Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07302996 Protesters wearing revolutionnary phrygian caps take part in a Women's 'Gilets Jaunes' (Yellow Vests) protest in front of the Eiffel Tower, in Paris, France, 20 January 2019. The women's protest comes one day after the weekly national Yellow Vest protest, dubbed 'Act X', as it was the tenth national protest on a Saturday. The so-called 'gilets jaunes' (yellow vests) is a grassroots protest movement with supporters from a wide span of the political spectrum, that originally started with protest across the nation in late 2018 against high fuel prices. The movement in the meantime also protests the French government's tax reforms, the increasing costs of living and some even call for the resignation of French president Emmanuel Macron.  EPA/IAN LANGSDON

Gelbwesten vor dem Eifelturm: Der Protest der französischen Unterschicht ist kein Klassenkampf im Sinne von Marx. Bild: EPA/EPA

Interview

Starökonom Milanovic: «Klassenkampf ist in einer Gig-Ökonomie unmöglich»

Brexit auf der Insel, Gelbwesten in Frankreich und Populisten in Italien: Die wachsende Ungleichheit sorgt für Chaos. Der Ökonom Branko Milanovic erklärt, weshalb.



Die UBS hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass in China derzeit jede Woche zwei neue Milliardäre hinzukommen. Sie sind ein führender Spezialist in Sachen Ungleichheit. Was sagt Ihnen das?
Zuerst einmal, dass China immer reicher wird. Dass die Ungleichheit der Vermögen in China besonders ausgeprägt ist, überrascht mich nicht wirklich. Obwohl es offiziell immer noch ein kommunistisches Land ist, beweisen alle Indikatoren, dass es wirtschaftlich kapitalistisch geworden ist. Chinas Wirtschaft lässt sich heute in etwa mit derjenigen Frankreichs in den Achtzigerjahren vergleichen.

Bild

Branko Milanovic ist ein serbisch-amerikanischer Ökonom. Er gilt als führende Autorität in Sachen Ungleichheit. Watson hat ihn an einer Tagung des Thinktank avenir suisse getroffen. 

Viele Experten sagen voraus, dass künstliche Intelligenz und Roboter die bereits grosse Ungleichheit nochmals massiv verstärken werden. Sehen Sie das auch so?
An dieser These ist was dran, aber die Entwicklung wird nicht überall gleich verlaufen. Nehmen wir das Beispiel der Schweiz: Das Durchschnittseinkommen eines Schweizers dürfte rund 15-mal grösser sein als das eines Inders. Sein Vermögen ist jedoch rund 30-mal grösser. Der Ertrag aus dem Vermögen des Schweizers wird von Robotern und künstlicher Intelligenz nicht betroffen werden. Weltweit wird daher die Ungleichheit noch zunehmen.

Aber auch die Löhne des Schweizer Mittelstandes werden unter Druck geraten. Ihr Ökonomen-Kollege Tyler Cowen spricht daher bereits von einer Gesellschaft, in der es eine breite Masse von Menschen gibt, die von billigem Essen und billiger Unterhaltung in billigen Wohnungen leben und kaum mehr arbeiten. Dazu kommt eine gebildete Alternative, die ein bescheidenes Bohème-Leben in Städten führt, und schliesslich eine kleine, superreiche Elite, die in bewachten Luxussiedlungen haust. Was halten Sie von diesem Szenario?
Wir müssen die digitale Revolution mit der ersten industriellen Revolution vergleichen. Die erste industrielle Revolution hat wegen des Kolonialismus vor allem Asien verarmen lassen. So konnte etwa die indische Textilindustrie nicht mehr mit der britischen mithalten. Die digitale Revolution hat nun sehr zwiespältige Auswirkungen auf die reichen Länder. Zweifellos werden intelligente Maschinen – ich mag den Ausdruck Roboter nicht – Jobs vernichten. Das erleben wir bereits heute. Reisebüros und Verkäufer verschwinden und werden durch Maschinen ersetzt etc. In den reichen Ländern zeichnet sich eine Spaltung ab. Einerseits gibt es eine reiche und gut ausgebildete Elite, andererseits entsteht eine schlecht bezahlte Klasse, die Dienstleistungen verrichtet, die nicht handelbar sind.

