Wirtschaft
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Philipp Löpfe

Watson-Autor Philipp Löpfe empfiehlt die Sachbücher für die Sommerferien.
bild: Klaus Hug.

Bücher sind die neuen Prestigesymbole – und diese müsst ihr lesen!

Bill Gates trägt eine Zehn-Dollar-Uhr, Warren Buffett spielt nicht Golf: Die Superreichen stehen jetzt auf superkluge Bücher.



In Zeiten, in denen die Chefs 20 Mal so viel verdienten wie ihre Angestellten, stellten sie ihren Reichtum auch zur Schau. Sie trugen Luxusuhren, fuhren teure Autos und verbrachten ihre Freizeit auf dem Golfplatz. In Zeiten, in denen Chefs 300 Mal so viel verdienen wie ihre Angestellten, ist Protzen nicht mehr angesagt. «Demonstratives Konsumieren ist nicht nur vulgär geworden, sondern eine PR-Katastrophe», schreibt Lucy Kellaway, Management-Expertin bei der «Financial Times».

«Am besten ist ein Mix aus Geschichte, Technik und Biografien.»

Lucy Kellaway, Financial Times

Superreiche machen neuerdings auf Understatement. Bill Gates soll eine Zehn-Dollar-Uhr tragen, der Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, eine Swatch und der legendäre Investor Warren Buffett pflegt zu scherzen, dass er erst nach seinem 100. Geburtstag mit dem Golfen anfangen werde.

In diesem Umfeld sind Bücher das ideale Prestigeobjekt geworden. Sie sind billig, und Lesen soll bekanntlich bilden. Doch Buch ist nicht gleich Buch. Wer mit einem Krimi von John Grisham oder von Donna Leon in die Ferien verreist, sieht alt aus. «Die Bücher müssen kürzlich erschienen sein», rät Kellaway. «Am besten ist ein Mix aus Geschichte, Technik und Biografien. Ein Roman ist ebenfalls okay, solange er nicht zu obskur ist.» Hier eine kleine Auswahl:  

Geschichte

«SPQR» heisst der Wälzer, den die Cambridge-Historikerin Mary Beard kürzlich veröffentlich hat. Die Abkürzung steht für Senatus PopulusQue Romanus und das Buch ist eine super spannend geschriebene Geschichte des Römischen Reiches. Wer auf den Protzfaktor setzt, kann etwa den Anfang von Ciceros legendärer Rede gegen seinen Widersacher Catilina memorieren («Wie lange gedenkt Catilina noch, unsere Geduld zu missbrauchen?»).

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Wer aus der Geschichte lernen will, wird erstaunt und erschreckt sein, wie viele Ähnlichkeiten es zwischen der dekadenten römischen Republik und der modernen Demokratie leider gibt.  

Im 19. Jahrhundert spielt «Phantom Terror», ein Buch des polnisch-britischen Historikers Adam Zamoyski. Er hat mit «1812» den desaströsen Russlandfeldzug Napoleons meisterhaft beschrieben und in «1815» die Intrigen und Liebschaften des Fürsten von Metternich am Wiener Kongress im Detail nacherzählt.

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In «Phantom Terror» weist Zamoyski nach, dass im Europa des 19. Jahrhunderts die Polizei keineswegs entstanden war, um böse Diebe zu fangen, sondern um politische Umstürze zu verhindern. Der nach der französischen Revolution zutiefst verunsicherte reaktionäre Adel sah in allem und jedem eine Verschwörung, die es niederzuschlagen galt. Auch hier eine deprimierende Erkenntnis: Um Menschen zu überwachen, braucht es keine NSA.

«The Rise and Fall of American Growth» von Robert J. Gordon ist das Trendbuch des Jahres und eine Art Nachfolger von  Thomas Pikettys «Das Kapital des 21. Jahrhunderts».

