Islam
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Eine Frau im Zentrum Roetelstrasse der Islamischen Gemeinschaft Zuerich in Zuerich, aufgenommen am 1. April 2007. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

A muslim sits in front of a model of a mosque in the center Roetelstrasse of the Zurich Moslem Community in Zurich, Switzerland, pictured on April 1, 2007. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Eine muslimische Frau im Gebetsraum. 
Bild: KEYSTONE

Christen vs. Muslime? 8 erhellende Fakten zur diffusen «Werte-Debatte» nach Köln 

Im Nachgang zu den Ereignissen der Kölner Silvesternacht wird breit debattiert, ob die «muslimischen Werte» mit einem Leben in Europa vereinbar seien. Eine Befragung von Christen und Muslimen zu Ansichten bezüglich des Geschlechterverhältnisses zeigt: Es gibt nicht ein Europa. Und auch nicht eine muslimische Welt. 



Die Debatte um Asylsuchende, die Frauen sexuell belästigen und bestehlen, wie es in der Silvesternacht in Köln passiert ist, hat sich von rechter Seite zu einem guten Teil zu einer Wertedebatte entwickelt.

Die eigentliche Meldung, dass eine grosse Gruppe von hauptsächlich marokkanischen, tunesischen und algerischen Taschendieben von Geilheit und Alkohol besoffen Frauen bestohlen und sexuell genötigt hat, ist in den Hintergrund getreten. 

Die Straftaten waren nicht mehr An- und Übergriffe auf Frauen, sondern auf «unsere» Frauen und damit «unsere», also «christliche» Werte. Und rasch rutschte die Debatte auf die Metaebene, wo sich Politiker, Psychologen und Kriminologen über Fragen streiten wie: 

Können muslimische Zuwanderer mit der Emanzipation der Frau umgehen? Sind sie überfordert, wenn sie auf Frauen treffen, die ohne männliche Begleitung unterwegs sind? Und: Können diese Leute ihre Wertesysteme überhaupt anpassen oder ist eine Integration in eine geschlechter-gleichberechtigtere Gesellschaft im Vornherein unmöglich

Die Antworten auf diese Fragen sind in einer Untersuchung des deutschen Bundesamtes für Migration ausgiebig untersucht worden. Insbesondere das Verständnis von Rollen- und Geschlechterverhältnissen und deren jeweilig ideal-erwünschtes Sexleben sowohl bei Christen als auch Muslimen aus verschiedenen Regionen Europas, des Nahen Ostens, der Türkei, Nordafrikas und Südostasiens sind untersucht worden. 

Aus acht Aussagen zu Geschlechterrollen und Sexualität von in Deutschland lebenden Angehörigen und praktizierenden Christen und Muslimen lassen sich acht teils mehr, teils weniger überraschende Fakten ablesen: 

1. Italienische Katholiken sehen die Frau eher am Herd als türkische Muslime 

Der Aussage «Frauen sollten sich stärker um die Familie und den Haushalt kümmern» haben europäische Christen teilweise öfter voll zugestimmt als Muslime. So liegt die Zustimmungsrate zu diesem Satz bei polnischen und italienischen Christen höher als etwa bei iranischen, türkischen oder südasischen Secondo-Muslimen (etwa aus Indonesien). 

Werte-Befragung Muslime Christen

bamf-geschlechterrollenstudie 2013

2. Muslime lassen Frauen weniger gern allein in den Ausgang als Christen 

Der Aussage «Frauen sollten auch ohne ihren Partner abends alleine mit ihren Freundinnen oder Freunden ausgehen können» haben die befragten Christen aus allen Regionen Europas eher voll zugestimmt als die befragten Muslime. 

Werte-Befragung Muslime Christen

Werte-Befragung Muslime Christen

bamf-Geschlechterrollenstudie 2013

3. Nordafrikaner helfen eher im Haushalt als Polen

Der Aussage «Männer sollten genauso wie Frauen Verantwortung für die Hausarbeit übernehmen» stimmten mehr nordafrikanische Muslime (67,4 Prozent) voll zu als polnische Christen (65,4 Prozent).

