Wissen
Good-News

Diese App erkennt einen Schlaganfall

Diese App erkennt einen Schlaganfall, indem sie dein Lächeln analysiert

27.08.2018, 06:2727.08.2018, 06:27

Wem auf einmal ein wenig schwindlig ist, der denkt nicht als erstes an einen Schlaganfall. «Die Symptome sind ziemlich unspektakulär und wirken wenig bedrohlich», zitiert die «Apotheken Umschau» den Neurologen Martin Grond. Dabei zählt bei einem Schlaganfall jede Sekunde.

Spanische Wissenschaftler der Polytechnic University in Valencia haben jetzt eine App entwickelt, die uns zukünftig dabei helfen soll, einen Schlaganfall frühzeitig zu erkennen. Mittels drei Tests, für die man lediglich ein Smartphone braucht.

  1. Als erstes musst du in die Kamera deines Smartphones lächeln. Die App überprüft daraufhin dein Lächeln auf Unregelmässigkeiten. Denn bei einem Schlaganfall kommt es häufig zur einseitigen Lähmung der Gesichtsmuskulatur.
  2. Jetzt musst du einen Satz vorlesen. Über das Mikrofon analysiert die App deine Aussprache und ob du fähig bist, den Text fehlerfrei vorzulesen.
  3. Zuletzt musst du dein Smartphone mit dem rechten Arm und nachher mit dem linken in die Höhe heben. Dank des Beschleunigungssensor kann die App erkennen, ob ein Arm nicht mehr so hoch gehoben werden kann wie der andere.
«Trotz der Aufklärungskampagnen, die von verschiedenen Stellen durchgeführt werden, sind viele Menschen nicht in der Lage, die Anzeichen dieser Krankheit zu erkennen.»
Jaime Lloret, Professor

Wenn zwei der drei Test den Verdacht bestätigen, wird automatisch die Ambulanz alarmiert und der vordefinierte Kontakt aus deinem Adressbuch informiert. 

Das Smartphone könnte ein gutes Hilfsmittel sein, um Schlaganfälle früher zu erkennen, lässt sich Jaime Lloret, der am Projekt beteiligt ist, in einer Mitteilung zitieren. Denn: «Trotz der Aufklärungskampagnen, die von verschiedenen Stellen durchgeführt werden, sind viele Menschen nicht in der Lage, die Anzeichen dieser Krankheit zu erkennen.»

Noch kann man sich die App nicht herunterladen. Sie wird derzeit noch getestet. Und selbst wenn sie dann auf dem Markt ist, gilt beim Verdachtsfall weiterhin: Sicherheitshalber einen Arzt konsultieren. (fvo)

«Hör auf, mir zu sagen, dass Brot ungesund ist!»

Video: watson/Adrian Bürgler, Emily Engkent

Alkoholprävention in Frankreich in den 50ern: Die Plakatkunst von Phillippe Foré

1 / 10
Alkoholprävention in Frankreich in den 50ern: Die Plakatkunst von Phillippe Foré
«Kehr Alkohol den Rücken zu!»
quelle: messynessychic.com / messynessychic.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Die Eisbären auf Spitzbergen werden fetter – obwohl das Eis schmilzt
Während das Meereis rund um Spitzbergen rapide schmilzt, sind die Eisbären dort gesünder und fetter als vor dreissig Jahren. Wie ist das möglich?
Wir alle kennen die Bilder von ausgemergelten Eisbären, die mit letzter Kraft nach Nahrung suchen, weil überall das Eis geschmolzen ist. Und zu den sich am schnellsten erwärmenden Gebieten der Erde gehört die Barentssee rund um Svalbard, wie Spitzbergen offiziell heisst. Seit 1980 ist die Temperatur dort um 2 Grad pro Jahrzehnt gestiegen. Das hat erhebliche Auswirkungen auf das Meereis – das Jagdgebiet, in dem Eisbären traditionell Robben fangen.
Zur Story