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A Volkswagen logo is pictured in front of a company building in Wolfsburg, Germany, Friday, April 13, 2018. (AP Photo/Michael Sohn)

 Der Volkswagenkonzern brachte über zehn Millionen Autos mit einer unzulässigen Software in den Umlauf. Bild: AP/AP

VW muss in der Dieselaffäre eine Milliarde Euro Bussgeld zahlen



Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Volkswagen in der Dieselaffäre ein Bussgeld in Höhe von einer Milliarde Euro aufgebrummt. Es handle sich um eine der höchsten Geldbussen, die jemals in Deutschland einem Unternehmen auferlegt worden seien, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Die Ermittler sehen es demnach als erwiesen an, dass bei VW Aufsichtspflichten verletzt worden seien. Der Konzern habe die Geldbusse akzeptiert. «Volkswagen bekennt sich damit zu seiner Verantwortung für die Dieselkrise und sieht darin einen weiteren wesentlichen Schritt zu ihrer Bewältigung», erklärte Konzernchef Herbert Diess. Um das Vertrauen in das Unternehmen und die Branche Stück für Stück wiederherzustellen, seien weitere Schritte notwendig.

«Wir arbeiten mit Nachdruck an der Aufarbeitung unserer Vergangenheit», betonte Diess. Der Konzern teilte weiter mit, durch den Bussgeldbescheid werde das gegen Volkswagen laufende Ordnungswidrigkeitenverfahren beendet.

VW gehe davon aus, dass dies «auch erhebliche positive Auswirkungen» auf weitere in Europa gegen die Volkswagen AG und ihre Konzerngesellschaften geführte Verfahren haben werde. Für VW hat die Dieselaffäre auf mehreren Ebenen ein juristisches Nachspiel.

Weitere Klagen

Von der Entscheidung unberührt bleiben der Staatsanwaltschaft zufolge sowohl die bei den Gerichten anhängigen zivilrechtlichen Verfahren, etwa die Klagen der Autokäufer, als auch die in Braunschweig weiter geführten strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen derzeit insgesamt 49 Personen.

Die für den benachbarten VW-Hauptstandort Wolfsburg zuständigen Ermittler in Braunschweig sahen es laut der Mitteilung des Autobauers als erwiesen an, dass die Aufsichtsverletzungen mit dazu beigetragen haben, dass von Mitte 2007 bis 2015 insgesamt weltweit fast elf Millionen Dieselfahrzeuge mit einer unzulässigen Softwarefunktion verkauft wurden.

Fünf Millionen Euro des Bussgeldes entsprechen laut dem Autobauer dem gesetzlichen Höchstmass einer Ahndung, 995 Millionen Euro beziehen sich auf wirtschaftliche Vorteile, die VW durch sein Vorgehen erzielt haben soll.

Ein VW-Sprecher erklärte, der Konzernvorstand habe wegen des Bussgeldes in Sachen Dieselaffäre getagt. Auch der Aufsichtsrat sei eingeschaltet worden. Bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal am 1. August werde sich Volkswagen zu den Auswirkungen des Bussgeldes auf den Ausblick des Unternehmens äussern. (cma/awp/sda/dpa)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • B. Bakker 14.06.2018 01:34
    Highlight Highlight Der Schaden beläuft sich also auf 1 Milliarde genau? 🤔
    Klingt für mich eher nach „Wir wissen beide, der Schaden ist eigentlich viel höher, aber es ist so eine schöne exemplarische Zahl“ 🤷🏼‍♂️
  • Caturix 13.06.2018 21:22
    Highlight Highlight Der einzige der wircklich geschädigt wurde ist der Planet sonnst keiner. Und da VW nicht der einzige Konszern war der geschumelt hat hoffe ich das die anderen auch gebüsst werden. Das geld gehört in den Umweltschutz.
  • Kommentiert 13.06.2018 20:29
    Highlight Highlight 1 Milliarde ist ja nichts für einen Konzern wie VW. Hätte mir mehr erhofft.
  • Posersalami 13.06.2018 20:12
    Highlight Highlight "Der Autobauer kündigte an, gegen die Geldbusse keine Rechtsmittel einlegen zu wollen."

    Dann war die 1mia € zu wenig.

    Was ist mit den 995mio €? Ist das eine Busse oder ein Schadenersatz? Weil den könnte Wolfsburg nämlich unter Umständen von der Steuer absetzen :D Ob die darum keinen Einspruch einlegen?
  • Black Cat in a Sink 13.06.2018 19:51
    Highlight Highlight Lächerlich! Die Amerikaner haben knapp 20 x mehr gebüsst und VW musste alle Karren zurück nehmen! Und bei uns? Einfach lächerlich!
  • Sloping 13.06.2018 19:08
    Highlight Highlight 2017 erzielte VW einen Jahresgewinn von 11.4 Mrd. Von dem her ist dieser Betrag lächerlich. Gerade wenn man nicht nur die direkt betroffenen VW Kunden sondern an alle anderen Fahrzeughalter mit einem Dieselmotor denkt, dessen Werte aufgrund dieser Schummeleien massiv gesunken sind.

    Und mit Geld kann man sich wie es scheint sämtlicher Verantwortung entledigen:

    «Volkswagen akzeptiert das Bussgeld und bekennt sich damit zu seiner Verantwortung»
  • ARoq 13.06.2018 19:02
    Highlight Highlight Schnäppchen. Nicht mal 100€ pro Auto. Eine funktionierende Abgasreinigung wäre wohl teurer gewesen.
  • Denken hilft 13.06.2018 18:19
    Highlight Highlight Peanuts
  • w'ever 13.06.2018 18:12
    Highlight Highlight evt bin ich ein wenig voreilig, aber wem muss VW die Milliarde abdrücken?
    • dä dingsbums 13.06.2018 20:50
      Highlight Highlight Ich schätze alle Bussen gehen den selben Weg: Staatskasse.
    • w'ever 13.06.2018 23:54
      Highlight Highlight also kann man dass so verstehen.
      VW drückt dem staat die milliarde ab. der staat wiederum macht dann vermutlich VW ein wenig versteckte zugeständnisse mit weniger steuern und anderem, damit die arbeitsplätze und der konzern als steuerzahler erhalten bleibt.
      und am schluss ist der bund und der VW konzern zufrieden.
      nur der privatkäufer bleibt auf den leeren/falschen versprechungen sitzen.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 13.06.2018 18:07
    Highlight Highlight Hardwareupgrade auf Kosten von VW und den berwachungsbehörden!
    • m. benedetti 13.06.2018 19:41
      Highlight Highlight Das würde wohl definitiv mehr als eine Milliarde kosten. Die Zeit der Dreckschleudern ist sowieso bald abgelaufen. Je schneller die deutschen Autobauer das begreifen, desto kleiner wird der Schock werden. Momentan lobbyieren sie zwar noch wie verrückt für ihre fossil betriebenen Aggregate, diese werden jedoch bald aussterben.
    • Matti_St 13.06.2018 22:55
      Highlight Highlight Wenn ich richtig informiert bin, Kosten die Umrüstung europaweit 11 Milliarden. So viel wie der Gewinn 2017. Ein guter Konsumentenschutz sieht anders aus.

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