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Finanzminister Mnuchin zusammen mit US-Präsident Donald Trump.
Finanzminister Mnuchin zusammen mit US-Präsident Donald Trump.Bild: AP/AP

US-Finanzminister verteidigt Trumps verharmlosende Äusserungen zu Charlottesville

20.08.2017, 08:0120.08.2017, 09:18

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat die Reaktion von Präsident Donald Trump auf die die rechtsextreme Gewalt in Charlottesville verteidigt. An ihn selbst gerichtete Rücktrittsforderungen wies er zurück.

Die «Taten derjenigen, die mit Hass erfüllt sind und mit dem Vorsatz anderen zu schaden», fänden weder bei ihm Unterstützung noch beim US-Präsidenten und der übrigen Regierung, schrieb Mnuchin am Samstag (Ortszeit) in einer via Twitter verbreiteten Erklärung.

Trumps «Programm» weiter umsetzen

Der Finanzminister reagierte damit auf einen Aufruf von mehr als 350 seiner früheren Kommilitonen an der US-Eliteuniversität Yale. Diese forderten, angesichts der Geschehnisse in Charlottesville müsse Mnuchin «sofort» zurücktreten und damit eine «moralische Pflicht» erfüllen. Mnuchin verwies in seinem Schreiben darauf, dass er sich als Jude mit dem Hass auf Minderheiten bereits auseinandergesetzt habe.

«Auch wenn ich es kaum glauben kann, dass ich mich dabei verteidigen muss, fühle ich mich verpflichtet, Sie wissen zu lassen, dass der Präsident in keiner Weise glaubt, dass Neonazis oder andere Hassgruppen, die Gewalt billigen, gleichzusetzen sind mit Gruppen, die friedlich und rechtmässig demonstrieren», fügte der Finanzminister hinzu. Er wolle Trumps «Programm» weiter umsetzen.

«Gewalt auf vielen Seiten»

Trump steht massiv in der Kritik wegen seiner Reaktion auf einen Aufmarsch hunderter weisser Rassisten und Rechtsextremisten vor gut einer Woche in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia. Eine 32-jährige Gegendemonstrantin wurde getötet, als ein 20-jähriger Neonazi sein Auto offenbar absichtlich in eine Gruppe von Gegnern des Aufmarschs steuerte.

Trump sprach wiederholt von «Gewalt auf vielen Seiten» und stellte damit die Gegendemonstranten auf eine Stufe mit den Rechtsextremisten. Auf beiden Seiten gebe es auch «sehr gute» Leute, sagte der US-Präsident. Die Yale-Absolventen werfen Mnuchin insbesondere vor, dass er dabei stand, als Trump seine umstrittene Stellungnahme zu Charlottesville abgab. (sda/afp)

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Rassisten-Aufmarsch in US-Unistadt
quelle: ap/ap / steve helber
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75 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Asmodeus
20.08.2017 10:18registriert Dezember 2014
Wess brot ich fress dess lied ich sing.
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zombie woof
20.08.2017 11:20registriert März 2015
Es gibt keine guten Nazis! Es gibt auch keine halben Nazis! Mnuchin, ob jetzt Jude oder nicht, gehts einzig und allein darum, seinen Status nicht zu verlieren und da scheint ihm jedes Mittel recht zu sein. Sobald es um Geld und Macht geht, verschwindet der Anstand.
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flyingdutch18
20.08.2017 11:18registriert Dezember 2014
Wie hat Michael Moore kürzlich gesagt: Wer Rassisten fördert, ist selbst ein Rassist. Jedem aufmerksamen Beobachter war übrigens schon vor Charlottesville klar, dass Trump ein Rassist und weisser Supremacist ist. Man muss nur seinen Wahlkampf verfolgen, seinen "Birther" Hass gegen Obama, sein früheres Verhalten gegen Mieter in New York oder wie er mit Inseraten gegen fünf schwarze Jugendliche in New York hetzte, obwohl sich später herausstellte, dass sie unschuldig waren. Mnuchin hätte sein Amt gar nicht erst antreten dürfen.
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