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Japanischer Co-Pilot wollte nach 2 Flaschen Wein und 2 Liter Bier noch fliegen 



Japans Luftfahrtbranche macht mit Alkoholproblemen ihres Flugpersonals peinliche Schlagzeilen. Verkehrsminister Keiichi Ishii sah sich am Freitag dazu gezwungen, striktere Regeln für die Branche anzukündigen.

Jüngster Anlass dazu war die Festnahme eines alkoholisierten Co-Piloten der Fluglinie Japan Airlines (JAL) durch die britische Polizei vor einem geplanten Flug von London nach Tokio vor kurzem.

epa05133277 A picture made available on 29 January 2016 shows a Boeing 777 aircraft of Japanese carrier Japan Airlines (JAL) aircraft landing on the tarmac at Tokyo's Haneda Airport in Tokyo, Japan, 28 January 2016. Japan Airlines Co., Ltd. posted an operating profit of 170.0 billion yen as the airline company achieved higher earnings on higher revenue due to lower fuel prices and domestic passenger revenue increases.  EPA/CHRISTOPHER JUE

Eine Boeing 777 der Japan Airlines landet in Tokyo. Bild: EPA/EPA

Der 42-jährige Japaner hatte nach Angaben japanischer Medien in der Nacht vor dem Flug zwei Flaschen Wein und fast zwei Liter Bier getrunken – was weit über dem in Grossbritannien Erlaubten liegt.

Einen Alkoholtest der japanischen Fluglinie bestand der Mann jedoch problemlos. Erst dem Fahrer eines Flughafenbusses fiel der Alkoholgestank des Japaners auf, woraufhin er die Polizei alarmierte. Die Maschine hob deswegen verspätet und nur mit zwei statt der üblicherweise drei Piloten Richtung Tokio ab. Vor einem britischen Gericht gab der Pilot zu, mehr als dort erlaubt getrunken zu haben.

Doch der Japaner ist kein Einzelfall. In letzter Zeit kommen immer wieder Fälle von Alkoholmissbrauch in Japans Luftfahrtbranche ans Tageslicht. So musste sich der JAL-Konkurrent All Nippon Airways (ANA) dieser Tage für Verspätungen auf Japans Urlaubsinsel Okinawa entschuldigen, weil einem der Piloten nach einer durchzechten Nacht unwohl war. Ein JAL-Flugbegleiter wurde zudem dabei erwischt, wie er während eines Fluges ein Bier auf einer Kabinentoilette vertilgte.

Man werde sich die Standards in anderen Ländern anschauen und striktere Regeln einführen, versprach Transportminister Ishii. Es werde alles getan, um die Flugsicherheit zu gewährleisten, hiess es. (sda/dpa)

Der CO2-Fussabdruck von Herr und Frau Schweizer ist massiv

Video: srf

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