Haare schneiden, beispielsweise?
Nicht nur. Auch Food-Kuriere gehören dazu, oder Pflegepersonal etc. Die Menschen, die diese nicht handelbaren Dienstleistungen ausüben, sind oft in der sogenannten Gig-Ökonomie tätig, will heissen, sie haben keine feste Anstellung mit allen sozialen Sicherheiten, sondern sie üben abwechslungsweise verschiedene Jobs aus. Ein Barrista verbringt auch Stunden damit, Hunde spazieren zu führen, und koordiniert seine Tätigkeiten mit einer App auf seinem Smartphone. Diese Dinge lassen sich nicht durch Maschinen ersetzen, aber sie sind auch schlecht bezahlt.

«Wie sollen sich Yoga-Lehrer, Fitness-Instruktoren, Hunde-Spazierführer und Barristas organisieren?»

Ist es unausweichlich, dass immer mehr Menschen in prekäre Verhältnisse abgleiten?
Es gibt keinen Plan, der von bösen Menschen ausgeheckt wurde. Es ist die Natur der Jobs, die sich verändert hat. Wir gehören wahrscheinlich zur letzten Generation, die in den Genuss von langfristigen Jobs gekommen ist.

In this Aug. 25, 2015, photo, Sara DiVello sits in a modified lotus pose in the Financial District of Boston. DiVello, who stayed for years at a financial services company in Boston despite the fact she had an abusive boss, is now a yoga teacher. (AP Photo/Charles Krupa)

Yoga-Lehrerin in Aktion. Kann man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten? Bild: AP/AP

Gemäss Marx müssten sinkende Löhne und steigende Ungleichheit in einem Wiedererwachen des Klassenkampfes münden. Weshalb geschieht das nicht?
Klassenkampf ist in einer Gig-Ökonomie praktisch unmöglich. Klassenkampf geht dort, wo viele Arbeiter am gleichen Ort die praktisch gleiche Arbeit ausüben. Marx sprach daher von der «Gleichheit der Bedingungen, unabhängig vom Willen des Einzelnen». Wie aber sollen sich Yoga-Lehrer, Fitness-Instruktoren, Hunde-Spazierführer und Barristas organisieren?

Indem Sie für einen anständigen Mindestlohn kämpfen, beispielsweise.
Selbst ein Mindestlohn würde nur wenig an den prekären Bedingungen ändern. Deswegen erleben wir derzeit in Frankreich ein diffuse Revolte der «gelben Westen». Sie lassen sich politisch nicht einordnen, ja, sie wissen selbst nicht, was sie überhaupt wollen. Ich war in der zweiten Woche der Revolte in Paris und habe stundenlang die Diskussionen am TV verfolgt. Mir ist nie klar geworden, was für Forderungen die Gelbwesten stellen.

epa07299996 People listen to a speech during a protest against the recent amendments to the labour code, dubbed 'slave law' by opposition forces, in Salgotarjan, Hungary, 19 January 2019. Since weeks people in Hunagry protest against new overtime law, raising the allowable overtime to 400 hours a year and other government policies.  EPA/PETER KOMKA HUNGARY OUT

Demonstration gegen das neue Arbeitsgesetz in Budapest. Bild: EPA/MTI

Wird sich die chaotische Revolte der Gelbwesten bald auf die ganze reiche Welt ausdehnen?
Wir befinden uns am Anfang einer neuen Wirtschaftsordnung, daher ist das Chaos auch nicht überraschend. Nicht nur Frankreich bebt, ganz Europa befindet sich in Aufruhr. Im Osten finden in Polen derzeit Massendemonstrationen statt. In Ungarn gehen die Menschen wegen den neuen Arbeitsgesetzen auf die Strasse. Massendemonstrationen auch in Serbien und in der Türkei. In Westeuropa haben wir Chaos in Italien, Frankreich und Grossbritannien.

Sind die Ursachen überall die gleichen?
Derzeit ist alles sehr widersprüchlich, selbst bei den Herrschenden. Was will beispielsweise die italienische Regierung? Was will der Front National? Wir wissen es nicht – und sie selbst wissen es wahrscheinlich auch nicht.

Bestätigt sich derzeit die These von Thomas Piketty, wonach eine Gesellschaft instabil wird, wenn ein gewisses Mass an Ungleichheit überschritten wird?
Ich stimme Piketty in diesem Punkt zu, obwohl ich nicht weiss, ob wir das kritische Mass an Ungleichheit bereits erreicht haben. Was wir auf jeden Fall erleben, ist eine massive Polarisierung der Gesellschaft. Die Wut der Gelbwesten wird nicht nur von der Ungleichheit getrieben, sondern auch von der Arroganz und der Teilnahmslosigkeit der Elite. Eine Gesellschaft, in der sich ein Drittel der Menschen nicht mehr respektiert fühlt, kann nicht stabil sein.

