USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Nordkorea hält den US-Bürger Kim Dong Chul weiter gefangen. Bild: AP/AP

Gibt's Gnade von Kim? Nordkorea verhandelt über Freilassung von US-Gefangenen

19.03.18, 06:26 19.03.18, 06:50

Die nordkoreanische Führung verhandelt Berichten zufolge mit den USA und Schweden über die Freilassung von drei US-Bürgern, die in Nordkorea gefangen gehalten werden. Dies berichtet der in Seoul ansässige Fernsehsender MBC am Sonntag.

Demnach hätten Pjöngjang und Washington eine Vereinbarung über die Freilassung von Kim Hak Song, Kim Sang Duk und Kim Dong Chul «praktisch erreicht».

Nun würden Details über den Zeitpunkt der Freilassung ausgearbeitet, berichtete der Sender unter Berufung auf einen südkoreanischen Diplomaten. Die Verhandlungen seien über die nordkoreanische Vertretung bei den Vereinten Nationen und das US-Aussenministerium geführt worden – einen inoffiziellen Kommunikationsweg namens «New Yorker Kanal».

Verdacht auf «feindliche Akte»

Laut dem Fernsehsender CNN wurde die Freilassung der Gefangenen auch bei dem dreitägigen Besuch des nordkoreanischen Aussenministers Ri Yong Ho in Schweden und bei seinen Gesprächen mit der schwedischen Aussenministerin Margot Wallström diskutiert. Die schwedische Botschaft in Pjöngjang vertritt die Interessen der USA in Nordkorea. Laut CNN sprach Schweden das Thema der gefangenen US-Bürger an, um «die Dinge in die richtige Richtung zu bringen».

Kim Hak Song, Bild: AP/Interpol

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump hatten dem Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm am 9. März eine spektakuläre Wendung gegeben, indem sie sich zu einem Gipfeltreffen bereit erklärten. Dieses soll spätestens Ende Mai stattfinden, Zeitpunkt und Ort sind aber noch unklar. Die Einladung ging von Kim aus, wurde aber von Südkorea übermittelt. Eine offizielle Reaktion der nordkoreanischen Regierung gab es seitdem nicht.

Kim Dong Chul, ein in Südkorea geborener US-Pastor, war 2015 unter dem Vorwurf der Spionage in Nordkorea festgenommen worden. 2016 wurde er zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Kim Hak Song und Kim Sang Duk arbeiteten an der Universität für Wissenschaft und Technologie in Pjöngjang, als sie im vergangenen Jahr wegen des Verdachts «feindlicher Akte» festgenommen wurden. (sda/afp)

Otto Warmbier stirbt nach 17 Monaten Haft in Nordkorea

Video: watson/Helene Obrist

Das könnte dich auch interessieren:

In diesen 7 Momenten stand die Welt vor dem Dritten Weltkrieg

Soziopath, Hochstapler, Egomane: Netflix-Doku zeigt den wahren Donald Trump

Wer beisst in den sauren Apfel? So stark brennt der Baum bei den 5 Abstiegskandidaten

Liebe Menschheit: Bitte erfinde endlich diese total praktischen Dinge!

6 perfide Stilmittel, mit denen das Sprach-Genie Kollegah sich gerade wehrt

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 20.03.2018 09:15
    Highlight Die Freilassung der Gefangenen wird wahrscheinlich ebenso Gesprächsstoff sein wie auch der Friedensvertrag zwischen Nordkorea und den USA. Es war auch Rede einer US- Botschaft in Pjöngjang. Im Gegenzug könnte die US- Regierung eine nordkoreanische Botschaft in Washington einrichten lassen. Ich bin zuversichtlich, dass das ein gutes Gespräch wird. Ob das Gespräch zwischen den beiden Staatsherren schlussendlich stattfinden kann, ist eine andere Sache. Da dies von vielen Faktoren abhängt. 2/2
    0 0 Melden
  • Gregor Hast 20.03.2018 09:05
    Highlight Das Regime von Kim Jong Un kann uns passen oder nicht, doch sollten wir ihm zu Gute halten, dass er sich wenigstens Kompromissbereit erklärt und versucht mit dem amerikanischen Präsidenten in Kontakt zu kommen.
    0 0 Melden

Giftangriff auf Duma – wer sagt die Wahrheit?

Eine knappe Woche nach dem Angriff auf Duma sind die Fronten klar: Für den Westen steht fest, dass Syriens Armee Chemiewaffen eingesetzt hat – Russland bestreitet das kategorisch. Ein Blick auf die Fakten.

Duma, ein Vorort von Damaskus mit rund 100'000 Einwohnern, gehört zum Gebiet Ost-Ghuta. Im Februar startete das syrische Regime einen Grossangriff auf das rund hundert Quadratkilometer grosse Gebiet, das seit April 2013 von Regierungstruppen belagert wurde. In den vergangenen Wochen rückten die Truppen von Diktator Baschar al-Assad weit auf das Rebellengebiet vor und kesselten Duma ein. Daraufhin verhandelten Vertreter des russischen Militärs mit der Rebellengruppe «Armee des …

Artikel lesen