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T-Shirt im Plastiksack: An Smell-Dating-Partys können Flirtwillige den richtigen Partner am Geruch eines Kleidungsstückes finden. Das soll jetzt auch mit einer App funktionieren.
bild: tom medwell

Tinder mit der Nase: Schick mir dein T-Shirt und ich sage dir, ob ich dich (gut) riechen kann

Stell dir vor, du triffst deinen Tinder-Flirt – und kannst ihn nicht riechen! Mit der Smell-Dating-App soll sowas nicht mehr passieren. Statt über den Smartphone-Bildschirm zu wischen, kann man an getragenen T-Shirts schnuppern. Vorläufig allerdings nur in New York.

adrian lobe



Gerüche haben ihren eigenen Charme. Sie erinnern an die Kindheit, an die Ferien mit der ersten Freundin oder an ein romantisches Treffen.

Partner müssen sich riechen können, sagt der Volksmund. Ein besonderes Deodorant oder Parfum beim ersten Date kann anziehend oder abstossend wirken. Das belegen zahlreiche Studien.

Auf die richtige Körperchemie kommt es also an. Allein, auf den einschlägigen Partnerbörsen kann man olfaktorische Reize (noch) nicht mit einbeziehen. Dort zählen nur Aussehen und Präferenzen.

Zigaretten- und Grillgeruch sind erlaubt

Eine neue Dating-App aus den USA versucht Singles nun mit Geruchsproben zusammenzubringen. Für 25 Dollar schickt Smell Dating paarungsbereiten Singles ein Baumwoll-T-Shirt mit genauen Anweisungen zu. Der Teilnehmer soll das Kleidungsstück drei Tage lang möglichst ohne Geruchsverfälschung durch Deos oder Parfums tragen und nicht waschen. Zigarettenrauch und Grillgeruch sind erlaubt – schliesslich geht es um die unverfälschte Wahrheit.

«Man kann nicht kontrollieren, welchen Geschmack oder Geruch man mag. Man muss seinen Sinnesorganen trauen.»

Tega Brain, Künstlerin und Mitbegründerin von Smell Dating

Nach 72 Stunden, in denen möglichst viele körpereigene Gerüche an dem Textil haften bleiben sollen, geht die Sendung retour, und man bekommt zehn Kleidungsstücke von anderen Personen zugeschickt. Davon wählt man eines aus, dessen Aroma nach eigenem Empfinden gut riecht.

Gibt es einen «mutual match», das heisst, wenn auch der Besitzer das eigene Textil gern riecht, werden die Telefonnummern ausgetauscht – und man kann sich verabreden.

Und so sieht das Paket mit dem T-Shirt aus:

Im Gegensatz zu Dating-Plattformen wie Tinder oder eHarmony fragt Smell Dating nicht nach sexueller Präferenz, Geschlecht oder Essgewohnheiten. Die Angabe einer Telefonnummer und E-Mail-Adresse reichen aus.

«Es geht darum, der unterbewussten Intuition zu vertrauen und nicht in unvermeidliche Vorurteile zurückzufallen», sagte die Künstlerin und Mitbegründerin von Smell Dating, Tega Brain, gegenüber Buzzfeed. Man solle sich einfach von seinen Gerüchen leiten lassen. «Man kann nicht kontrollieren, welchen Geschmack oder Geruch man mag. Man muss seinen Sinnesorganen trauen», rät Brain. Der betörende Duft kann, wie Liebe auch, blind machen.

Das klingt nach Esoterik, doch dahinter stecken harte wissenschaftliche Erkenntnisse. Smell Dating, das sich als «the first mail order dating service» bezeichnet, stützt sich auf eine vielzitierte Studie aus dem Jahr 1995, bei der Männer drei Tage lang dasselbe T-Shirt trugen und Frauen bewerten sollen, wie es riecht.

Die fertigen Pakete mit den (frischen) T-Shirts

Am Geruch erkennt man, ob das Gegenüber passt

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Frauen am meisten von Männern angezogen waren, deren Genetik am meisten von der ihrigen entfernt war. Mit traumwandlerischer Sicherheit erkennen Menschen am Geruch, ob das Erbgut des Gegenübers zum eigenen passt.