Der Wirtschaftshistoriker Walter Scheidel hat nachgewiesen, dass bisher nur der Krieg die Ungleichheit wieder korrigieren konnte. Gibt es auch einen friedlichen Weg?
Ich teile diese Ansicht nicht. Die Entwicklung von Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg etwa beweist, dass es auch friedliche Methoden gibt: Gewerkschaften und linke Parteien haben mitgeholfen, dass ein breiter Mittelstand und ein Sozialstaat entstanden und dass die Ungleichheit massiv gesunken ist. Dummerweise funktionieren die Werkzeuge der Vergangenheit heute nicht mehr.

«Viel Geld zu verdienen ist nach wie vor ein primäres Ziel.»

Mehr Bildung wird als Universalheilmittel gegen Ungleichheit empfohlen. Was sagen Sie dazu?
Im Westen war dies nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich der Fall. Die Anzahl der Schuljahre wurde überall sukzessiv erhöht. Jetzt sind wir bei 14 Jahren, es gibt nicht mehr viel Spielraum nach oben.

Was ist mit mehr Umverteilung dank höheren Steuern?
Auch hier ist der Spielraum begrenzt. Niemand ist heute mehr bereit, mehr als die Hälfte seines Einkommens dem Fiskus abzuliefern.

Warum arbeiten wir nicht weniger, wenn Maschinen uns die Arbeit abnehmen?
Die Idee ist einleuchtend, aber ich bin skeptisch, ob sie sich auch umsetzen lässt. Unser Wirtschaftssystem beruht auf Erfolg. Viel Geld zu verdienen ist nach wie vor ein primäres Ziel. Daher dürfte es sehr schwierig sein, nun zu sagen: Okay, lasst uns weniger arbeiten, dafür schränken wir unseren Konsum ein und gehen dafür mehr ins Museum oder ins Theater.

Der legendäre Ökonom John Maynard Keynes hat dies schon vor beinahe 100 Jahren vorgeschlagen.
Ja, aber er ist davon ausgegangen, dass Menschen beschränkte Bedürfnisse haben. Heute wissen wir, dass dies nicht der Fall ist.

Wer an unbegrenztes Wachstum auf einem begrenzten Planeten glaubt, ist entweder ein Idiot – oder ein Ökonom, heisst es. Was halten sie von ökologischen Grenzen?
Der Spruch tönt gut. Doch der Kapitalismus ist so erfolgreich geworden, dass sich bald jeder Mensch als sein eigenes Unternehmen fühlt. Wir wollen lange arbeiten, um uns schöne Dinge leisten zu können. Was die Umwelt betrifft: Ich bin optimistisch, dass es uns gelingen wird, die ökologischen Probleme mit technischen Mitteln in den Griff zu bekommen.

Die Forderungen der Gelbwesten

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Alarm! Genie Bouchard braucht Hilfe beim Sudoku

Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

37
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen

79
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

11
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

74
Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

20
Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

46
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Alarm! Genie Bouchard braucht Hilfe beim Sudoku

321
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

80
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

37
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen

79
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

11
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

74
Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

20
Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

46
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Alarm! Genie Bouchard braucht Hilfe beim Sudoku

