie Major Lazer oder Skepta und Gourmetköche. Supermodels wie Kendall Jenner oder Emily Ratajkowski versprachen die «Festival-Erfahrung des Jahrhunderts». 

Mit diesem Video wurde für das «Fyre Festival» geworben

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Video: YouTube/Fyre Festival

Auf der Insel angekommen fanden sich die Gäste aber auf dem harten Boden der Realität wieder – denn auf dem Festivalgelände bot sich ihnen der Blick auf ein blankes Chaos.

Die Zelte, in denen die Gäste übernachten sollten, waren eingestürzt. Dazwischen lagen Bettler und streunende Hunde. Diebe lauerten den Besuchern auf, um ihr Gepäck zu stehlen. Und zu essen gab es ranzigen Toast mit Käse lieblos in eine Pappschachtel geklatscht – jenseits der Vorstellung von Gourmetmenüs.

Kaputte Zelte und ranziger Toast – das war das Fyre Festival 2017.

Die Veranstalter

Organisiert wurde das ganze Desaster vom Rapper Ja Rule zusammen mit dem amerikanischen Tech-Unternehmer Billy McFarland. Ja Rule entschuldigte sich unterdessen bereits über Twitter. «Ich bin untröstlich. Ich wollte, dass das ein toller Event wird. Es war kein Betrug, wie jetzt alle berichten!», schrieb Ja Rule in seinem Statement. 

Misswirtschaft und Geldprobleme

Laut einem offiziellen Statement der Veranstalter sei die Infrastruktur nicht rechtzeitig fertig geworden, aus Gründen, die sich «ihrer Kontrolle entziehen». Andere Quellen, darunter das Wall Street Journal, berichten von zu spät gezahlten Rechnungen und Misswirtschaft. Die Band Blink 182 sagte ihren Gig kurzfristig ab – aus Angst, dass sie nicht die richtige Infrastruktur für ihren Auftritt hätten. 

Einige Festivalbesucher harren noch immer auf den Bahamas aus – vielleicht mit der winzigen Hoffnung, doch noch ein paar gelungene Selfies auf den sozialen Kanälen posten zu können. (ohe)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Rückbauer 01.07.2017 13:27
    Highlight Highlight Wunderbar, zockt sie ab, verarscht sie. Die Bahamas sind (neben einzelnen Bundesstaaten wie Delaware, Nevada, Florida) die offizielle Steueroase für Steuerhinterzieher aus den USA und allen anderen, die vorher in der Schweiz, in Luxemburg, Monaco, Andorra, Liechtenstein etc. waren.
  • Eljham 30.04.2017 14:14
    Highlight Highlight @Stichelei, auch wenn dus nicht wahrhaben willst. Die grossen Vermögen werden heute nicht erarbeitet, sondern am Kapitalmarkt erspekuliert. Da kannst du noch so lange deine neoliberale Mär erzählen, wahrer wird sie nicht.
  • Blitzableiter 30.04.2017 11:23
    Highlight Highlight Ein Ticket für 1000.- oder mehr. Die werdens ja wohl verkraften. Schadenfreude ist nicht nötig aber wohl normal. Für das womit die Veranstalter geworben haben. Dekadenz.
  • Stichelei 30.04.2017 04:53
    Highlight Highlight Die Neidkultur bei den watson-Lesern feiert, leider wie schon so oft, Urständ. Ob ihr's glaubt oder nicht: Nicht alle Leute, die Geld besitzen, haben das geerbt oder andere Leute darum betrogen. Eine ganze Menge dieser Leute arbeitet wirklich hart, und zwar nicht einfach von 8 bis 5 an fünf Tagen in der Woche. Viele sind, wenn ihr bereits beim Feierabendbier am Stammtisch über sie ablästert, noch bei der Arbeit. Schadenfreude ist einfach eine billige Art, sich einzureden, man sei halt doch immer besser als die anderen.
    • LeChef 30.04.2017 10:52
      Highlight Highlight Bin schon deiner Meinung. Aber die Leute, die du meinst, sind definitiv nicht das Publikum, das an einem solchen Festival anzutreffen wäre ;))
    • Zappenduster 30.04.2017 11:25
      Highlight Highlight Stell dir vor, Eine ganze menge Leute arbeitet wirklich hart und zwar nicht einfach von 8 bis 5 an fünf Tagen die Woche. Trotzdem ist am Ende des Tages immmer weniger auf dem Konto und mit dem einzug der angelsächsischen Anstellungskultur weiss man auch nicht mehr ob man die Woche drauf noch die selbe Arbeit hat.

