Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

14 Unternehmer-Storys die zeigen, dass es nie zu spät ist für eine gute Geschäftsidee

Manche Ideen brauchen Zeit, andere kommen einfach erst mit dem Alter. Diese 14 Unternehmerinnen und Unternehmer beweisen: Es ist nie zu spät für eine erfolgreiche Geschäftsidee.



Startup Gründer

Ueli Prager, Mövenpick

Der gebürtige Deutsche Ueli Prager besuchte in Trogen AR die Kantonsschule und startete später sein Studium an der Uni Zürich – abgeschlossen hat er es aber nie. Im Alter von 32 Jahren eröffnete er 1948 das erste Mövenpick-Restaurant in Zürich. 

Prager prägte die Firma über Jahrzehnte, bis er sich zum Jahresende 1991 aus dem Unternehmen zurückzog. Damals verkaufte er seine Aktienmehrheit an den Münchner Unternehmer August von Finck. Heute ist die Mövenpick-Gruppe in Europa, Afrika, Asien und Nordamerika präsent.

Ernst Stadler, Stadler Rail

Mit 34 Jahren gründet Ernst Stadler 1942 das Ingenieurbüro Stadler in Zürich. Fünf Jahre nach seinem Tod heiratete seine Enkelin Andrea Schaffner 1986 den Eishockeyspieler und späteren Nationalrat Peter Spuhler, der die Stadler Rail AG 1989 übernahm und bis 2017 leitete.

ARCHIVBILD ZUR MK DES BUNDESRATES UEBER DEN BAHNAUSBAUSCHRITT 2035, AM MITTWOCH 31. OKTOBER 2018 - A FLIRT Stadler Rail train of the Suedostbahn leaves a train station in St. Gallen, Switzerland, photographed on November 14, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Stadler Rail FLIRT Zug der Suedostbahn verlaesst einen Bahnhof, aufgenommen am 14. November 2017 in St. Gallen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Stadler «Flirt» in St.Gallen. Bild: KEYSTONE

Jimmy Wales, Wikipedia

Mit vier Jahren war Jimmy Wales' Lieblingsbuch – ja, er konnte in diesem Alter bereits lesen – die World Book Encyclopedia. Sein Weg war also gewissermassen vorgezeichnet: Im Alter von 35 Jahren gründete Wales Wikipedia, die mit über 48 Millionen Artikeln in annähernd 300 Sprachen mit Abstand bekannteste Online-Enzyklopädie. 

Cath Kidston, «Cath Kidston»

Cath Kidston zog mit 18 nach London, um für einen Interior Designer zu arbeiten. Erst mit 35 eröffnete sie ihren ersten eigenen Laden. Heute gibt es weit über 100 Filialen in Europa, Asien und Südamerika. 

Cath Kidston Tasche

Cath Kidstons Taschen sind für nostalgische Blumenmuster bekannt. Bild: cathkidston.com

Gottlieb Duttweiler, Migros

An seinem 37. Geburtstag trägt Gottlieb Duttweiler die Migros ins Handelsregister ein. In fünf Verkaufswagen bietet er in Zürich sechs Artikel an – sie sind bis zu 30 Prozent billiger als bei der Konkurrenz. Der Rest ist Geschichte und der orange Riese heute eine der 500 grössten Firmen der Welt.

Bild

Brian Acton, WhatsApp

Der amerikanische Programmierer Brian Acton und sein späterer Geschäftspartner Jan Koum arbeiteten zusammen bei Yahoo. 2007 verliessen sie die Firma und verbrachten ein Jahr mit Reisen und Frisbee-Spielen. 

Danach wollten sie bei Facebook Karriere machen, wurden jedoch nicht eingestellt. Sie entschieden sich, eine eigene App zu gründen. Bei der Gründung war Brian Acton 37 Jahre alt. 

Harland Sanders, KFC

Harland Sanders hatte schon viele verschiedene Jobs gehabt: Heizer bei der Eisenbahn, in einer Fährgesellschaft, Versicherungsmakler und Freiwilliger in der US-Armee in Kuba. Mit 40 begann er in seiner Wohnung Hühnchen für Kunden an einer Tankstelle zuzubereiten. 

Kentucky Fried Chicken Bucket

So sieht das berühmt-berüchtigte frittierte Hühnchen dann aus, wenn es in einem Kübel serviert wird. Bild: https://www.kfc-suisse.ch/

Später erweiterte er die Tankstelle zu einem Restaurant. Sein Hühnchen-Gewürz wird heute noch fast im Original in den über 20'000 Kentucky-Fried-Chicken-Restaurants eingesetzt.