Werte-Befragung Muslime

bamf-geschlechterrollenstudie 2013

4. Türken wünschen sich am ehesten mehr Frauen als Chef

Der Aussage «Frauen sollten stärker als jetzt in Führungspositionen vertreten sein» haben die befragten Türkinnen und Türken öfter voll zugestimmt als alle befragten Christen-Gruppen. 

Werte-Befragung Muslime

Werte-Befragung Muslime

bamf-geschlechterrollenstudie 2013

5. Alle wollen eine gute Ausbildung für die Mädchen 

Der Aussage «Eine gute berufliche Ausbildung von Mädchen ist genauso wichtig wie die von Jungen» stimmten durchs Band fast alle Muslime und Christen aus allen untersuchten Weltregionen «eher» oder «voll und ganz» zu. 

Werte-Befragung Muslime

Werte-Befragung Muslime

bamf-geschlechterrollenstudie 2013

6. Italiener bevormunden Töchter wie die Türken 

Der Aussage «Eltern sollten die Auswahl der Freunde und Freundinnen bei ihren Töchtern mehr mitbestimmen als bei ihren Söhnen» haben 16,8 Prozent der befragten Italiener zugestimmt. Etwa gleich viel wie bei den Türken (17 Prozent). 

Werte-Befragung Muslime

Werte-Befragung Muslime

bamf-geschlechterrollenstudie 2013

7. Italiener haben mehr Mühe mit Vorehe-Sex als Iraner 

Den Aussagen «Der Mann/Die Frau sollte keinen Sex vor der Ehe haben» haben die Italiener öfter voll und ganz zugestimmt als die befragten Iraner. Die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Frage des vorehelichen Geschlechtsverkehrs zieht sich jedoch durch beide Religionen aus allen Weltgegenden. Bei Frauen wird durchs Band mehr Wert auf voreheliche Keuschheit gelegt als bei Männern. 

Bild

Bild: bamf-geschlechterrollenstudie 2013

8. Es ist die Bildung, Dummkopf!

Aus den Ergebnissen der Detailbefragung errechneten die Soziologen der Studie einen Liberalitätsgrad für die einzelnen befragten Gruppen. Dieser zeigt, dass von allen Stichproben-Gruppen nur die christlichen deutschen Frauen in Fragen der Geschlechterrollen liberaler eingestellt sind als die befragten muslimischen Iraner. Demgegenüber sind die Türken sehr traditionell eingestellt. 

Liberalitätsgrad nach Herkunft und Geschlecht

bamf-geschlechterrollenstudie 2013

Der Unterschied in den Liberalitätsvorstellungen zwischen den iranischen und türkischen Muslimen in Deutschland liegt in den Bildungsunterschieden begründet. «Besonders hoch ist der Anteil der Hochgebildeten unter Muslimen aus dem Iran», belegt die Studie. Bei den Türken ist es umgekehrt. Muslime aus der Türkei, die in ihrem Herkunftsland die Schule besucht haben, «weisen im Vergleich mit Abstand das niedrigste Bildungsniveau auf.» 

Und: «Ein Länder und Religionen übergreifender Befund empirischer Studien ist, dass gebildete Menschen toleranter sind und egalitärere Einstellungen beiden Geschlechtern gegenüber aufweisen.»

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57
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    Alle Leser-Kommentare
  • Chlinae_Tigaer 18.01.2016 13:38
    Highlight Highlight Der Artikel war ja mal was ganz besonderes.

    Gut, spannend, informativ.

    Für einen grossen Teil der watson- Leserschaft.


    Und für die anderen? Für jene, die nicht irgendwelchen Träumen nachjagen und sich der Realität stellen?
    Für jene, die sich nicht weiter blenden lassen und folgsam und ohne nachzudenken, schon fast tantramässigen Aussagen, ungeprüft glauben schenken?

    Entscheidet selbst.