321
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

80
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

60
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
60Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 27.01.2019 17:27
    Highlight Highlight An alle, die wieder einmal die vollständige Umerziehung der weltweiten Bevölkerung vorschlagen? Glaubt Ihr wirklich, dass ihr aller Menschen so radikal verändern könnt?
    Wer ehrlich mit sich selbst ist, muss doch eingestehen, dass er oder sie nicht mal bereit ist, sich selber zu ändern, das sollen immer nur die Anderen machen.
  • Dragona 27.01.2019 15:14
    Highlight Highlight Ein Mensch kann lange erniedrigt werden, schlecht bezahlt sein, schikaniert werden usw. So lange er das Gefühl hat, dass er zum Erhalt der Gesellschaft gebraucht wird, dass er helfen kann, wird er vieles ertragen. Genau diesen Punkt schienen wir in Frankreich zu überschreiten. Menschen sehen nicht mehr, wo sie denn überhaupt mithelfen können, wo sie noch gebaucht werden. Ein Arbeitsloser der zum Beispiel für das Arbeitslosengeld soziale Arbeiten verrichtet wird sich immer besser fühlen als jemand der keine Möglichkeit sieht, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
  • Ökonometriker 27.01.2019 14:41
    Highlight Highlight Man könnte natürlich statt dem ewig dämlichen Umverteilen von Einkommen auch in Erwägung ziehen, Vermögen umzuverteilen. Das muss nicht mit der roten Bibel in der linken Hand geschehen. Auch das Äufnen eines Staatsfonds, welcher breit gestreut in diverse Unternehmen investiert und so von der Automatisierung profitiert, wäre denkbar. Die Erträge aus dem Fonds könnten dann für ein stetig wachsendes Grundeinkommen gebraucht werden. Norwegen macht's vor: dort liegt bereits 1 Billion im mit Öl-Geldern geäufneten Staatsfonds.
  • wolge 27.01.2019 09:53
    Highlight Highlight Ich empfehle allen das herausragende Buch Reinventing Organizations von Frederic Laloux zu lesen. Unternehmen, Wirtschaft und Schulen müssen sich neu erfinden. Wir müssen aufhören uns in seelenlosen, technokratisierten Systemen sinnlosen Tätigkeiten zu widmen und uns rein auf den Gewinn und das Einkommen zu konzentrieren. Wir sollten einem Sinn nachstreben der es sich zum Ziel macht der Gesellschaft/Natur zu dienen. Wir sollten die Masken die wir tragen ablegen, wieder ganz Mensch sein dürfen und auf unser Innerstes, auf unsere Mitmenschen und die Natur hören lernen.
  • Töfflifahrer 27.01.2019 07:40
    Highlight Highlight Die „echten“ Gelbwesten wollen a) nicht weiter wie eine Zitrone ausgepresst werden b) von ihrer Hände Arbeit vernünftig leben können c) gleich behandelt werden d) ernst genommen werden.
    Wichtig scheint mir hier die „Egalité“ zu sein, denn das Fass zum überlaufen brachte ja bekanntlich die Streichung der Erbschaftssteuer und die Erhöhung der Steuer auf Treibstoffe.
    Durch die aktuellen Kravalle leisten die sich jedoch einen Bärendienst, denn viele haben die Nase von der Gewalt gestrichen voll.
    • Rabbi Jussuf 27.01.2019 14:52
      Highlight Highlight Naja, die Senkung/Streichung der Erbschaftssteuer war dringend nötig. Sätze von 20-45% für Nachkommen hält keine Wirtschaft aus. KMUs hatten so keine Chance, selbst in der Landwirtschaft ging das an die Existenz, obwohl dort die Sätze etwas niedriger waren.
      Ich verstehe die Gelbwesten schon, nur führen ihre Forderungen noch weiter in den Teufelskreis, wo Frankreich schon seit Jahrzehnten rotiert.
    • Töfflifahrer 27.01.2019 17:44
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf: Ja das stimmt. Aber es ginge wohl auch mit einer Reform, die Bauernhöfe, Familienunternehmen die weitergeführt werden ausnehmen. Aber die "unproduktiven" Vermögen versteuert.
    • Rabbi Jussuf 28.01.2019 17:45
      Highlight Highlight Was sind "unproduktive Vermögen"?
      Frankreich hatte früher ein Problem, dass Schlossbesitzer ihre Schlösser verkaufen mussten, weil sie die Erbschaftssteuer nicht bezahlen konnten. Damit fielen die Preise und sehr viele Schlösser wurden zu Ruinen.
      Anteile an Firmen (Aktien). Das kann durch eine hohe Erbschaftssteuer ebenso schädliche Folgen für ein Unternehmen haben, wenn ein Teil der Aktien sofort verkauft werden muss.
      Da muss man schon sehr genau hinschauen, wenn man nicht die Wirtschaft kaputt machen will.
  • karl_e 26.01.2019 23:03
    Highlight Highlight Sein letzter Satz ist typisch für Oekonomen und dergleichen: "Was die Umwelt betrifft...". Damit beweist er klar und deutlich, dass selbst Starökonomen nichts von Oekologie verstehen.
    Es ist übrigens symptomatisch, dass Watson den Herrn an einer Tagung des sog. Thinktanks avenir suisse getroffen hat. Von dieser neoliberalen Elite ist noch kaum je etwas Gescheites abgesondert worden.
  • Black Cat in a Sink 26.01.2019 22:56
    Highlight Highlight Wir können so weitermachen oder aber wir können neue, vernünftige und v.a. nicht prekäre Arbeit- und Einkommensmodelle entwickeln. Mir will einfach nicht einleuchten, warum Maschinen und deren Werte nicht anders behandelt werden sollen, wie die Arbeit gegen Lohn....?
  • Dominik Treier 26.01.2019 20:31
    Highlight Highlight Diese prekären Dienstleistungengsjobs sind nur schlecht bezahlt, weil der ach so allmächtige Markt der alles regelt ein Märchen ist... Ein klassisches Marktversagen findet da statt, denn diese Jobs sind zwar sehr wichtig, aber nicht gut qualifiziert, was dazu führt, dass das Angebot an Arbeitskräften zwingend viel grösser als die Nachfrage ist, auch wenn Coiffeur oder Pfleger wohl für die Gesellschaft 1000 mal wichtiger sind als Wirtschaftsanwälte und Analysten. Wir müssen also das Angebot an Billigstzwangsarbeit z.B. durch ein Grundeinkommen einschränken und Bildung kostenlos machen...
    • The Destiny // Team Telegram 26.01.2019 21:51
      Highlight Highlight Bildung ist schon fast gratis...
    • Dominik Treier 26.01.2019 22:16
      Highlight Highlight Bildung schon fast aber Leben während der Ausbildung ist in der Schweiz immer mehr das Gegenteil...
    • The Destiny // Team Telegram 26.01.2019 22:31
      Highlight Highlight Ah so, leben soll jetzt auch bereits gratis sein.
      Sonst noch etwas?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 26.01.2019 19:59
    Highlight Highlight Der "Starökonom" wirkt nicht unbedingt brilliant:

