Wirtschaft
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16.5 Milliarden Dollar: VW kann sich in den USA vom Abgas-Skandal freikaufen



A VW Golf VII car (R) and a VW Passat are loaded in a delivery tower at the plant of German carmaker Volkswagen in Wolfsburg, March 3, 2015.   REUTERS/Fabian Bimmer/File Photo   GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE - SEARCH 'BUSINESS WEEK AHEAD 24 OCT'  FOR ALL IMAGES

Bild: © Fabian Bimmer / Reuters/REUTERS

Volkswagen kann den dicksten Brocken seiner «Dieselgate»-Rechtslasten in den USA aus dem Weg räumen. Der für Hunderte Zivilklagen zuständige Richter Charles Breyer gab seine endgültige Zustimmung zu einem Vergleich.

Volkswagen soll im Rahmen des Vergleichs rund 14,7 Milliarden Dollar zahlen. Der grösste Teil davon soll an die betroffenen Besitzer von knapp einer halben Million Dieselfahrzeugen mit Zwei-Liter-Motoren fliessen.

Sie sollen ihre Wagen nicht nur zurückkaufen oder umrüsten lassen können, sondern zusätzlich mit bis zu 10'000 Dollar entschädigt werden. Die restlichen Milliarden sollen für den Kampf gegen die Luftverschmutzung und die Förderung emissionsfreier Fahrzeuge verwendet werden.

Der Kompromiss sei «fair, angemessen und adäquat», teilte das Gericht mit. Der Richter hatte schon bei einer Anhörung vor einer Woche signalisiert, dass er grünes Licht geben würde.

VW hatte die Entschädigungslösung zur Beilegung des Rechtsstreits bereits im Juni mit US-Behörden und zahlreichen Dieselbesitzern ausgehandelt, später einigte man sich auch mit klagenden US-Autohändlern. Breyer hatte den Vergleich im Juli zunächst auf vorläufiger Basis genehmigt. Bei den US-Kunden war der Kompromiss auf breite Zustimmung getroffen. Die überwiegende Mehrheit hat sich bereits registriert, um das Angebot anzunehmen.

Meilenstein für VW

Volkswagen bezeichnete die richterliche Genehmigung als «wichtigen Meilenstein auf unserem Weg, die Dinge in den USA wieder in Ordnung zu bringen». Der Konzern wolle nun dafür sorgen, dass das Programm für die betroffenen Kunden «so reibungslos wie möglich» umgesetzt werde, kündigte der Volkwagen-Chef in den USA, Hinrich Woebcken, in einer Mitteilung an.

Eine Lösung für die ebenfalls in den USA betroffenen rund 85'000 Wagen mit Drei-Liter-Motoren steht noch aus. Ausserdem sind in den USA noch weitere Klagen sowie strafrechtliche Ermittlungen wegen der Manipulationen der Abgaswerte anhängig. In dieser Angelegenheit will Richter Breyer bis zum 3. November detaillierte Vorschläge sehen.

Der nun genehmigte Kompromiss gilt für rund 475'000 VW-Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren, die mit einer Software zum Austricksen von Abgastests ausgerüstet sind. VW hatte den Schwindel im September 2015 nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt. (sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. D. 25.10.2016 19:24
    Highlight Highlight Was ist das ?
    Man macht vorsätzlich was Kriminelles. Wenn man erwischt wird, kauft man sich frei.
    Richtig, ein Vergleich.

    Was ist das ?
    Man wird immer wieder erwischt und man kauft sich immer wieder frei ?
    Richtig, immer noch ein Vergleich.
    (Beispiel UBS)

    Toll, wenn man eine juristische Person ist.
    • Likos 25.10.2016 22:50
      Highlight Highlight 16,5 Milliarden dürften den Jahresgewinn von VW locker überschreiten. Alle Kunden kommen super weg und er Staat hat Mittel die Umwelt zu fördern. Warum also noch ein jahrelanges Verfahren führen, wo betroffene Kunden nix mehr von haben werden?

      In Europa dagegen gabs nur ein Plastiksieb für Kunden :P.
    • Kronrod 25.10.2016 23:13
      Highlight Highlight Als Privatperson kannst Du Dich ja auch oft einfach mit einer Busse "freikaufen".
    • N. Y. P. D. 26.10.2016 00:39
      Highlight Highlight Ist eine saftige Busse und viele profitieren davon. Ist ok so.
      Würde ich aber eine Software schreiben, die mir illegal Vorteile verschafft, so könnte ich mich nicht freikaufen.
      Wenn man sich illegal verhält, passiert einem persönlich am wenigsten, wenn man "sein Talent" grossen Firmenkonglomeraten zur Verfügung stellt.
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