      Die Rahmenbediengungen für Topverdiener werden immer besser während die Bediengungen für den " Pöbel" immer schlechter werden.

      Und jetzt kommst du und verkündest hier die Neidkultur. Wenn das so weitergeht wird dir die "Neidkultur" um die Ohren fliegen!
    • KING FELIX 30.04.2017 13:06
      Highlight Highlight Das die reichen und überbezahlten das gefühl haben, sie hätten ihren mammon mit harter ehrlicher arbeit, vom ledersessel aus hinter ihrem mahagoni tisch im 20 stockwerk mit blick auf den zürisee, wirklich verdient. Das sie härter arbeiten als sagen wir mal eine pflegehelferin in einem altenheim, mit 3500 fr bei 100%. Das ist auch nichts neues. Das diese leute die kindererziehung und ihre wäsche auch noch selber machen....
      Sie sind blind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Robi14 30.04.2017 00:27
    Highlight Highlight Des Jahrhunderts? Seriously?
  • stamm 29.04.2017 23:11
    Highlight Highlight Ob Luxusangebot oder nicht. Ganz einfach eine riesen verdammte Frechheit. Aber schmunzeln muss ich trotzdem. Nur schade für andere Veranstalter, welche sowas seriös aufziehen möchten.
  • Lorenz Killerlux 29.04.2017 21:27
    Highlight Highlight Yep find ich gut - welcome to the real World !!!!
  • URSS 29.04.2017 18:14
    Highlight Highlight Vielleicht tun sie einmal etwas nicht nur für sich... und retten einen streunenden verfilzten Strassenhund...
  • Pius C. Bünzli 29.04.2017 17:24
    Highlight Highlight haHAA
  • Karl33 29.04.2017 17:08
    Highlight Highlight All diese jungen reichen Menschen, die ihren Reichtum mit harter Leistung erarbeitet haben, hätten jetzt schon mal eine Auszeit gebrauchen können zur Erholung.
  • scotchandsoda 29.04.2017 16:05
    Highlight Highlight Mein Mitleid mit den Geprellten hält sich in Grenzen...
    • Alnothur 29.04.2017 18:36
      Highlight Highlight Ich wünsche dir, dass du auch mal geprellt wirst.
  • Gary Poor 29.04.2017 16:05
    Highlight Highlight Lustige Geschichte, selber schuld. Open Air Festivals und Luxus passen doch eh nicht zusammen. Zu meiner Zeit gings noch um Musik und Party. Genug Gras und Bier, dann schläft man überall luxuriös.
  • Mnemonic 29.04.2017 15:38
    Highlight Highlight :-D :-D :-D
  • Mia_san_mia 29.04.2017 15:18
    Highlight Highlight Ja Rule gibts also noch 😊
  • sambeat 29.04.2017 15:12
    Highlight Highlight Ich bin ja sonst kein Ahnhänger der Schadenfreude, aber diesmal höhöhö :D
  • Toerpe Zwerg 29.04.2017 14:46
    Highlight Highlight Das Werbefilmchen ist horror. Modelbabes. Und? Hätten die inklusive sein sollen?
  • The fine Laird 29.04.2017 14:43
    Highlight Highlight Das Kommentarfeld darf nicht leer sein
    Benutzer Bild
  • Micha Moser 29.04.2017 14:34
    Highlight Highlight Damit hat Ja Rule den oberen 1% mehr gesschadet als es Trump oder sonstwer könnte, wirklich ziemlich witzig das ganze
  • Raembe 29.04.2017 14:19
    Highlight Highlight Ja Rule gibts noch?
    • Hierundjetzt 29.04.2017 16:18
      Highlight Highlight ...nur auf den Bahamas
    • Raembe 29.04.2017 17:08
      Highlight Highlight Nachdem ihn Eminem in "The Warning" so fertig gemacht hat, versteh ich den Fluchtversuch.

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