    "Niemand ist heute mehr bereit, mehr als die Hälfte seines Einkommens dem Fiskus abzuliefern."

    Wieviel abzuliefern ist bestimmt bekanntlich der Fiskus und nicht der Steuerzahler. Weiss jeder der Steuern bezahlt.

    Der Rest der Antworten ist ähnlich dürftig. Die Aussage, dass der Kapitalismus so erfolgreich geworden sei, dass sich bald jeder Mensch als sein eigenes Unternehmen fühle ist ebenfalls absurd.

    Der Kapitalismus hat als Ideologie versagt, daher die unmissverständlichen Unmutsbekundungen. Revolutionen gibt es auch ohne Klassenkampf.

    • raues Endoplasmatisches Retikulum 26.01.2019 22:18
      Highlight Highlight "Wieviel abzuliefern ist bestimmt bekanntlich der Fiskus und nicht der Steuerzahler."
      Nein, wie viel abzuliefern ist bestimmt je nach politischer Ausgestaltung zumindest in einer Demokratie das Wahlvolk und die gewählten Politiker, der Fiskus treibt nur ein.
    • Florotor 27.01.2019 09:06
      Highlight Highlight Für mich der Gipfel:

      "(...) schränken wir unseren Konsum ein und gehen dafür mehr ins Museum (...).

      Lupenreiner Bullshit, oder? Mehr Museumsbesuche sind exakt eine Konsumausweitung. Herr Milanovic?

      Das Interview enthält einen Strauss von schludrig formulierten, unmotivierten Aussagen, die logisch ähnlich grenzwertig sind.

      Mit der Aussage zum Kapitalismus hat er leider Recht. Das Wirtschaftssystem kann noch so radikal versagen, die Ideologie ist in uns allen so tief verankert, dass wir trotzdem glauben, sie sei natürliche Ordnung.

      Aber eben: Wo bleibt Hugo Stamm, wenn es ihn mal bräuchte?
    • Skeptischer Optimist 27.01.2019 10:52
      Highlight Highlight @ Retikulum: Der Punkt ist, dass der Professor den wesentlichen Punkt nicht berücksichtigt.

      Der Fiskus führt seinen Auftrag auf einer gesetzlichen Grundlage aus. Der Steuerzahler kann nur deren falsche Anwendung, aber nicht die Ausgestaltung anfechten.

