Wirtschaft
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Portrait von George Sheldon, Professor für Arbeitsmarkt- und Industrieoekonomie der Universitaet Basel, aufgenommen am 3. Maerz 2010 in Basel. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

George Sheldon, Wirtschaftsprofessor der Universität Basel.
Bild: KEYSTONE

Wirtschaftsprofessor Sheldon: «Arbeitslose Migranten sind eine Altlast» 

Trotz Jobabbau bei Zurich, Alstom und anderen: Wirtschaftsprofessor George Sheldon von der Universität Basel hält die Lage auf dem Arbeitsmarkt für nicht dramatisch. Besserung erwartet er zudem bei der hohen Ausländerarbeitslosigkeit: Diese sei eine Altlast, sagt er.



In den letzten Wochen häuften sich die Hiobsbotschaften von der Jobfront: Zurich, Swisscom, Alstom und andere streichen Stellen. Die Credit Suisse will den Jobabbau beschleunigen und Bucher produziert seine Kehrfahrzeuge künftig in Lettland statt in der Schweiz. Zudem stieg die Arbeitslosenquote im Januar auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren.

Dies alles beunruhigt Wirtschaftsprofessor Sheldon nicht. Die Sockelarbeitslosigkeit – also jener Teil der Arbeitslosigkeit, der auch bei guter Konjunktur verbleibe – sei konstant, sagt Sheldon in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Er bewege sich seit 1990 um die drei Prozent.

«Seit den 90er-Jahren seien die Zuwanderer ganz anders qualifiziert. Heute verfügten gegen 60 Prozent über einen Hochschulabschluss.»

George Sheldon

Sheldon sieht keine Anzeichen für eine Arbeitslosigkeit auf Rekordkurs. Der Schweizer Arbeitsmarkt sei sehr aufnahmefähig und die Dauer der Stellensuche im internationalen Vergleich gering: «Die Hälfte aller Arbeitslosen findet innerhalb von drei Monaten nach dem Stellenverlust einen neuen Job», sagt Sheldon.

CEO Tidjane Thiam of Swiss bank Credit Suisse addresses a media briefing in Zurich, Switzerland in this October 21, 2015 file photo. Credit Suisse's chief executive is waiving part of his bonus in response to the lender's first full-year loss since 2008, weekly Sonntagszeitung said on February 7, 2016. REUTERS/Arnd Wiegmann/Files

Tidjane Thiam, CEO der Credit Suisse streicht alleine in der Schweiz 1600 Stellen. 
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Gar eine Verbesserung erwartet Sheldon bei der Ausländerarbeitslosigkeit. Diese ist heute vergleichsweise hoch: Im Januar lag die Arbeitslosenquote bei Ausländern bei 7,6 Prozent, bei Schweizern waren es 2,6 Prozent.

«Das ist eine Folge der Rekrutierungspolitik in den 70er- und 80er-Jahren», sagt Sheldon. Damals hätten Schweizer Unternehmen fast nur niedrig qualifizierte oder sogar ungelernte Ausländer ins Land geholt. Viele dieser Migranten seien für aktuelle Anforderungen der Firmen nicht genügend qualifiziert. «Die arbeitslosen Migranten sind eine Altlast», sagt Sheldon.

Seit den 90er-Jahren seien die Zuwanderer ganz anders qualifiziert. Heute verfügten gegen 60 Prozent über einen Hochschulabschluss. Diese Leute hätten kaum ein Risiko, arbeitslos zu werden. Damit werde der Anteil der Ausländer unter den Arbeitslosen längerfristig sinken, so Sheldon. (sda)