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Der Ökonom und Wirtschaftshistoriker vertritt darin die These, dass die wesentlichen Erfindungen, die zum Wohlstand im Westen geführt haben, zwischen 1870 und dem Zweiten Weltkrieg erfolgt sind. Elektrischer Strom, Verbrennungsmotor, Waschmaschine und sanitäre Anlagen haben in den Industrieländern ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Auf eine Fortsetzung könnten wir nicht hoffen, so Gordon. Diese Dinge seien einmalig gewesen und würden sich nicht wiederholen lassen. Bad News für alle Anhänger der digitalen Revolution.

Technik

Alle reden von künstlicher Intelligenz. «Machines of Loving Grace» von John Markoff ist das ideale Buch für alle Laien, die sich endlich auf diesem Gebiet schlau machen wollen.

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Als Journalist für die «New York Times» verfolgt Markoff die Szene seit Jahrzehnten. Er zeigt nicht nur auf, wie die einzelnen Fraktionen der künstlichen Welt entstanden sind und was sie voneinander unterscheidet, er tut dies verständlich und ohne jeden Hype.

In «Reclaiming Conversation» von Sherry Turkle geht es darum, wie Smartphone und soziale Medien das Verhalten von Teenagern beeinflussen. Ebenfalls seit Jahrzehnten erforscht Turkle als Psychologin am MIT die Beziehung von Mensch und Technik.

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Sie kommt dabei zu eher deprimierenden Schlüssen. In ausführlichen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern macht Turkle klar, dass Teenager ihr Smartphone nicht zum Telefonieren, sondern zum Texten brauchen. Auf diese Weise behalten sie stets die Kontrolle. Sie verlieren dabei aber die Essenz menschlicher Beziehungen, die Empathie.  

Biografie

Hier gibt es nur einen Kandidaten: «Elon Musk» von Ashlee Vance. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst tun (es ist auch auf deutsch erhältlich). Musk wird heute bereits mit Henry Ford oder Steve Jobs verglichen, und das zu Recht.

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Mit Tesla, SpaceX und SolarCity mischt er die mächtigsten Branchen und Konzerne auf und zwingt sie zum Umdenken. Vance macht dabei nicht auf Heldenverehrung – als Mensch kann Musk ein ziemliches Arschloch sein –, sondern er zeigt, dass es sehr spezielle Fähigkeiten braucht, um eine solche Leistung zu vollbringen.  

Romane

Okay, «Secondhand-Zeit» von Swetlana Alexijewitsch ist kein Roman im herkömmlichen Sinne. Aber immerhin hat sie den Literaturnobelpreis 2015 gewonnen, wir können also mit gutem Gewissen ein Auge zudrücken.

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Alexijewitsch hat mit hunderten von Russen Interviews geführt. Dabei hat sie über die Erfahrungen der normalen Bürgerinnen und Bürger in der Sowjetunion, über Stalin und den Zweiten Weltkrieg, über die wilden Neunzigerjahre und das neue Putin-Regime gesprochen. Dabei wird allmählich klar, was für Traumata diese Menschen verarbeiten mussten und immer noch müssen. «Secondhand-Zeit» trägt mehr zum Verständnis des modernen Russlands bei als die meisten schlauen Polit-Analysen.

Bonus Track

Jane Mayers Buch «Dark Money». Die Journalistin des «New Yorker» verfolgt darin den Aufstieg der neuen Rechten in den USA und zeigt auf, was für einen Einfluss Milliardäre wie die Koch-Brüder auf die amerikanische Politik haben.

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Einflussreiche Denkfabriken wie die Heritage Foundation oder das American Enterprise Institute, aber auch Hochschulen wie die George Mason University werden von ihnen gesponsort mit dem klaren Auftrag, neoliberales und libertäres Gedankengut zu fördern. Auch die republikanische Partei war mehr oder weniger von den Milliardären gekauft – dann kam Trump. Aber das ist eine andere Geschichte.

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • weisse Giraffe 31.07.2016 12:40
    Highlight Highlight Das Gegenstück zu Robert Gordon könnte man auch noch erwähnen: Brynijolfsson/McAfee - The Second Machine Age.

