Wirtschaft
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Turkey's President Recep Tayyip Erdogan addresses a rally in Bayburt, Turkey, Friday, Nov. 27, 2015. Russia announced Friday that it will suspend visa-free travel with Turkey amid the escalating spat over the downing of a Russian warplane by a Turkish fighter jet at the Syrian border. Erdogan refused to apologize for the plane's downing, which Ankara said came after it flew for 17 seconds into Turkish airspace. At the same timed, Erdogan said he has tried in vain to speak by phone to Putin to discuss the situation.(AP Photo/Yasin Bulbul, Presidential Press Service, Pool )

Beschwichtigen nützte nichts: Russland hat Sanktionen wegen des Abschuss eines Su-24-Bombers verhängt. 
Bild: AP/Pool Presidential Press Service

Abschuss eines Su-24-Bombers: Putin verhängt weitreichende Sanktionen gegen Türkei



Kremlchef Wladimir Putin hat mit weitreichenden Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei auf den Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs reagiert. Mit einem Ukas verbietet oder begrenzt der russische Präsident vorübergehend die Einfuhr bestimmter türkischer Waren.

Dies teilte der Kreml am Samstagabend mit. Zudem müssen türkische Unternehmen bestimmte, von der Regierung festgelegte Aktivitäten in der Russischen Föderation einstellen. Russische Reiseanbieter dürfen überdies keinen Urlaub in der Türkei mehr anbieten. Fluggesellschaften müssen auf Charterflüge zwischen Russland und der Türkei verzichten.

In einer ersten Strafmassnahme war die Visumspflicht für Türken, die nach Russland einreisen wollen, zum 1. Januar wieder eingeführt worden.

Russischer Kampfjet von der Türkei abgeschossen

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan äusserte derweil am Samstag sein Bedauern über den Abschuss. «Ich bin über den Zwischenfall wirklich betrübt», sagte Erdogan. «Wir wünschten, es wäre nie passiert, aber es ist passiert. Ich hoffe, dass sich so etwas nicht wiederholt.»

Die Stellungnahme bei einem Besuch in der westtürkischen Provinz Balikesir war die bisher versöhnlichste des türkischen Präsidenten zu dem Vorfall, der den Zorn Moskaus ausgelöst hatte. Am Samstag warnte das Aussenministerium in Ankara türkische Staatsbürger vor Reisen nach Russland.

Die türkische Luftwaffe hatte den russischen Jet am Dienstag über syrischem Grenzgebiet abgeschossen; nach türkischen Angaben war der Kampfjet in den türkischen Luftraum eingedrungen und vor dem Abschuss mehrfach gewarnt worden. Moskau sagt hingegen, das Flugzeug sei in Syrien geblieben, und wirft Ankara eine «geplante Provokation» vor.

Am Samstag warnte das Aussenministerium in Ankara türkische Staatsbürger vor Reisen nach Russland.

Wiedergutmachung schwierig

Der Schaden für die russisch-türkischen Beziehungen durch den Abschuss ist nach Ansicht des Kremls schwer wiedergutzumachen. Putin widme dem Vorfall seine maximale Aufmerksamkeit, betonte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag im Staatsfernsehen.

Russland rufe alle Partner der Türkei und insbesondere die USA auf, künftige Handlungen der Regierung in Ankara zu beeinflussen. «Es ist verboten, sich an Russland zu vergreifen», sagte Peskow im Interview, das die Agentur Interfax vorab in Auszügen veröffentlichte.

Angebot für Treffen erneuert

Im Streit um die Darstellung des Abschusses vom Dienstag warf der enge Vertraute Putins der Türkei vor, Beweise zu manipulieren. Der russische Su-24-Bomber sei nicht wie von Ankara behauptet in den türkischen Luftraum eingedrungen, betonte Peskow. Eine von der Türkei präsentierte Karte sei manipuliert.

Erdogan seinerseits erneuerte sein Angebot zu einem persönlichen Treffen mit Putin am Rande der UNO-Klimakonferenz in Paris. «Russland ist so wichtig für die Türkei wie die Türkei für Russland. Beide Länder können es sich nicht leisten, aufeinander zu verzichten.» (sda/afp/dpa)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mafi 28.11.2015 20:15
    Highlight Highlight Wenn die EU bzw. Amerika die Sanktionen stark kritisiert, müssen Sie sich mal selber zuhören.

    Nicht, dass ich diese Sanktionen gut finde, aber:

    Putin kämpft jetzt mit den selben Waffen wie die EU/USA. Wirtschaftskrieg.
    • Hierundjetzt 28.11.2015 22:27
      Highlight Highlight Putin führt gegen drei (3) Nachbarstaaten Krieg (Moldau, Georgien, Ukraine) Aber das kann man in seiner Euphorie über den barmherzigen Führer glatt vergessen, gället Sie?
    • Mafi 28.11.2015 22:40
      Highlight Highlight @Hierundjetzt, ich bin kein Putin-Fan. Lustig, dass man immer als solcher bezeichnet wird. Ich habe nur Fakten auf den Tisch gelegt, und zwar, dass Russland jetzt das selbe macht, wie die EU, bzw. die USA.

      Grundsätzlich sind diese Sanktionen nutzlos, und Schaden beiden Seiten.

      Sowohl diese gegen Russland von der EU/USA, als auch diese gegen die Türkei, von Russland.

      Es zeigt die Unfähigkeit dieser Länder, miteinander zu verhandeln und zu arbeiten.

      Mit Russland Krieg zu führen, ist ein Moralisch kritisches Thema, aber durch die wirtschaftliche Blockade spielt man Putin in die Hände.
    • Sapere Aude 28.11.2015 23:02
      Highlight Highlight Wo genau kritisieren die USA/EU die Sanktionen scharf? Zumindest im Artikel ist davon nichts zu lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stephan Locher 28.11.2015 19:38
    Highlight Highlight Falls sonst noch jemand nicht wusste was ein Ukas ist:

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