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Die Neuen sollen bei Ambri den Unterschied ausmachen: Franco Collenberg, Peter Guggisberg, Igor Jelovac, Diego Kostner, Gauthier Descloux, Michael Ngoy, Eliot Berthon und Matt D'Agostini (v.l.). Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Ambri kehrt zu den Ursprüngen zurück – aber auch in die Playoffs?

Mit Inti Pestoni hat Ambri seinen wichtigsten Spieler an die ZSC Lions verloren. Trotzdem kann Trainer Hans Kossmann mit seinen «Desperados» die Überraschungsmannschaft der Saison werden.

31.08.16, 18:00

Ohne ein bisschen «Voodoo» geht es nicht. Ambri «netto» kann die Playoffs nicht erreichen. Die spielerischen Mittel sind zu beschränkt. Nur ein Ambri «brutto» kann über sich hinauswachsen. Also ein leidenschaftliches, zu allem entschlossenes, vom ganz besonderen Geist der Leventina beseeltes Ambri.

Ambris Heimat in der beschaulichen Leventina: Die Valascia. Bild: KEYSTONE

Können wir zum Voraus erkennen, wie es um Ambris Seele steht? Ob wir ein Ambri «netto» oder ein Ambri «brutto» sehen werden? Einfach ist es nicht. Die Geschichte lehrt uns immerhin: je mehr Querdenker und «Desperados» in der Kabine und je eigenwilliger der Trainer, umso besser. So gesehen sind die Voraussetzungen gar nicht so schlecht.

Das Ambri im Herbst 2016 ist ein echtes Ambri mit vielen «Desperados» (= Hoffnungslosen, die nichts mehr zu verlieren haben). Also ein Ambri «brutto». Trainer Hans Kossmann ist ein echter Nonkonformist mit einem Flair für «Desperados». Wenn es einem gelingt aus diesen Hockey-Abenteurern ein Playoff-Team zu formen, dann ihm.

Mit Hans Kossmann (r.) hat Ambri den richtigen Mann an der Bande. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Es wird so viel Blues, Rock’n’Roll und Free Jazz gespielt, dass es für den Trainer nicht einfach ist, eine einheitliche taktische Melodie durchzusetzen. Peter Guggisberg und Matt D’Agostini, die in Kloten bzw. Genf ausgemustert worden sind und nun eine letzte Chance erhalten, der alternde Leitwolf Paolo Duca, der leidenschaftlich für ein letztes Hurra kämpfen wird, die sensiblen, spielerischen Schillerfalter Oliver Kamber und Mikko Mäenpää, deren Talent so oft schon verkannt worden ist, der freundliche Sandro Zurkirchen, einst in Zug für die NLA gewogen, zu leicht befunden und nun in Ambri zum Nationaltorhüter und WM-Teilnehmer gereift.

Ambri hat in der zweiten Hälfte der letzten Saison unter Kossmann zu seiner wahren Identität zurückgefunden und verpasste die Playoffs, weil Sportchef Ivano Zanatta ein mutloser Opportunist war. Er wusste schon im Sommer, dass er Trainer Serge Pelletier entlassen muss, wartete aber aus politischer Korrektheit 17 Spiele lang und bis zum 25. Oktober 2015 mit dem Trainerwechsel. Zu lange. Unter Pelletier hatte Ambri pro Spiel einen Punkt geholt. Unter seinem Nachfolger Hans Kossmann waren es 1,48 Punkte. Aufgerechnet auf 50 Spiele ergibt das 74 Punkte – und das hätte für Platz 7 gereicht.

Was ist neu bei Ambri?

Die Schlüsselspieler bei Ambri-Piotta

Transferbilanz:

 Knapp gehalten

Jobsicherheit des Trainers:

Hoch

Die bange Frage:

Kann Peter Guggisberg Inti Pestoni ersetzen?

Prognose: Platz 8 oder 9

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  • Against all odds 01.09.2016 11:12
    Highlight Jelovac am meisten Kampfkraft?! Damit ist er in Biel jedenfalls nicht besonders aufgefallen. Hoffe für Ambri, dass sie in dieser Beziehung bessere Spieler haben.
    5 0 Melden
  • alessawardo 31.08.2016 19:29
    Highlight Ich bleibe bei meinem üblichen Motto. Reicht es dieses Jahr nicht, reicht es im nächsten! Non mollare mai - niemals aufgeben!
    48 5 Melden
    • lululove 31.08.2016 20:18
      Highlight dieses Jahr reicht es hoffentlich!

      ...kloten soll ins B!
      mag Kloten nicht - aus Gründen, 'tschuldigung
      47 26 Melden
    • Hockeyaddict 31.08.2016 22:21
      Highlight @Alpendruide
      Verstehe dich schon, aber irgendwann muss dann auch wieder gut sein! Nicht vergessen; Ambri veranstaltet praktisch auch jedes Jahr eine Spendentour...kann sich aber trotzdem immer wieder Spieler wie Steiner, Giroux, Guggi, etc. leisten. Aber egal bin auch ein Ambri Sympathisant - Forza Ambri
      33 5 Melden
    • TheMan 31.08.2016 22:29
      Highlight Ne sorry am schönsten wäre, der Z im B. Oder Daffos
      21 34 Melden
    • Amboss 01.09.2016 00:00
      Highlight @addict: Eishockey ist ein Zischussgeschäft. Gerade in der Leventina.
      Andere haben Mäzene oder Gastronomie.
      Sehe diese jährliche Jammern-Spendentour nicht so dramatisch.
      Gehört einfach zum Kult dazu, wie die Kälte in der Valascia oder la Montanara
      21 12 Melden
  • andre63 31.08.2016 19:26
    Highlight hoffentlich nicht.
    10 29 Melden

«Eishockey aktuell» – SRF lanciert neues Eishockeymagazin

Das Schweizer Fernsehen SRF erweitert die Eishockey-Berichterstattung um eine neue Sendung. Ab der neuen Saison berichtet das Magazin «Eishockey aktuell» über alle Spiele und alle Tore einer Runde.

Die Sendung wird während der Qualifikation an Werktagen mit vier oder mehr National-League-Spielen ausgestrahlt. Die Sendedauer soll jeweils 30 bis 40 Minuten betragen. Bei Wochenendrunden berichten «Sportaktuell» und «Sportpanorama» wie gewohnt über die Spiele im Schweizer Eishockey.

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