      Fazit: Der Staat kann Steuern durchaus erhöhen, wenn der Gesetzgeber dies will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 26.01.2019 19:58
    Highlight Highlight Wann ist ein Ökonom ein Starökonom?
    • The Destiny // Team Telegram 26.01.2019 21:52
      Highlight Highlight Wenn er Sternenökonomie betreibt.
    • Pasch 26.01.2019 23:46
      Highlight Highlight Ein Todesstern geht halt eben schon ins Budget!
  • Graviton 26.01.2019 19:49
    Highlight Highlight 1. Maschinelle Arbeit und Finanztransaktionen besteuern.

    2. Mit den Einnahmen Grundeinkommen für alle über 18 einführen.

    3. Ökonomischer Druck für den Einzelnen sinkt.

    4. Wer Millionär sein möchte, kann dieses Ziel weiterhin verfolgen. Wer aber zufrieden ist mit CHF 3000 - 6000 pro Monat, kann tun, was immer sie/er für richtig hält, ohne Existenzängste ertragen zu müssen.

    Ich fand es schon immer paradox, dass arbeitslos sein so hart „bestraft“ wird in unserer Gesellschaft, gleichzeitig aber technischer Fortschritt, der zu weniger Arbeitsbedarf führt, sehr willkommen ist.
    • phreko 26.01.2019 22:44
      Highlight Highlight 3000.-ohne Existenzängste? Meine Fresse...
      Zieh mal Miete, Pendeln und Krankenkasse ab und Teile den Rest durch 30. Geiles Leben!
    • Graviton 27.01.2019 11:19
      Highlight Highlight Ja, mit 3000.- wäre man natürlich schon sehr nah am Minimum. Deshalb gibt’s ja auch weiterhin die Möglichkeit, trotz Grundeinkommen ein bisschen zu arbeiten. Aber was sagst du dann zu den Ausgesteuerten, die heute bereits nicht einmal 3000.- haben?
    • who cares? 27.01.2019 16:11
      Highlight Highlight Frage zu 1. Was gilt als Maschinelle Arbeit? Die Self-Checkout Kasse? Der Bankomat? Der Computer auf dem die Kellner die Bestellungen notieren? Der Föhn der Coiffeuse? Der Pflug des Bauers? Das Arbeitshandy des Bankers? Wie wird das besteuert? Muss man einen hypotetischen Lohn für die Maschinen berechnen? Oder die Wertschöpfung jeder einzelnen Maschine berechnen? Also muss der kleine Schreinerbetrieb die Wertschöpfung seiner Schleifmaschine berechnen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • lofdo 26.01.2019 19:33
    Highlight Highlight Ich teile seine Skepsis und seinen Respekt vor der 4. Revolution. Vor allem in Anbetracht der Entwicklung der Gesellschaftsordnung im Silicon Valley: Soziale Aspekte werden im Sinne des Libertarismus minimiert oder komplett eliminiert.

    Dies widerspiegelt sich auch in der Entwicklung des kapitalistischen Systems. Wurden vor 150 Jahren die sozialen Strukturen zumeist von Patrons getragen, transformierte sich das System in die heutige soziale Marktwirtschaft. Mit der nun aufkommenden Gig-Ökonomie müssen wir wohl eine weitere tiefgründige systematische Veränderung akzeptieren. Diesmal libertär.
  • Heinz Schmid 26.01.2019 19:04
    Highlight Highlight Naja, wenn Menschen unbegrenzte Bedürfnisse haben, was spricht denn gegen ein Grundeinkommen?

    Es gibt dadurch noch immer Ansporn, falls das Grundeinkommen tief genug ist.
    Der Anteil gut ausgebildeter Mitarbeiter steigt, da ein Studium finanziell einfacher wird, was wiederum potentiell Jobs generieren könnte.