  • NoName 18.01.2016 10:57
    Highlight Highlight Ich, gläubige Muslima, finde es so schade, dass wir nur noch in Schubladen gesteckt werden. Sie ist Muslimin, dass heisst sie ist so und so. Wir sind doch alle Menschen und sind alle unterschiedlich und nicht so einfach einzuordnen?
  • laralee12 18.01.2016 08:59
    Highlight Highlight Ich bin eine Türkin, weiblich und religionslos. Ich finde es nicht korrekt, dass man eine Person aufgrund der Herkunft direkt in eine Religion einstuft. Ich halte nichts (mehr) von Religion. Bin auch als Muslima geboren aber habe mich dann entschieden, keiner Religion mehr anzugehören, nachdem ich den Islam genau erforscht habe. Zudem habe ich die Bibel gelesen, auch das alte Testament. Im alten Testament stehen auch extrem frauenfeindliche Zeilen drin. Religion ist ein patriarchisches System. Jede Frau, die versucht Religion mit Frauenrecht zu kombinieren, schneidet sich ins eigene Fleisch.
  • Pirat der dritte 17.01.2016 20:27
    Highlight Highlight Zum Glück gibts watson. Super Beitrag!
  • Ninon 17.01.2016 16:47
    Highlight Highlight Als ‪Muslima‬ aufgewachsene Femen-Aktivistin ‪ZanaRamadani‬: «Das Frauenbild, das uns in der Silvesternacht entgegenschlug, wird im gesamten islamischen Kulturkreis gelebt. In Mazedonien, wo ich herkomme, hätte unter Muslimen genau das Gleiche passieren können. Auch in Pakistan oder Bangladesch. In jedem islamischen Land hätte das passieren können und passiert dort auch täglich. Denn die Werte sind schuld an den Geschehnissen. Es sind die Werte des Islam.»
    • wtf 18.01.2016 09:58
      Highlight Highlight .... und ist CDU Mitglied, wie paradox :) fast Schizophren.
  • Regula Sterchi 17.01.2016 11:44
    Highlight Highlight Netter Artikel.
    Nur: Man kennt die Täter nicht - wieso gehen alle davon aus, dass es Muslime waren? Und die Opfer Christinnen? In Nordafrika und Arabischen Ländern sind Christen so wenig Ausnahme wie es hier Muslime sind.
  • amos schweizer 16.01.2016 21:56
    Highlight Highlight Bevor man Rückschlüsse auf die Übergriffe in Köln zieht, sollte man zuerst einmal wissen, um wen es sich bei den Tätern handelt.
    Denn die Studie könnte einen grossen Haken haben: Handelt es sich um relativ Neu-Zugezogene (wie es scheint), müsste man die Umfrage in den Herkunftsländern machen und nicht mit Migranten hier.
  • dracului 16.01.2016 16:38
    Highlight Highlight Es sind vielleicht nicht die eigenen Werte, sondern oft die Kombination mit den Werten eines fremden Land. Typischerweise sind Werte, Kultur und Gesetze ähnlich. Einige benehmen sich in den Ferien anders, einige machen Sexurlaub, fahren zu schnell oder gehen Kiffen nach Amsterdam/Colorado, obwohl sie sich zu Hause nie so benehmen würden. Ich glaube, dass gerade die abendländischen Kulturen, die auf viel Eigenverantwortung setzen, von einigen fälschlicherweise als "Freipass" verstanden werden. Die Frage ist moralisch: Wie lebe ich meine Werte, wenn kein Gesetz mich bestrafen würde?
  • Pipapo 16.01.2016 16:36
    Highlight Highlight Wieder so ein krampfhafter Versuch, Probleme zu verneinen oder verniedlichen. Merkt Ihr eigentlich nicht, dass genau dieses Verleugnen eigentlich gemässigte Leute dazu treibt, sich extremeren Forderungen anzuschliessen?
    • philipp meier 17.01.2016 14:16
