International
Syrien

USA bombardieren Assad-treue Truppen

USA bombardieren Assad-treue Truppen

08.02.2018, 08:2008.02.2018, 08:46

Bei einem Angriff der US-Armee in Syrien sollen einem Bericht zufolge mehr als 100 regierungstreue Kämpfer getötet worden sein. Die US-geführte Anti-IS-Koalition und ihre Verbündeten griffen im Osten des Landes aus der Luft und mit Artillerie an.

«Wir schätzen, dass mehr als 100 syrische Pro-Regime-Kräfte getötet wurden», zitierte der Sender CNN am Donnerstag einen nicht näher genannten Offiziellen der US-Armee. Aus syrischen Militärkreisen hiess es, mehr als 150 regierungstreue Kämpfer seien getötet oder verletzt worden. Unter den Toten seien auch afghanische Kämpfer gewesen.

Die Anti-IS-Koalition erklärte, regierungstreue Kräfte hätten am Mittwoch im Euphrat-Tal ein Hauptquartier der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) angegriffen.

American troops look out toward the border with Turkey from a small outpost near the town of Manbij, northern Syria, Wednesday, Feb. 7, 2018. Lt. Gen. Paul E. Funk, the top U.S. general in the coaliti ...
US-Beobachter in Manbij, Nord-SyrienBild: AP/AP

Dort hätten sich auch Soldaten des Anti-IS-Bündnisses aufgehalten. Der Angriff auf die Anhänger von Syriens Präsident Baschar al-Assad war demnach eine Verteidigungsmassnahme nach einem «unprovozierten Angriff».

Die Pro-Regime-Kräfte hätten dabei Panzer und Artillerie eingesetzt, zitierte CNN den Vertreter des US-Militärs weiter. Vermutlich hätten sie Ölfelder in der Region einnehmen wollen.

Aus Bürgerkrieg heraushalten

Die USA vertreten in Syrien die Linie, sich aus dem Bürgerkrieg herauszuhalten und nur gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu kämpfen. Schon im vergangenen Jahr hatten sie aber regierungstreue Milizen angegriffen und das als Verteidigungsmassnahme bezeichnet.

Das US-Militär arbeitet im Kampf gegen den IS eng mit den SDF zusammen. Diese werden von der Kurdenmiliz YPG angeführt. (sda/dpa)

Erste Messe seit 6 Jahren in syrischen Kirche

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die Ukraine schlägt zurück: «Das hat man seit zwei Jahren nicht mehr gesehen»
Die russische Armee hat ihren früheren Angriffsschwung verloren, sagen Experten. Doch das ist nicht die einzige gute Nachricht für die Ukraine.
Im Schatten von Donald Trumps Iran-Krieg geschieht in der Ukraine Dramatisches. Die Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA beantwortet Kiew mit einer beispiellosen Luftoffensive gegen die Öl-Industrie im Raum St. Petersburg – rund 1000 Kilometer von der eigenen Grenze entfernt.
Zur Story