    Sollte die Nachfrage nach Angestellten zu hoch steigen, kann man das Einkommen anpassen, um mehr Motivation zu schaffen. (Im Detail zu klären)
  • Fairness 26.01.2019 18:37
    Highlight Highlight DieGelbwesten haben es ziemlich klar gesagt: sie möchten wenigstens recht leben und nicht nur knapp überleben!
    • Sarkasmusdetektor 26.01.2019 19:43
      Highlight Highlight Das ist halt leider eine extrem schwammige und unkonkrete Forderung. Damit weiss kein Politiker, was er tun soll.
    • FrancoL 26.01.2019 19:55
      Highlight Highlight Nicht nur kein Politiker, sondern jeder vernünftige Mensch hat ein Problem mit Forderungen die nicht mit Lösungen hinterlegt sind. Es ist an der Zeit dass alle die sich etwas wünschen auch klar sagen wie dieser Wunsch zu realisieren ist, erst wen der Realisationsvorschlag vorlieget kann man den Wunsch werten.
    • Fairness 26.01.2019 22:09
      Highlight Highlight @ Sarkasmusdetektor und FrancoL
      Jeder, der etwas ändern kann und will, weiss was zu tun wäre...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turi 26.01.2019 18:34
    Highlight Highlight Es scheint bereits System zu haben, dass Medien und Politik Proteste von Geringverdienern (Gilet Jaunes, zum Beispiel), als Proteste von dumpfen Deppen abtun, die keinen blassen haben. Wer sich etwas informiert, erfährt schnell, dass die Proteste der Gilets Jaunes gegen gestiegene Steuern für Geringverdiener bei gleichzeitig abgeschafften Vermögenssteuern für Reiche gerichtet waren. Oder gegen ein Zuschlag auf Benzin, der wiederum die Armen am meisten traf.

    Frage: Welcher der Journalisten und Politiker der sich negativ über die Gelbwesten äussert, verdient weniger als 10'000 CHF im Monat?
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 26.01.2019 22:23
      Highlight Highlight Ich wette ein Sixpack, dass bei watson kein Journalist mehr als 10 000 pro Monat verdient.
  • FrancoL 26.01.2019 18:19
    Highlight Highlight "Ich war in der zweiten Woche der Revolte in Paris und habe stundenlang die Diskussionen am TV verfolgt. Mir ist nie klar geworden, was für Forderungen die Gelbwesten stellen"

    Ich bin froh, dass es nicht nur mir so erging.

    "Was will beispielsweise die italienische Regierung? Was will der Front National? Wir wissen es nicht – und sie selbst wissen es wahrscheinlich auch nicht"

    Dieser Satz deckt sich mit meiner grosse Skepsis gegenüber grossen populistischen "Umwälzern".

    Mehr als nur interessantes Interview.

    Dank an Löpfe!
    • karl_e 26.01.2019 23:09
      Highlight Highlight Vielleicht hülfe dir ein wenig Fantasie. Wenn du in einem gottverlassenen französischen Provinzkaff ohne Post, Läden, Schulen und Beizen lebtest, selbstverständlich ohne öV, der diesen Namen verdient, könntest du vielleicht nachvollziehen, was die Gelbwesten bewegt. Die Steuern für die Reichen senken und die Treibstoffsteuern erhöhen, war ehr ungeschickt von M. Macron.
    • Yes. 27.01.2019 11:20
      Highlight Highlight Also da könnte man aber auch die TV Produktion kritisieren. Antstatt stundenlang untereinander Diskussionen zu führen sollten sie die Demonstranten auf der Strasse befragen, was sie wollen.
    • FrancoL 27.01.2019 12:11
      Highlight Highlight @karl-e; Weil der Bürger der so wie beschrieben lebt, dies von einem Tag auf den anderen so erfahren musste? Gerade Frankreich hat eine lange und klare Entwicklung hinter sich, Nimend wurde einfach da hineingesetzt und es ist auch nicht eine IST-Situation, die es ohne Entwicklung gab.
      Hat sich in den letzten 10 Monaten alles derart verändert oder hat man die Reaktion auf Vieles verschlafen? Sind die Franzosen keine Demokrtie mehr und hätten sie nicht viel früher reagieren müssen. Jetzt sollte man aber in der Lage sein Änderungen zu wünschen und da auch zu nennen WIE man dies erreicht.
    Weitere Antworten anzeigen

Wie man jedes Einfamilienhaus in eine Wasserstoff-Tankstelle verwandeln kann

EPFL-Professor Andreas Züttel hat eine Art «Wasserstoff»-Batterie entwickelt. Er will damit unsere Energieversorgung revolutionieren.

Ein geläufiges Bonmot über Brasilien lautet: «Es ist das Land der Zukunft – und wird es immer bleiben.» Ältere Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalisten haben gegenüber Wasserstoff eine ähnlich zynische Haltung entwickelt. Seit Jahrzehnten werden sie periodisch zu Anlässen eingeladen, in denen Wasserstoff als das Wunder beschrieben wird, das sämtliche Probleme der Menschheit lösen wird – ausser vielleicht Liebeskummer. Stets sind diese Versprechungen danach irgendwie versandet.

Andreas Züttel …

Artikel lesen
Link zum Artikel