Wirtschaft
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Credit Suisse macht 244 Millionen Gewinn – richtig beeindruckend ist aber etwas anderes



Die Credit Suisse schreibt im dritten Quartal einen Gewinn von 244 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das eine deutliche Steigerung. Grund dafür sind jedoch vor allem geringere Verluste in Geschäften, die die Grossbank nicht mehr weiterführen will.

Mit einem Konzerngewinn von 244 Millionen Franken kann die Credit Suisse zwar noch lange nicht an die Ergebnisse in der Ära von Ex-Chef Brady Dougan anschliessen. Doch die Grossbank hat damit die Aufwärtsbewegung der letzten Quartale bestätigt. 

Richtig beeindruckt hat uns aber die Medienmitteilung der Grossbank. In solchen findet sich meist ein Zitat des CEO. So auch bei der CS. Tidjane Thiam hatte richtig viel zu sagen: Sein Zitat ist eine gesamte A4-Seite lang.

Tidjane Thiam, CEO of Swiss bank Credit Suisse, speaks during a press conference in Zurich, Switzerland, Wednesday, October 21, 2015. Credit Suisse CEO Tidjane Thiam hinted at a wave of job cuts at the Swiss bank, after unveiling disappointing third-quarter profits and informs about various measures to slash spiralling costs. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bessere Zahlen für CS-CEO Tidjane Thiam.  Bild: KEYSTONE

Wir ziehen den Hut und belohnen seinen Fleiss mit einer ungekürzten Wiedergabe. Wer bis zum Schluss durchhält, darf sich danach ein schönes Video anschauen:

«Our 3Q17 results demonstrate the progress we are making in creating positive operating leverage with Group adjusted* pre-tax income up 90% year on year and driving significantly higher profitability across the Group.

While the outlook for global economic growth has continued to improve, uncertain geopolitical developments, central bank policies and the magnitude and timing of reforms in the US, as well as historically low levels of volatility, have impacted client activity levels, which remained muted. In addition, activity levels in the third quarter of 2016 were unusually strong due to the combination of the effects of Brexit and the US elections.

Our third quarter revenue performance was resilient, with Core adjusted* net revenues from our operating businesses up 0.2%, costs9 down 5% and adjusted* pre-tax income up 30%, all on a year-on-year basis. Group adjusted* net revenues were 2% lower year on year, impacted by USD 95 million of lower revenues from the SRU as we accelerate the wind-down of our non-core division. In a tough quarter, we have maintained our strong operating leverage, with Group adjusted* pre-tax income up 90% year on year. At 9M17, Group adjusted* net revenues are up 6%, and Group adjusted* total operating expenses are down 6% year on year.

In a challenging context, our wealth management connected activities10 had a very strong quarter alongside resilient performance in GM and IBCM. These results further emphasize the value of our diversified franchise.

In our wealth management related businesses10, we have achieved a step change in profitability with adjusted* net revenue2 growth of 9% year on year and adjusted* pre-tax income2 of CHF 1 billion, up 30% year on year, illustrating the power of positive operating leverage in wealth management. Our emerging markets focused businesses of APAC and IWM delivered an exceptionally strong quarter with combined asset inflows of CHF 9.4 billion11. Adjusted* pre-tax income for APAC WM&C and IWM at the nine-month stage is at or above the full year 2016 result for both divisions. Assets under management1 grew 12% year on year to a record CHF 751 billion. We generated CHF 10.4 billion of net asset inflows1 during 3Q17 and over CHF 33 billion in 9M17, representing an annualized growth rate of 7%, notwithstanding our higher asset base. In Switzerland, we recorded our seventh consecutive quarter of year-on-year profitable12 growth and generated positive net asset inflows in Private Clients. Across SUB, IWM and APAC, we are delivering on our strategy with a balanced approach to wealth management between mature and emerging markets, while growing recurring commissions and fees.

Our GM and IBCM franchises both held up well in a seasonally tougher quarter and delivered resilient results.

We have maintained our relentless focus on costs, with approximately CHF 400 million of additional savings in 3Q17 and CHF 1 billion in 9M17. We are confident in ending 2017 below our CHF 18.5 billion cost target.