    Und weil "disruptiv" gerade das neuste kolossal missverstandene Buzzword ist, der Klassiker: Christensen - The Innovator's Dilemma.
  • shubeedoo 31.07.2016 11:42
    Highlight Highlight Irgendwie bizarr, dass sich hier ein paar über Büchervorschläge empören... Danke für die Liste! Besonders die historischen Bücher interessieren mich. Für die nächste Liste würde ich es toll finden, wenn mehrere Watson Mitarbeiter ihre Vorschläge abgeben würden :)
  • Scaros_2 30.07.2016 23:46
    Highlight Highlight Diese plätze müsst ihr 2016 sehen und dazu diesen passenden drink konsumieren und nebenbei diese 5 gerichte essen und bitte noch den passenden modetrend und frisur. Nicht zu vergessen das man auf jedenfall noch <insert schwachsinn> testen muss und auf der Reise diese 10 bücher lesen.

    Sind wir wirklich schon so fremdgesteuert? Ja!! Und wirklich ich habe das so satt mit dem vorschreiben. Ich finde es schrecklich und weil wir beim vorschreiben sind es gibt nur 1 buch das im 2016 pflicht ist

    BURGER UNSER!

    Bestes kochbuch seit ewigkeiten aber nix für hippsterveganer
  • Spooky 30.07.2016 23:38
    Highlight Highlight Super! Die Lesetipps sind super! Sowieso, Hauptsache: Lesen!

    Darf ich auch einen Vorschlag machen?
    Nicht?
    Aha, doch.
    Okay. Hier ist mein Vorschlag:
    Knut Hamsun, das Gesamtwerk

    (Knut Hamsun ist übrigens der beste Dichter aller Zeiten.)
    (Haben Henry Miller und Charles Bukowski behauptet.)
    (Okay, schon gut, ich weiss, ich bin ein bisschen "out of time".)
  • Hustler 30.07.2016 18:28
    Highlight Highlight In einer Welt in der Bücher als Statussymbol gelten, will ich nicht leben.
    • dä dingsbums 30.07.2016 23:02
      Highlight Highlight Welches Statussymbol wäre für Dich besser?
    • Tobi-wan 30.07.2016 23:35
      Highlight Highlight Vielleicht ein Heckspoiler?
    • dä dingsbums 30.07.2016 23:45
      Highlight Highlight In einer Welt der Kleinkredite, taugen da Autos (oder Teile davon) überhaupt noch als Statussymbol?

  • Randen 30.07.2016 18:06
    Highlight Highlight Ja! SPQR und the rise and fall of dingsbums habe ich schon gelesen bevor ich wusste dass man dann prestischös oder so ist.
  • Eljham 30.07.2016 16:17
    Highlight Highlight Lucy von Financial Times war wenigstens konsequent. Wenn Sie ihren Beitrag mit dem Prestige der oberen 10'000 beginnt, bringt sie folgerichtig einen Link zu einer Umfrage unter 14 CEOs, welche Bücher die empfehlen können. Und diese CEOs empfehlen einen Mix aus Technik, Geschichte und Biografien.
    http://www.ft.com/cms/s/0/13b8f34a-4f2d-11e6-88c5-db83e98a590a.html

    Andererseits: Welche vernünftige und intelligente Person liest schon Bücher wegen des Prestiges? Meiner Ansicht nach gibt es relevantere Auswahlkriterien für Bücher als das Prestigedenken von CEOs.
    • Eljham 30.07.2016 16:33
      Highlight Highlight Sorry, Link geht ev. nicht.
      Der Originalartikel von Lucy heisst "Holidaying CEOs flaunt latest way to brag", Google findet ihn.
  • Stachanowist 30.07.2016 15:57
    Highlight Highlight "Bücher sind die neuen Prestigesymbole"

