Wirtschaft
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Taxis in front of UBS bank's branch on Park Avenue in New York City, USA, pictured on January 4, 2012. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Taxis stehen vor dem Sitz der UBS AG an der Park Avenue in New York City, USA, aufgenommen am 4. Februar 2012. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Sollen den Markt durch Preisabsprachen verzerrt haben: 10 Grossbanken geraten in New York erneut ins Fadenkreuz der Ermittler.
Bild: KEYSTONE

Neue Milliarden-Klage: USA knöpft sich 10 Grossbanken vor – auch UBS und CS betroffen



Den grossen Banken droht erneut juristischer Ärger in den USA: 10 weltweit führende Geldhäuser und zwei Handelsplattformen sollen mit Absprachen den Wettbewerb auf dem 320 Billionen Dollar schweren Markt für sogenannte Zinsswaps behindert haben.

Eine entsprechende Klage wurde am Mittwoch bei einem Gericht im New Yorker Finanzdistrikt Manhattan eingereicht. Sie richtet sich unter anderem gegen die UBS und die Credit Suisse. Auch die Deutsche Bank, und grosse US-Häuser wie JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America und die Citigroup sowie die britische Barclays und die Royal Bank of Scotland wurden verklagt.

1,87 Milliarden waren den Klägern nicht genug

Eingereicht wurde die Klage von einem Pensionsfonds aus Chicago, der nach eigener Darstellung wegen des eingeengten Wettbewerbs zu viel bezahlen musste, um solche Derivate-Angebote der Banken in Anspruch zu nehmen. Die Institute verhinderten einen stärkeren Handel von Zinsswaps auf elektronischen Plattformen. Das habe ihnen über die Jahr Milliarden zusätzlich eingebracht, so die Anklage. Viele Marktteilnehmer nutzen Swaps, um sich gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern.

Anfang September hatten sich zwölf Banken, darunter auch die Credit Suisse und die UBS, bereit erklärt, insgesamt 1.87 Milliarden Dollar zu bezahlen, um eine Sammelklage in den USA abzuwenden. Eine Investorengruppe hatte geltend gemacht, sie hätte wegen eines illegalen Kartells Einbusse erlitten, das die besagten Finanzinstitutionen sowie die britische Firma Markit, führende Anbieterin von Finanzinformationen im Bereich der Kreditderivate um gewisse «Credit Default Swaps» aufgebaut hätten.

Zahlreiche Banken rund um den Globus müssen sich bereits wegen der Manipulation des Devisenmarktes und von Referenzzinssätzen wie dem Libor verantworten. (sda/reu/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Triesen 26.11.2015 08:50
    Highlight Highlight Absprachen um Wettbewerb zu verhindern? Ich bin kein Jurist, aber das ein solches Verhalten möglicherweise ungesetzlich der ist, liegt nahe. Offenbar sind CS und UBS einfach nicht lernfähig oder schützt "to big to fail" vor der Erkenntnis, sich nicht alles erlauben zu dürfen?
  • Yolo 26.11.2015 08:03
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