      Highlight Highlight mit dem hyperventlieren zu #koelnbhf werden die alltäglichen übergriffe in unserer gesellschaft verniedlicht. es geht ums verhältnis und einordnen. und hier hilft diese studie (ein bisschen)
  • Dysto 16.01.2016 16:18
    Highlight Highlight Wie können bei Frage 7 die Antworten bei Mann und Frau überhaupt verschieden sein? Wie soll ein Mann vor der Ehe Sex haben dürfen, wenn es die Frau eher nicht darf? Indem er mit einer mit einem anderen Mann bereits verheirateten Frau schläft, oder wie?
    • lofi 17.01.2016 14:16
      Highlight Highlight ach komm, dysto, doppelmoral ist doch nichts neues, oder? mit einer bereits verheirateten frau schlafen, ist eine möglichkeit. prostitution eine weitere. oder mit einer frau, die einem moralisch nicht gut genug ist, um sie zu heiraten, aber für sex halt schon.
  • Madamemimselle 16.01.2016 15:28
    Highlight Highlight Das finde ich irgendwie lustig wie Watson hier Statistiken kommentiert. Die Häufungen sind eindeutig bei Menschen muslimischer Herkunft stärker. Ausreisser so markant hervorzuheben...ist nicht gerade das, was ich von watson erwartet hätte.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.01.2016 16:55
      Highlight Highlight Zuersteinmal ist es dich gut, das interessante Ausreisser hervorgehoben werden. Das macht es interessanter. Wie so oft bei Watson, scheint ihre Agenda nicht zu sein: "Der Islam ist gut", sondern ich finde es regt zum Nachdenken an.
      Die Studie hat ergeben, das Schlussendlich das Bildungsniveau entscheidend ist.
      Offen bleibt, weshalb das in einigen islamischen Ländern so tief ist....
    • Jol Bear 16.01.2016 17:36
      Highlight Highlight Man hat eine bestimmte Meinung und ein bestimmtes Ziel. Um dessen Richtigkeit zu untermauern und möglichst viele davon zu überzeugen werden Zahlen und Statistiken beigezogen und die Fragen sowie die Ergebnisse der eigenen Absicht dienlich gestellt und hernach interpretiert. Dasselbe Muster kennen wir auch aus den Abstimmungszeitungen der SVP.
    • lofi 17.01.2016 14:55
      Highlight Highlight @Madamemimselle: die formulierung "ausreisser hervorheben" finde ich etwas übertrieben. in der öffentlichen debatte wird halt häufig so getan als hätten muslime ganz andere ansichten als christen. obige statistiken zeigen, dass die positionen konservativer muslime etwa denen von konservativen christen entsprechen. dass diese konservativen positionen unter den befragten muslimen häufiger vorkommen, steht da ja auch. allerdings habe ich nie verstanden, warum es hiesige konservative stört, wenn muslime konservativ sind.
  • ferox77 16.01.2016 14:40
    Highlight Highlight Der Irrglaube ist, dass man denkt, den Flüchtlingen/Migranten Vorgaben zu machen. Erstens hält man in der CH die eigenen Gesetze kaum ein. Zum Zweiten haben die Flüchtlinge/Migranten das Wissen, dass keiner sie zwingen kann woanders hinzugehen oder auszureisen. Und drittens leben die Flüchtlinge einfach Ihre Kultur. Nur naive Politiker denken, dass die Flüchtlinge/Migranten so ticken wie der brave Steuerzahler.
    • ferox77 16.01.2016 16:27
      Highlight Highlight 2)
      Erst wenn man die Andersartigkeit der Kultur und damit die Menschen erkennt und auch akzeptiert hat man die Möglichkeit, einen Fahrplan für die Integration zu schaffen. Die jetzige Politik vergrössert den Unwillen einer Integration auf allen Seiten.
    • Macke 16.01.2016 16:44