Dieses Phänomen machen sich auch die Veranstalter von Pheromon-Partys statt, wo man erschnuppern kann, wer zu einem passt.

Würdest du Smell Dating ausprobieren?

Gerüche oder Algorithmen?

Ob die «molekulare Intuition», wie Smell Dating es verführerisch nennt, oder die kühle Mathematik von Tinders Algorithmen zu besseren Ergebnissen führt, bleibt abzuwarten. Fraglich ist auch, ob das T-Shirt eines Kettenrauchers, der auf Bildern nett wirkt, attraktiv ist.

Bis jetzt ist der Dienst auf 100 Leute begrenzt und nur in New York verfügbar. Die Smell-Dating-Kunden müssen jedenfalls ein feines Näschen bei der Partnerwahl besitzen.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Parmelin Anderson 22.03.2016 11:15
    Highlight Highlight Wann kommt endlich die Unterhosenversion raus?!?!
  • Sheez Gagoo 22.03.2016 04:50
    Highlight Highlight Igitt. Ich mache mir generell nichts aus gebrauchter Wäsche. Weder möchte ich ein Shirt vollstinken noch an so was riechen. Ich bin da vielleicht altmodisch, aber für mich gilt: Dreckige Wäsche=waschen. Ist aber natürlich ein freies Land und ich stehe da niemandem vor dem Glück.
    • Züzi31 24.03.2016 13:04
      Highlight Highlight Also wenn du ein Shirt ein paar Stunden getragen hast, stinkt es? Ich würde dir raten selber zu mal wieder zu duschen.
  • Señor Ding Dong 21.03.2016 12:35
    Highlight Highlight Ich finds ne lustige idee. Wär ich single, würde ich mal ein Tishi vollstinken und schauen, was passiert :-D
  • TanookiStormtrooper 21.03.2016 12:11
    Highlight Highlight Ich bin da ja etwas altmodisch und ziehe mir weiterhin gebrauchte Unterwäsche aus dem Automaten... ;)
    Benutzer Bild
  • The Host 21.03.2016 08:26
    Highlight Highlight Man schickt ein T-Shirt ein und erhält 10? Wie geht das mathematisch auf?
  • Hippie-ster 20.03.2016 22:01
    Highlight Highlight Das Leben als Single muss heutzutage wahrlich schrecklich sein, wenn man sich so etwas antut.
    • koks 20.03.2016 22:30
      Highlight Highlight typische firstwirld-problems.
      dafür können diese menschen dann vegan essen und ihr facebookfoto mit regenbogenfarben einfärben.
  • BigB 20.03.2016 21:27
    Highlight Highlight 3 Tage (oder gar 72h) dasselbe T-Shirt tragen?
    Dazu ohne Deo?
    Wird sicherlich geruchsintensiv... :-/
    • The fine Laird 20.03.2016 22:26
      Highlight Highlight "...dä stinkt!"
  • Luca Brasi 20.03.2016 21:11
    Highlight Highlight Was ist wenn man im "waste management business" tätig ist? Die Lei...äh...den Müll zu beseitigen, hinterlässt nicht immer angenehme Gerüche...
    ;)

Emma Amour

«Ich liebe meine Freundin, aber ich liebe auch schöne Frauen…»

Lieber Dani,

komm, wir fangen mit einem Kompliment an: Es ist mutig, solche Gedanken zu Blatt zu bringen. Ich kann mir nämlich vorstellen, dass es nicht ganz einfach ist, sich einzugestehen, dass man sich in einer sehr schön und gut funktionierenden Beziehung doch noch nach anderem sehnt.

Trotzdem stolpere ich über dein Verhalten. Ich störe mich daran, dass du deine Freundin benotest. Auch störe ich mich daran, dass das Einzige, das dich quasi an ihr stört, ihr Äusseres ist. Und du, wenn ich …

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