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Studie zeigt auf, wie dein Wohnort dein Gewicht beeinflusst đź™„



In this Thursday, May 8, 2014 photo, an overweight man wears a shirt patterned after the American flag during a visit to the World Trade Center, in New York. Rising numbers of American adults have the most dangerous kind of obesity, belly fat, despite evidence that overall obesity rates may have plateaued, government data shows. Abdominal obesity affects 54 percent of U.S. adults, versus 46 percent in 1999-2000, and the average waist size crept up an inch, too, according to the most recent statistics. (AP Photo/Mark Lennihan)

New York im Jahr 2014. Bild: Mark Lennihan/AP/KEYSTONE

Wer bestimmte Genvarianten trägt, neigt zum dick werden: Ganz besonders bei niedrigem Lebensstandard. Deshalb sei wichtig, beim Kampf gegen Übergewicht auch die Städteplanung zu berücksichtigen, berichten Forschende der ETH und des Unispitals Lausanne (CHUV) mit britischen Kollegen.

Unterschiede beim Einkommen, bei Bildung, Alter, Herkunft – all diese Faktoren können nicht vollständig erklären, warum Übergewicht in Städten wie Genf und Lausanne ungleichmässig verteilt ist. Das hatten Studien aus den Jahren 2014 und 2016 gezeigt. Nun liefert das internationale Forscherteam um Stéphane Joost von der ETH Lausanne (EPFL) das fehlende Element: die genetische Prädisposition.

Dieses genetisch bedingte Risiko für Übergewicht errechneten die Wissenschaftler anhand von 69 Genvarianten. Die Wahrscheinlichkeit, auch tatsächlich übergewichtig zu werden, ist dann besonders gross, wenn zu den Genen noch widrige soziale Umstände hinzukommen, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt «International Journal of Epidemiology».

Stadtplan der sozialen Umstände

Auf die Spur dieses Zusammenhangs kamen die Lausanner Forschenden in Zusammenarbeit mit Kollegen der University of Exeter, die Daten von 120'000 Briten aus der britischen Biobank untersuchten. Den Befund daraus bestätigten sie anschliessend anhand der «CoLaus»-Kohortenstudie mit 6000 Einwohnern der Stadt Lausanne, wie EPFL und CHUV am Mittwoch mitteilten.

Apropos Gewicht I: 19 Fastfood-Gerichte, die zum Davonlaufen sind (wenn man halt nicht zu beleibt ist)

Die Wissenschaftler nutzten den sogenannten «Townsend Deprivation Index», der aus dem Jahr 1987 stammt. Damit lässt sich ein Stadtplan der sozialen Umstände zeichnen, aufbauend auf vier Faktoren: dem Anteil Arbeitsloser, wie viele Personen pro Zimmer in einer Wohnung zusammenleben, sowie dem Anteil Auto- und Hausbesitzer.

Auch wenn viele heute freiwillig auf ein Auto verzichten und dies nicht zwingend den sozialen Status wiedergibt, zeigt der Index für Lausanne einen klaren Trend: Einen sozial schwächeren Westen und «reicheren» Osten. Anschliessend untersuchten die Forscher, wo in der Stadt sich die genetische Prädisposition besonders in einem Body-Mass-Index niederschlug. Auch hier: Im Westen Lausannes mehr als im Osten.

Knapp ein Kilo mehr

Wie stark das Umfeld den Effekt der Gene verstärkt, sei wegen der relativ kleinen Teilnehmerzahl schwer zu bestimmen, schrieben EPFL und CHUV. In der britischen Studie der University of Exeter mit 120'000 Personen, liess sich der Unterschied eher beziffern: Ein niedriger Lebensstandard bedeutete dort fast ein zusätzliches Kilogramm Körpergewicht für eine durchschnittlich grosse Person.

Die Studie zeige, dass es nicht reiche, Gesundheitskampagnen gegen gezuckerte Getränke und frittiertes Essen durchzuführen, sagte Joost gemäss der Mitteilung. Man müsse auch fragen, in welchem Mass die Städteplanung beitragen könne, gegen das Problem zunehmenden Übergewichts vorzugehen. Dieser Frage wollen sich die Forschenden nun annehmen.

Apropos Gewicht II: Das AdiPositivity-Projekt macht Mur (wenn man halt doch zu beleibt ist)

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pachnota 25.01.2017 16:45
    Highlight Highlight Ja Forscher mĂĽsste man sein...
  • Señor Ding Dong 25.01.2017 15:38
    Highlight Highlight Das Wichtigste haben sie aber vergessen zu erwähnen: ist diese Armut ansteckend!!??
  • http://bit.ly/2mQDTjX 25.01.2017 12:08
    Highlight Highlight Wenn ich das richtig verstehe, haben diese Forscher herausgefunden, dass Armut ein Gesundheitsrisiko darstellt. Wer hätte das gedacht!?

    Natürlich kann man städtebaulich dafür sorgen, dass sich die Armut nicht im Westen sammelt und sich auch in den reichen Osten verteilt. Das ändert allerdings nichts an den Gesundheitsrisiken der Armen. Es verwischt nur die Unterschiede bis zur Unsichtbarkeit.

    Ich wĂĽrde den Lausannern Forscher vorschlagen, im Westen experimentell ein Bedingungsloses Grundeinkommen einzufĂĽhren, und dann staunen, wie sich das auf BMI und Gesundheit der Leute auswirken wird.
  • strudel 25.01.2017 11:58
    Highlight Highlight Städteplanung gegen Übergewicht? Keine fetten Ghettos? Verteilung der Dicken über die Stadt um das Durchschnittsgewicht pro Stadtteil zu senken? Kein Anschluss dicker Quartiere an den ÖV um körperliche Betätigung zu fördern? Maximalgewicht pro Wohnblock um Dicke am Zuziehen zu hindern? Für Personen mit hohem Köpergewicht werden nurnoch Wohnungen in den oberen Stockwerken vermietet und die Liftbenutzung verboten.

    Ich sprĂĽhe nur so vor guten Ideen! Man bringe mir einen Stadtplaner damit keine Zeit bei der Umsetzung verloren geht.

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