      Highlight Highlight Naja, ich kenne sehr viele MigrantInnen und auch einige Flüchtlinge. Zu denken, dass sie nur "ihre" Kultur leben, ist naiv. Wie viele Gegenbeispiele muss ich dir nennen, bevor du mit dem schwarz-weiss-Schema aufhörst? Wenn ich dir jetzt die Geschichte eines Iraners erzählen würde, der aufgrund seiner Gesellschaft'sliberalen Gesinnung geflohen ist, dann wirst du es als Einzelfall abtun. Und auch die Geschichte einer somalischen Lesbe wirst du unter Einzelfall abspeichern. Aber MigrantInnen und Flüchtlinge sind alles Individuen, die sich nicht in einen Topf werfen lassen.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.01.2016 16:57
      Highlight Highlight Also was jetzt? Hält man in der CH die eigenen Gesetze nicht ein oder ist alles voll von braven Steuerzahlern?
      Alle Flüchtlinge in eine Schublade stecken sagt mehr über dich aus, als über die Flüchtlinge ;-)
  • Gipfeligeist 16.01.2016 14:21
    Highlight Highlight Die Umfrageergebnisse hängen sehr stark vom Bildungsstand ab. Ein unaufgeklärter Christ aus dem Berner Oberland wird weniger von Gleichberechtigung halten als ein studierter, betender Iraner. Man kann nicht ganze Kulturen pauschalisieren!
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.01.2016 16:57
      Highlight Highlight Voll!
  • Suchlicht 16.01.2016 14:06
    Highlight Highlight Was sagt mir diese Umfrage? Regionale Sitten und Gepflogenheiten spielen offensichtlich eine grössere Rolle als religiöse Anschauungen.
  • DerWeise 16.01.2016 13:39
    Highlight Highlight Da war der letzte Club auf SRF allerdings um Magnituden erhellender:
    http://www.srf.ch/sendungen/club/uebergriffe-von-koeln-zuendstoff-der-kulturen
  • Sapere Aude 16.01.2016 13:23
    Highlight Highlight Der Bildungsgrad scheint eine viel grössere Auswirkung auf die Wertehaltung zu haben als der religiöse Hintergrund. Bei Geschlechterfragen müssten wir auch zuerst vor der eigenen Türe kehren als immer gleich mit dem Finger pauschal auf eine andere Bevölkerungsgruppe zu zeigen.
    • DerWeise 16.01.2016 13:50
      Highlight Highlight Religion füllt seit seit jeher das durch mangelnde Bildung und Wissen herrschende Vakuum. Von dem her, würde ich diese 2 Dinge nicht trennen.
    • Sapere Aude 16.01.2016 16:00
      Highlight Highlight Als Religionswissenschaftler würde ich widersprechen. Religion an sich ist nicht gegen Bildung oder Wissen gerichtet. So fand gerade im Mittelalter Bildung und Wissenserhaltung in den Klöstern statt. In der Antike waren es die Priester, die sich Wissen angeeignet und weiter verbreiten haben. Vielmehr sind es Ideologien die das von dir angesprochene Vakuum füllen. Leider halten Religionen oft für solche Missbräuche den "Kopf* hin.
    • Sapere Aude 16.01.2016 16:13
      Highlight Highlight Sound ich entschuldige damit in keiner Weise die Erreignisse in Köln. Ich bezweifle jedoch dass sich das Ereignis alleine durch den kulturellen Hintergrund der Täter erklären lässt. Vielmehr war es eine koordinierte Aktion um Taschendiebstahl zu begehen. Vielleicht sogar um gezielt Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Wer würde davon profitieren? Unter anderem Daesh...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie Brown 16.01.2016 13:18
    Highlight Highlight "Italienische Katholiken sehen die Frau eher am Herd als türkische Muslime."