We maintained our strong capital position with a look-through CET1 ratio of 13.2% while absorbing 26 bps from an operational risk RWA add-on, primarily in respect of our RMBS settlements. Importantly, in the seventh quarter of our restructuring, we were able to generate capital organically, accreting approximately CHF 400 million on a look-through basis and ending the quarter with CHF 34.9 billion of look-through CET1 capital.

As we move through the final quarter of the year, our teams remain focused on serving our clients and on the continued disciplined execution of our strategy. Despite the anticipated seasonal impact on our marketsensitive activities, we are seeing the benefits of a number of key decisions we have taken to capture the wealth management opportunity. We believe client demand for the solutions we provide across wealth management and investment banking will remain strong going forward.»

 Wahnsinn. Mit Dank an Katharina Bart für die Inspiration.  (sda/mlu)

So war es damals mit dem Ersten Geldautomat der Schweiz

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • dracului 02.11.2017 12:31
    Highlight Highlight Ich übesetz mal in Volkssprache: Das Business ist hart und wir tun weiterhin alles für Geld. 1‘000M wurden bisher im 2017 gespart, das Jahreskostenziel von 18500M kann gehalten werden. Allein im Q3 wurden 400M gespart, wovon 244M als Gewinn ausgewiesen werden. Mit speziellem Dank an alle Schweizer, die seit diesem Jahr einem indischen Arbeitsvertrag zugestimmt haben!
  • Dubio 02.11.2017 10:09
    Highlight Highlight Mein Bullshit-Alarm dreht grad im roten Bereich, ich glaub, der crasht sogar noch...
  • pamayer 02.11.2017 10:02
    Highlight Highlight viel gewinn... wie ist das möglich?! alles steueroptimierungen (fahren sozialstaat und service public an die wand), profite aus 'billiglohnländern', (generiert garantiert keine flüchtlinge), investieren in waffengeschäfte (tötet 100% niemanden, unterstützt sicher keine diktatur), investieren in fracking und akws (erhält unseren planeten länger lebenswert).

    bravo bravo bravo und schönen dank auch noch.
    deine nachkommen, welche gerne in einer friedlichen, intakten welt leben möchten.
  • c_meier 02.11.2017 09:10
    Highlight Highlight Zusammengefasst über 1 A4-Seite wir haben mehr verdient, mehr verdient, wir sind die grössten.
    Aber bei den Dividenten oder mehr Steuern gibt's dann wohl nur 1 Satz, dass es nicht mehr gibt...
  • N. Y. P. D. 02.11.2017 08:56
    Highlight Highlight Our 3Q17 results demonstrate the progress we are making in creating positive operating leverage with Group adjusted* pre-tax income up 90% year on year and driving significantly higher profitability across the Group.

    DAS ist der erste Satz. Ich kriege gerade Gänsehaut, so ergriffen bin ich. Das man so lange Sätze bilden kann, hielt ich nicht für möglich.

    Vermutlich hatte Herr Tidjane Thiam eine ziemliche Beule, als er sein Zitat vor Veröffentlichung nochmals gegengelesen hat.
  • Nuka Cola 02.11.2017 08:30
    Highlight Highlight Meine Vorträge sind lang, meine Powerpoints schier unendlich, meine Dossiers 4 mal so dick wie vorgegeben, aber bei allem Respekt, und Verständnis für ungekürzte Wiedergabe, dass ist jetzt schon derbe übertrieben.
    Ich mein selbst ich kriegs hin, mich bei Zitaten auf 4 Zeilen zu fokussieren. Und ich hab keinen Millionenboni, ich hab allerhöchstens nen Notenboni.
  • Madison Pierce 02.11.2017 08:23
    Highlight Highlight Der Schreibstil erinnert an die Jahresberichte der UBS. Der Teil, in dem erklärt wird, weshalb es wieder keine höhere Dividende gibt. "Negativer Erfolg" (Verlust), "juristische Herausforderungen" (Strafverfahren wegen allen möglichen Delikten)...
    • Nuka Cola 02.11.2017 09:04
      Highlight Highlight Ach, das ist normal so, so wird in der Wirtschaft allgemein gesprochen.
      Selbst in den Lehrbüchern schreibt man von Erfolg, bei negativen Ergebnissen.

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