Robert Noyce, Intel

Robert Noyce wurde fast von seiner Uni geschossen, weil er auf einem Bauernhof ein Schwein stahl. Nur sein Physikprofessor konnte dies verhindern. Noyce beendete sein Studium am MIT und wurde mit 41 Jahren Mitgründer des Techgiganten Intel. Sein späterer Übername: «Bürgermeister des Silicon Valley».

Vera Wang, «Vera Wang»

Die amerikanische Modedesignerin Vera Wang ist in erster Linie bekannt für ihre Hochzeitskleider. Sie entwarf unter anderem die Kleider von Mariah Carey, Jennifer Lopez, Victoria Beckham und Heidi Klum. 

Sie arbeitete 16 Jahre lang bei der Modezeitschrift Vogue und wechselte 1985 für zwei Jahre zur Polo Ralph Lauren Corporation ehe sie 1990 mit 41 Jahren ihr eigenes Label gründete.

This photo by Inez & Vinoodh shows a wedding gown by Vera Wang which is part of her Spring 2019 collection. (Inez & Vinoodh/Vera Wang Group via AP)

Eines von unzähligen Hochzeitskleidern aus dem Atelier von Vera Wang. Bild: AP/Vera Wang Group

Lynda Weinman, lynda.com

Nachdem sich Lynda Weinman das Animieren und Zeichnen von Computergrafiken selbst beigebracht hatte, unterrichtete sie mehrere Jahre in diesem Gebiet. Für ihre Schüler erstellte sie eine Website mit Lernvideos zu diesen Themen. Diese Website entwickelte sich zu Lynda.com, einer der grössten Lernplattformen im Kreativbereich. Mit 42 Jahren machte sie daraus eine Firma. Vor drei Jahren verkaufte sie Lynda.com an LinkedIn – für 1,5 Milliarden US-Dollar. 

Charles Félicien Tissot, «Tissot»

Charles Félicien Tissot gründete 1853 in Le Locle eine Werkstatt – zusammen mit seinem Sohn. Die Uhren sind mehrheitlich aus Gold gefertigt oder aber aufwendig verziert und werden ab 1853 in die USA und ab 1858 in das russische Kaiserreich verkauft. Heute gehört Tissot zur Swatch-Group.

Bild

Die Firma Tissot hat ihren Sitz noch immer in Le Locle NE. 

Ray Kroc, McDonald's

In den 1930er-Jahren verkaufte Ray Kroc zuerst Kartonbecher, später gab er diesen Job auf und zog durch das Land, um Küchenzubehör an die Leute zu bringen. Als die beiden Brüder Richard und Maurice McDonald gleich sechs seiner Milkshake-Mixer nachbestellten, wollte er sich deren Restaurant «California Diner» einmal ansehen. 

Er war beeindruckt vom Erfolgskonzept, kaufte sich die Franchising-Rechte und gründete sein eigenes McDonald's-Restaurant. Die Milchshakes, Pommes Frites und Hamburger waren ein Erfolg. 

1961 kaufte Ray Kroc das Unternehmen der McDonald-Brüder und eröffnete Restaurants rund um die Welt – im Alter von 52 Jahren.

John Pemberton, Coca-Cola

Der junge Apotheker John Pemberton war süchtig nach Morphium und daher auf der Suche nach einem Heilmittel. Er war überzeugt, dass eine Mixtur aus der Cocapflanze ihm helfen würde. Dabei entwickelte er eine Art Sirup – die erste Version der heutigen Cola.

epa05777573 (FILE) - A file photo dated 14 May 2013 showing an Indonesian worker walking past crates at the Coca Cola Amatil plant in Cibitung, Indonesia. The Coca-Cola Company is to release their 2016 4th quarter earnings results on 09 February 2017.  EPA/ADI WEDA *** Local Caption *** 50827992

Bild: EPA/EPA

Er tüftelte jahrelang an dem perfekten Rezept. Im Jahr 1887 liess er die Coca-Cola-Formel patentieren – mit 55 Jahren. Nur gerade zwei Tage konnte er sich über sein Monopol freuen, dann verkaufte er einen Grossteil seiner Rechte an eine Firma, um Geld für seine Sucht zu beschaffen. 

Arianna Huffington, The Huffington Post

Die Journalistin Arianna Huffington gründete mit 55 Jahren die Huffington Post. Bis 66 war sie Chefredaktorin bei der erfolgreichen Nachrichtenwebsite. Seither arbeitet sie für ein neues Startup im Bereich Gesundheit und Wellness-Information. 