    Ich glaube, dass diese Frage unter konservativen, sich auf das Christentum beufenden Eidgenossen mindestens genau so viel Zustimmung bekommt wie bei Italienischen Katholiken und damit mehr als bei türkischen Muslimen. Ist natürlich nur ein Gefühl, ich habe dazu weder eine Studie gelesen noch eine durchgeführt. Ich stütze die These auf das, was ich von den wichtigsten Exponenten aus dem politischen Lager regelmässig mitbekomme.
  • AdiB 16.01.2016 13:00
    Highlight Highlight nihmt es doch bitte einfach zur kenntnis, dass überall auf der welt solche und solche leben.
    europa ist nicht perfekt wie auch all die anderen regionen.
    perfetion exestiert in der natur nur einmal und das ist unser planet die erde.
    • Luca Brasi 16.01.2016 13:46
      Highlight Highlight Da finde ich den Planeten Mars aber besser. Wunderschönes leuchtendes Rot in Perfektion. ;)
    • AdiB 16.01.2016 14:31
      Highlight Highlight @luca ich dinde deinen spruch nicht lustig. der grund ist das du dich damit über deine heimat lustig machst. die erde ist ein schönes wesen und ja ich gehör zu dennen die, die erde als lebendes organ sehen.
      und falls bei gewiessen leuten den nerv getroffen habe das sie nicht perfekt sind. das seit ihr nicht, es exestiert nicht. das wir versuchen perfektion zu erzwingen verstösst gegen die natur. den es ist genau die ungereimtheit, das unvollendete und doch atemberaubende das es ausmacht. wer nach perfektion strebt, strebt nach unmöglichem.
  • Wasmeinschdenndu? 16.01.2016 12:59
    Highlight Highlight Glaube kaum, dass radikale Muslime an so einer Umfrage (von westlichen Medien) teilgenommen haben
    • AdiB 16.01.2016 13:27
      Highlight Highlight hier geht auch nicht um die 0.00..1% radikaler muslime.
    • Wasmeinschdenndu? 16.01.2016 13:39
      Highlight Highlight Kommt natürlich darauf an, wie man radikal definiert. Drei mal am Tag beten ist für mich schon ziemlich radikal und meist sind die dann auch gegenüber dem Westen negativ eingestellt...
    • Charlie Brown 16.01.2016 14:15
      Highlight Highlight @Wasmeinschdenndu: mit den selben Massstäben gemessen ist auch deine Aussage radikal. Just sayin'.
    Weitere Antworten anzeigen
  • barmi 16.01.2016 12:50
    Highlight Highlight Diese Vergleiche haben für mich ehrlich gesagt kaum einen Zusammenhang mit den Übergriffen.