    Da hat Watson mal wieder den Duden ausser Kraft gesetzt ;) Prestigesymbol - dieses Wort gibt es im Deutschen nicht. Da wurde wohl zu direkt vom englischen prestige symbol übersetzt. In der deutschen Sprache nennt man das Statussymbol.
    • Philipp Löpfe 30.07.2016 16:17
      Highlight Highlight Zwei Sachen, lieber Stachanowist: Erstens liegt es in der Natur von Sprachen, dass sie sich wandeln. Englisch ist derzeit die Weltsprache, das bekommt auch die deutsche Sprache zu spüren. Zweitens: Wir bei watson haben nicht zig Korrektoren, Produzenten und Juristen, die darauf achten, dass wir keinen Mist schreiben. Dafür haben wir Euch. Danke!
    • Stachanowist 30.07.2016 16:24
      Highlight Highlight @ Löpfe

      War auch nicht als Angriff auf Watson gemeint, weshalb ich auch diesen Emotionsträger ";)" in meinem Kommentar platziert habe. Klar wandelt sich Sprache; dem trägt der Duden auch Rechnung. Aber der Sprachwandel ist meines Erachtens kein Grund, jegliche spontane Wortprägung unkommentiert zu lassen. Aber hey, Wasser unter der Brücke ;)
    • Philipp Löpfe 30.07.2016 16:58
      Highlight Highlight Ich habe es nicht als Angriff empfunden, und das wir Euch brauchen habe ich Ernst gemeint, (Auch wenn ihr manchmal mühsam seid...)
  • ToloTolo 30.07.2016 14:56
    Highlight Highlight Ich lese viel, auch französische BD (fast zur viel), leider kann ich englisch nicht gut genug, um Sachbücher lesen zu können ;-(
    Es ist schade, dass nicht mehr deutsche Bücher, bzw. deutsche Übersetzungen in dieser Liste vorgestellt werden.
    Et là, je pense aussi aux livres en français. Mais ici à Zurich, c'est un peu beaucoup une langue morte ...! Und nicht desto trotz, finde ich Watson uuuh huere guet!
    • Hierundjetzt 30.07.2016 16:36
      Highlight Highlight Wärst Du häufiger zum Payot marschiert, gäbs die evtl. noch 😉

      Probier mal Stäheli interlingua im Niederdorf aus. Gar nicht sooo schlecht für des livres françaises
    • äti 30.07.2016 22:02
      Highlight Highlight evtl Orell Füssli und/oder ZB (Zentralbibliothek + Uni)
  • _kokolorix 30.07.2016 13:25
    Highlight Highlight Ich lese die Bücher lieber, als damit anzugeben. Aber es ist immer gut Hinweise auf interessanten Lesestoff zu bekommen. Ich habe schon seit meiner Kindheit immer viel gelesen, aber seit es eBooks gibt lese ich noch viel mehr
    • Karoon 30.07.2016 13:39
      Highlight Highlight Auf die Gefahr hin, dass dieser Beitrag gelöscht wird, muss ich dennoch auf das altbekannte Muster von Philipp Löpfe hinweisen. In fast all seinen Artikeln greift er auf zuvor Gelesenes, v.a. aus der angelsächsischen Wirtschafts- und Tagespresse zurück, um uns mit mit entsprechenden Paraphrasierungen zu behelligen. Kaum je entstammt etwas komplett aus seiner Feder. Schade, kann er nicht mit eigenen Gedanken punkten. OK, genug gebasht fürs Weekend. Sein vorgestellter Bücherreigen kann sich dennoch sehen lassen.
    • Philipp Löpfe 30.07.2016 15:41
      Highlight Highlight #fretzman. Ich denke, Quellenangabe gehört zum Anstand und zum fairen Journalismus. Abschreiben und Plagiat ist Weltwoche-Stil. Den wollen wir bei watson nicht.
    • dä dingsbums 30.07.2016 23:07
      Highlight Highlight Da ist der WeWo Seitenhieb. ☺

      Hatte mich schon gewundert...

