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Anti-WEF-Demonstration in Bern im Januar 2018. 
Anti-WEF-Demonstration in Bern im Januar 2018. 
Bild: EPA/KEYSTONE

Linksradikale planen Anti-WEF-Demonstration in Bern 

Die linksradikale Revolutionäre Jugend will «den Kapitalismus zum Einsturz bringen» und ruft am 19. Januar zur Anti-WEF-Demo in Bern auf. Bewilligt ist die Kundgebung nicht. 
08.01.2019, 11:3708.01.2019, 15:48

Ende dieses Monats trifft sich am World Economic Forum (WEF) in Davos erneut die politische und wirtschaftliche Elite dieser Welt. Das sorgt bei vielen für rote Köpfe. Besonders, weil dieses Jahr neben US-Präsident Donald Trump noch ein weiteres sehr umstrittenes Staatsoberhaupt mit von der Partie sein wird: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro. Nun ruft die Revolutionäre Jugend Gruppe (RJG) am 19. Januar zu einer Demonstration in Bern auf. Auf ihrer Facebook-Seite beschreiben die Linksradikalen in über 4000 Zeichen ihre Beweggründe. 

Ihrer Meinung nach geht es den Besuchern des WEFs lediglich darum, ihr Kapital zu steigern. Dagegen rege sich überall auf der Welt starker Widerstand. Die Gruppe benennt zur Stützung dieser These unter anderem die Proteste an den G20-Gipfeln in Hamburg oder Buenos Aires und die «Gelbwesten» in Frankreich. In Davos finde der Kapitalismus aber weiterhin «ein ruhiges Hinterland, um sich zu stärken».

Die Demonstration ist nicht bewilligt. Auf Anfrage teilt das Berner Polizei-Inspektorat mit, es lege kein entsprechendes Gesuch vor. Die Gruppe erklärt, sie hole aus politischen Gründen keine Bewilligungen ein. «Demonstrieren und seine Meinung äussern muss immer möglich sein.» Mit Behörden wie Bernmobil sowie der Sanität würden sie jedoch den direkten Kontakt suchen.

«Wir finden es ein No-Go, Lügnern, Nationalisten und Sexisten eine Plattform zu bieten.»
Co-Präsidentin Juso-Graubünden

Auch die Juso will gegen das WEF protestieren. Die Jungsozialisten haben bereits im Dezember ein Gesuch für eine Kundgebung in Davos eingereicht. Ein Entscheid liegt bisher nicht vor. Letztes Jahr wurde ihr entsprechendes Gesuch abgelehnt, mit der Begründung, es habe zu viel Schnee. Co-Präsidentin der Juso-Sektion Graubünden, Sina Menn, sagt auf Anfrage: «Diese Begründung war schon sehr fadenscheinig.»

Mit Bolsonaro in Davos sei es dieses Jahr noch wichtiger, dem WEF die Stirn zu bieten. Menn: «Wir finden es ein No-Go, Lügnern, Nationalisten und Sexisten eine Plattform zu bieten. Doch wir kritisieren das WEF auch unabhängig davon, wer eingeladen ist. Denn es handelt sich um ein Treffen der Mächtigen und der Reichen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit über das Schicksal der Welt entscheiden.»

Das WEF wurde zum ersten Mal von Frauen geleitet

Video: srf

(Ratloses) Händeringen der Mächtigen und Reichen am WEF 2017 in Davos

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(Ratloses) Händeringen der Mächtigen und Reichen am WEF 2017 in Davos
quelle: epa/keystone / gian ehrenzeller
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