    Zudem sind die Vergleiche nur lächerlich, es wird da meistens der schlechteste Wert der Christen mit dem besten Wert der Muslime verglichen ;)
  • DerWeise 16.01.2016 12:46
    Highlight Highlight Das ist ja wieder Mal unterirdisch.

    Seit wann spielt in Europa das Christentum die gleiche Rollle, wie der Islam in den arabischen Ländern?

    Und ja, junge Iraner sind gut gebildet und westlich geprägt. Aber habe ich was verpasst? Haben die Amis plötzlich den Iran gebombt und halb Persien ist auf der Flucht?
    • Charlie Brown 16.01.2016 14:18
      Highlight Highlight @DerWeise: In Europa gehen stellenweise tausende jede Woche an Demonstrationen gegen alles, was die christlichen Werte scheinbar gefährdet. Stimmt, so extrem sind die wenigsten Moslems.
  • DerMaestro 16.01.2016 12:45
    Highlight Highlight Ich bin ja ein grosser fan der Watson berichterstattung, jedoch finde ich in letzter Zeit die verzweifelte Suche nach Gegenargumente und rechtfertigungen fragwürdig. Als ob man uns eintrichtern möchte, das in Warheit wir, die "normale" arbeiterschicht für die "primitiven" Taten versntwortlich sind. Ich meine, man kann es nun mal nicht schönreden. Anstatt die "Schuld" zu suchen, wäre es konstruktiver, man würde nach Lösungen suchen. Wie viele Beweise und Taten braucht es noch, un zu sehen das es ein Problem gibt. Egal was die italiener für eine Ansicht haben, (nicht repräsentiv), siesindeinsege
    • maese38 16.01.2016 14:05
      Highlight Highlight Linke Journis müssen ja so berichten, damit sie der Linken Leserschaft genügen.
    • Pipapo 16.01.2016 16:15
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach der treffendste Kommentar hier.
  • metall 16.01.2016 12:40
    Highlight Highlight Glauben ist das Problem!
    • philipp meier 16.01.2016 12:49
      Highlight Highlight falsch. die meisten menschen, die glauben, sind ganz normal oder tun sogar gutes. resp., die ganze marken- und konsumwelt besteht auch grösstenteils aus "glauben" (denken wir zb. an die vielen apple believers;)
    • _kokolorix 16.01.2016 13:47
      Highlight Highlight glauben ist das was den menschen vom schimpansen unterscheidet! es ist fast unmoglich einem schimpansen ein unsinniges ritual anzutrainieren. bei vielen menschen besteht das leben zu einem grossteil aus unsinnigen, meist religiösen, ritualen. totzdem wäre es ohne die fähigkeit etwas einfach zu glauben nicht möglich kulturelle erkentnisse zu 'vererben'. man denke nur an die mathematik welche wir alle anwenden ohne sie komplett verstanden und begriffen zu haben.
      die kehrseite ist der religiöse wahn, aber summa summarum scheint diese fehlentwicklung weniger zu schaden als das nützliche gut macht
    • metall 16.01.2016 16:42
      Highlight Highlight Wir hätten genug zu tun mit dem was wir wissen.
  • atomschlaf 16.01.2016 12:25
    Highlight Highlight Schön, aber liberale Iraner nützen uns nicht viel, wenn haufenweise erzkonservative Araber und Afrikaner zu uns kommen wollen.
    Und das Italiener-Bashing könnt Ihr Euch gleich sparen!
    • philipp meier 16.01.2016 12:41
      Highlight Highlight und wo/wie belegst du, dass haufenweise konservative nordafrikaner und araber kommen?
    • Retarded Wizard 16.01.2016 14:59
      Highlight Highlight http://de.statista.com/statistik/daten/studie/293542/umfrage/asylgesuche-in-der-schweiz-nach-herkunftslaendern/ Wenn sie weder die Bevölkerung Eritreas, Somalias, Afghanistans oder des Iraks als konservativ ansehen, ja dann kann ich Ihnen auch nicht mehr weiterhelfen. Sicher trifft dies nicht auf jeden Bürger genannter Staaten zu, jedoch auf die Meisten. Und diese kommen eben haufenweise zu uns. Fakten die längst öffentlich zugänglich sind, aber man liest halt eben nur, was man auch lesen will, nicht wahr Herr Meier?
    • lofi 17.01.2016 14:47
      Highlight Highlight @atomschlaf: welches italienerbashing? "haufenweise erzkonservative" ? und das soll nun differenzierter sein als obige statistik?
      @retarded wizard: die allermeisten dieser gesuche stammen ja von eritreerInnen. ich weiss nicht, wie konservativ die eritreische bevölkerung im schnitt ist. ich weiss, dass etwa die hälfte der bevölkerung christlich, die andere hälfte muslimisch ist. warum sollten diese leute ein problem fürs hiesige zusammenleben sein?
  • Kookaburra 16.01.2016 12:11
    Highlight Highlight Fazit: Die Christen und die Dummen sind also schlimmer als Muslime...

    Es stimmt schon. Wir sollten am besten auch keine Christen mehr reinlassen. Und sicher niemanden ohne Dr.-Titel. Am besten gar niemanden mehr vom Süden. Weil ja jetzt bewiesen ist, dass schon die Italiener sehr problematisch sind...

    Es sagen ja viele schon lange, dass wir wenigstens ein Bisschen selektieren sollten bei der Immigration, aber trotzdem passiert das Gegenteil.
    • philipp meier 16.01.2016 12:45
      Highlight Highlight artikel (wirklich;) gelesen? polen sind auch "ganz schlimme" und leben nicht im süden.
      aber pauschal ist eh niemand schlimm; sondern: es ist viel komplizierter, als viele dieser tage behaupten.
    • Charlie Brown 16.01.2016 13:59
      Highlight Highlight @Philipp: Du hast keine Ahnung von Geografie!!! Die Erde ist eine Scheibe, die Eidgenossenschaft deren Zentrum und alles was nicht im Norden ist, ist im Süden!!! Und sowas nennt sich Journalist!!!

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