  • pun 30.07.2016 12:47
    Highlight Highlight Sehr spannende Tipps, Titel und Einleitung aber zum Schreien. :D Will uns der Erklärbär gerade wirklich Bücher verkaufen, weil es unter Superreichen grad mega cool sei, Bücher zu horten, weil sie zu viel Geld haben, um es noch durch Konsum wieder in die Wirtschaft einzuspeisen? Sind wir bei der InTouch für die Intelligenzia gelandet? ;-)
    Ausserdem: Bücher waren schon IMMER Prestigesymbole!
    • Philipp Löpfe 30.07.2016 15:41
      Highlight Highlight Pun: Es war einfach ein witziger Aufhänger. Man muss nicht alles immer so Ernst nehmen.
    • pun 30.07.2016 18:21
      Highlight Highlight Ich möchte ja nur immer wieder etwas gegen die Clickbaitisierung von ernsthaften und guten Artikeln machen in der Hoffnung, dass steter Tropfen den Stein höhlt. :-)
    • Philipp Löpfe 31.07.2016 08:18
      Highlight Highlight Die Hoffnung stirbt zuletzt....
  • weachauimmo 30.07.2016 12:37
    Highlight Highlight Fast nicht durchschaubare, wenn auch gelungene, Marketingkampagne einer sterbenden Branche, die nur noch durch JeKaMi-Literatur einigermassen Umsatz generiert.
    Ein paar wenige Bücher, dafür die richtigen, die den Leser selbst und die Gesellschaft weiterbringen, sind weit besser als eine verstaubte Bücherwand zum Vorzeigen. Gute Bücher sehen ohnehin nicht toll aus, sondern sind abgewetzt, zerknittert, werden x-mal und immer wieder gelesen und eignen sich daher eher nicht mehr als Anschauuns- und Profilierungsmaterial.
    • Hierundjetzt 30.07.2016 14:03
      Highlight Highlight Abgwetzte Bücher? 😵 wievielmal liest Du den ein Buch? 10, 20x? Bei Sachbüchern erstellt man doch ein Extrakt... 😉

      1-2 Tage = 1 Buch. Da wird nix abgewetzt ☝🏼️
  • Luca Brasi 30.07.2016 12:34
    Highlight Highlight Kellaways Rat finde aber ein bisschen beschränkt. "Es muss kürzlich erschienen sein, Biografie, Geschichte oder Technik. Ein Roman nur dann, wenn er nicht zu obskur ist". Tönt für mich nach Hipster und ein wenig fantasielos (gut, das passt ja zu Leuten aus der Wirtschaft ;)). Da bleibe ich bei meinem Konfuzius (und nein, nicht die "für Manager"-Version), Marx, die Bibel oder Herr der Ringe. Zwar obskur und alt, aber trotzdem lesenswert (was jetzt nicht heissen soll, dass die neueren (Sach-)Bücher nicht ebenfalls ihren Wert haben. Ich mag einfach dieses Gegeneinander ausspielen nicht so sehr).
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 30.07.2016 14:06
      Highlight Highlight Ich finde obskur super und empfehle Ransmayrs Atlas eines ängstlichen Mannes als Reiselektüre. Präziser kann man nicht beobachten...
    • dä dingsbums 30.07.2016 23:13
      Highlight Highlight Wenn wir schon bei nicht so aktuellen Büchern sind:

      "De bello gallico" von Julius Cäsar. Gibts für wenige Franken von Reclam, sowie
      "Der Fürst" von Niccolò Machiavelli.

      Sehr interessant und man kann damit ganz gut angeben
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 31.07.2016 17:47
      Highlight Highlight Und wie ärgerlich ist das Repräsentationslesen, wenn keiner da ist, den man beeindrucken könnte, frage ich mich im finnischen Outback...
  • herschweizer 30.07.2016 12:14
    Highlight Highlight Wer auffallen will liest Ovid... hhh
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 30.07.2016 15:47
      Highlight Highlight De-fi-ni-tiv!
  • Volande 30.07.2016 12:06
    Highlight Highlight Spannende Tipps, wenn auch der Aufhänger etwas fragwürdig ;-)

    «Phantom Terror» von Adam Zamoyski kommt im September übrigens in der deutschen Übersetzung bei C.H.Beck raus.
  • G-4 30.07.2016 11:46
    Highlight Highlight Die Biografie von Musk ist sehr empfehlenswert. Liest sich aber nicht so schnell wie andere Bücher. 👍

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