Wirtschaft
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LafargeHolcim verdient 226 Millionen Franken nach Vorjahresverlust



Der weltgrösste Zementkonzern LafargeHolcim hat zu Jahresbeginn dank dem Verkauf des Vietnam-Geschäfts einen Gewinn geschrieben. Im ersten Quartal verdiente der Zementriese 226 Millionen Franken. Im Vorjahr stand an dieser Stelle ein Verlust von 107 Millionen Franken.

Der Verkauf des Vietnam-Geschäfts spülte 339 Millionen Franken in die Kasse von LafargeHolcim, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Beim wiederkehrenden Konzernergebnis ohne diese Zusatzeinnahmen schreibt der Konzern im traditionell schwachen ersten Quartal noch einen Verlust von 19 Millionen Franken, nach einem Verlust von 80 Millionen Franken im Vorjahr.

Die Zahlen des Vorjahres wurden angepasst. Neu rechnet LafargeHolcim den Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen als Teil des Betriebsgewinns aus. Das um Einmaleffekte und Restrukturierungskosten bereinigte betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) gab nach um 4,7 Prozent auf 801 Millionen Franken. Auf vergleichbarer Basis hätte es laut der Mitteilung um 14,5 Prozent zugelegt.

Der Nettoverkaufsertrag sank in den ersten drei Monaten um 7,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken. Auch hier wäre auf vergleichbarer Basis ein Plus gestanden von 5,3 Prozent. Die Periode von Januar bis März ist für LafargeHolcim normalerweise die schwächste im ganzen Jahr. Im vergangenen Jahr war das erste Quartal allerdings besonders enttäuschend ausgefallen.

Zementpreise steigen

Konzernchef Eric Olsen zeigte sich in der Mitteilung für den diesjährigen Jahresauftakt zufrieden: LafargeHolcim sei ausgezeichnet ins Jahr 2017 gestartet. Nach einem Rückgang im Jahr 2016 blieb denn auch der konzernweite Zementabsatz stabil. Zudem stiegen die Zementpreise weiter.

Olsen führt den Konzern nur noch bis am 15. Juli. Im April war bekannt geworden, dass Olsen den Zementkonzern nach nur zwei Jahren an der Spitze verlässt. Der Rücktritt erfolgt nach einer internen Untersuchung über Vorgänge bei Lafarge in Syrien.

In der Untersuchung werden Mitarbeitenden in Syrien Vereinbarungen vorgeworfen, die sie mit «gewissen bewaffneten Gruppierungen und sanktionierten Parteien» getroffen haben. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von 2013 bis zur Evakuierung des Werks im September 2014. Olsen wurde zwar kein Fehlverhalten vorgeworfen, sein Rücktritt sollte aber dazu dienen, Ruhe in das Unternehmen zu bringen. (sda)

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