Auch in der Schweiz schreiben Start-Ups erfolgreiche Geschichten:

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Die US-Serie «Silicon Valley»

Das könnte dich auch interessieren:

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Binnennomade 30.12.2018 21:59
    Highlight Highlight Gibt auch Studien dazu, in welchem Alter gegründete Unternehmen am erfolgreichsten sind - ich glaube, der Peak war bei etwa 45 Jahren. The Indicator Podcast hat das mal aufgegriffen: https://www.npr.org/sections/money/2018/05/02/607815836/aging-up
  • G-Man 30.12.2018 16:19
    Highlight Highlight Scheint als hätten die Frauen ihren Namen lieber als die Herren 😂
  • efrain 30.12.2018 15:54
    Highlight Highlight Ich verstehe den Sinn dieses Artikels nicht. Ist es heute die landläufige Ansicht, dass man als erfolgreicher Unternehmer jung sein muss, wenn man seine unternehmerische Laufbahn beginnt?

    Das habe ich nie so empfunden, im Gegenteil. Offensichtlich hat man bessere Chancen, als Unternehmer erfolgreich zu sein, wenn man einige Jahre Berufserfahrung hat und weiss, wie das Business, der Markt, die Welt tickt.

    Wenn es eine Tendenz gibt, dann eher, dass Jungunternehmer aus diesen Gründen häufiger scheitern.
  • loquito 30.12.2018 14:44
    Highlight Highlight Ausser man ist 60...Dann ist es zu spät... 😋
  • Schlange12 30.12.2018 14:43
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel, aber ernsthaft man kann doch nich Migros, Intel oder Tissot mit Whats’up oder anderen IT-Cashcows vergleichen, sorry! Whats’up nie schwarze Zahlen gemacht.
    • EhrenBratan. Hääää! 30.12.2018 16:03
      Highlight Highlight Du schon? 🧐
    • Eine_win_ig 30.12.2018 19:09
      Highlight Highlight Whats'up, das Tochterunternehmen von 7up und Whats'App ;)

      Ernsthaft:
      Kennen Sie den Spruch: Wenn es gratis ist, bist du das Produkt?

      Whats'App macht sein Geld (neben den 1.5 Mrd, die sie ausgewiesen haben) für Facebook mit Datenanalyse. Big Data, nennt sich das Ganze. Und bald kommt Werbung rein. Klar ist es profitabel, auch wenns vielleicht nicht im Jahresschlussbericht ausgewiesen wird.
    • Schlange12 30.12.2018 23:52
      Highlight Highlight @Mitchmossad
      Hast du wirklich das Gefühl eine Firma mit tausenden Angestellten aufzubauen, zuführen, zuorganisieren und strategisch auszurichten über mehrere Jahrzehnte einfacher ist als einen Algorithmus zuschreiben welchen man durch mehrere Finanzierungsrunden finanzierte hatt. Nichts gehen die Leiating von Whats’up, aber bitte nicht Birnem mit Äppfel vergleichen.
  • Ökonometriker 30.12.2018 14:41
    Highlight Highlight Die meisten hier sind nicht einmal sonderlich alt, sondern eher jung.
    Auf Grund meiner Arbeit im Finanzsektor sehe ich bei zahlreichen vermögenden Unternehmern, wann sie gegründet haben. In Mitteleuropa waren die meisten zwischen 40 und 50 - der Durchschnitt liegt so bei 43. Am ehesten wird man wohl erfolgreich, wenn man sich so ca. 10 Jahre in einer Branche eingearbeitet hat, die Probleme kennt und dann ein Unternehmen gründet, welches die Probleme löst und die Branche verbessert. Direkt von der Uni ohne Vorwissen gleich erfolgreich zu werden ist dagegen schwieriger - aber gibts auch.

Trump sagt: «Ich bin der Auserwählte» – und meint es ernst

Kein Witz: Der US-Präsident glaubt, er sei von Gott auserkoren.

Seit dem Rücktritt von Sarah Huckabee Sanders sind die Presse-Briefings der Trump-Regierung gestrichen. Stattdessen spielt sich auf dem Rasen vor dem Weissen Haus regelmässig folgende absurde Szene ab: Vor dröhnenden Helikopterrotoren brüllen Reporter dem Präsidenten Fragen zu – und dieser brüllt zurück.

Am vergangenen Mittwoch war nur eines noch absurder als die Szenerie: die Antworten des Präsidenten. Auf die Frage, wie es im Handelskrieg mit China weitergehe, entgegnete Trump: «Ich bin dazu …

Artikel lesen
Link zum Artikel