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16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SwissGTO 14.02.2016 14:50
    Highlight Highlight Und was bringt dieser tolle Hochschulabschluss wenn keine Jobs da sind?
  • Aquiel Atreides 14.02.2016 13:54
    Highlight Highlight "Der Schweizer Arbeitsmarkt sei sehr aufnahmefähig"
    Ja, stimmt, speziell wenn es um billigere geht.
    Die ab 45 Jährigen Inländer werden systematisch aussortiert! Laut WEF 2014/15 ist die Schweiz in den Top Rängen zu finden auch wenn es um Bildung und Weiterbildung geht. Die benötigten Qualifikationen sind also vorhanden.
    Das Problem liegt in der Globalisierung der den ärmeren EU Ländern deren Fachkräfte entzieht und die in den reicheren für Lohndumping sorgen.
    Es wird definitiv ein Problem geben.
    Man soll bis ins hohe Alter arbeiten. Wie geht das ohne Job? Auswandern.
  • Dame vom Land 14.02.2016 13:27
    Highlight Highlight 40% dieser Hochschulabsolventen arbeiten als Mindestlohnbezüger in der Tourismusbranche, beziehen zwei Mal pro Jahr zwischensaisonbedingt Arbeitslosengeld und werden vom AVIG genötigt, sich zu bewerben, obwohl es in den Zwischensaisons keine offene Stellen gibt. Das ganz Traurige ist aber, dass die jungen Hochschulabsolventen, deren Eltern vor 25 Jahren in die Schweiz gekommen sind, ihre Eltern, Tanten und Onkel aus dem Arbeitsmarkt verdrängen und diese ausgesteuert werden. Da sie in ihren Heimatländern keine neue berufliche Perspektive finden können, bleiben die "Alten" in der Schweiz.
  • Lowend 14.02.2016 12:19
    Highlight Highlight Wer Menschen als "Altlast" bezeichnet, zeigt eine menschenverachtende Gesinnung, was aber sehr vielen rechten Eidgenossen sicher sehr gut gefällt, weil solche Ausdrücke sie in ihrer rassischen Überlegenheit bestätigen.
    • Lumpirr01 14.02.2016 14:41
      Highlight Highlight Lieber Lowend: Du hast den Text nicht genau gelesen oder nicht verstanden. Wirtschaftsprofessor George Sheldon bezeichnet die hohe Ausländerarbeitslosigkeit alt Altlast und nicht die Menschen als Altlast!! Frage: Muss man denn wirklich bei jedem Watson Thema die bösen Rechten anklagen???
    • Pipapo 14.02.2016 14:49
      Highlight Highlight Sagen Sie mal, sind sie so eine verbissene Person oder haben Sie sonst ein Problem? Bei jeder Gelegenheit orten Sie rassistische Ressentiments. Entspannen Sie sich doch. Es steckt nicht hinter jedem Wort etwas rassistisches.
    • Lowend 14.02.2016 19:48
      Highlight Highlight Schwachsinn Lumpirr01 und Pipapo! Wenn einer explizit sagt: «Die arbeitslosen Migranten sind eine Altlast» meint er die Menschen und eine solche Aussage ist extrem rassistisch! Ihr merkt in eurem blinden Fremdenhass gar nicht mal mehr, was eure Rassistenfreunde genau sagen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chlinae_Tigaer 14.02.2016 11:36
    Highlight Highlight Zitat; «Seit den 90er-Jahren seien die Zuwanderer ganz anders qualifiziert. Heute verfügten gegen 60 Prozent über einen Hochschulabschluss.» Zitatende


    Danke für den Witz des Jahres.

    P.S Das es solche gibt, die das auch glauben, ist noch der grössere Witz.
    • Pisti 14.02.2016 11:54
      Highlight Highlight Er hat doch Recht, die Eriträer, Afgahnen und Syrer landen eben direkt in der Sozialhilfe. Tauchen also in der Arbeitslosenstatistik gar nicht auf.

Warum der Neoliberalismus uns alle wahnsinnig macht

Ob Impeachment-Theater oder Chaos in der deutschen Politik: Die Welt steht Kopf. Schuld daran ist die Kernschmelze des Neoliberalismus.

Echt jetzt: Gibt es irgend jemanden, der nicht gehirntot ist, der noch daran zweifelt, dass Präsident Trump die Ukraine erpressen wollte?

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