DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Einen virtuellen Tesla in der Einfahrt parkieren: Hat ein Norweger mit wenig Aufwand programmiert.
Einen virtuellen Tesla in der Einfahrt parkieren: Hat ein Norweger mit wenig Aufwand programmiert.screenshot: youtube

Apples neues Killerfeature – diese «Demos» zeigen, was das iPhone bald kann

Mit iOS 11 macht Apple «Augmented Reality» massentauglich. Aber was bringt die Technik im Alltag? Hier sind zwölf vielversprechende Beispiele.
04.07.2017, 19:4305.07.2017, 08:41

Glaubt man den Einschätzungen renommierter Experten, dann stehen wir an einem Wendepunkt, was die menschliche Interaktion mit Computern betrifft.

Bitte was?!

Ok, zweiter Versuch:

In naher Zukunft bedienen wir unsere Smartphones und Tablets auf ungewohnte Weise und erledigen damit äusserst praktische Dinge, die bis anhin schlicht nicht möglich waren.

Das Zauberwort lautet Augmented Reality, kurz AR. Dabei wird die reale Welt (respektive das, was das menschliche Auge davon erfasst) mit virtuellen, aber realistisch wirkenden Objekten erweitert und auf dem Mobile-Bildschirm verschmolzen.

Pokémon Go war nur der Anfang, und die Anwendungen reichen weit über Handy-Spielereien hinaus. Konkrete Beispiele, zu denen wir weiter unten erste Videos zeigen, sind:

  • Zentimetergenaues Vermessen aller möglichen Dinge (Indoor/Outdoor) mit dem Handy.
  • Sonneneinstrahlung realitätsgetreu anzeigen (um zum Beispiel zu sehen, ob sich seine Solaranlage an Standort X lohnt).
  • Herausfinden, wie neue Möbel und andere Einrichtungsgegenstände in die Wohnung passen.
  • Kinderleichtes Navigieren in fremden Städten (zu Fuss und mit Fahrzeug).
  • Durch Wände sehen (zum Beispiel um das Angebot eines Ladens zu begutachten, bevor man ihn betritt).
  • Leicht nachvollziehbare Anleitungen, um komplexe Maschinen (zum Beispiel einen Motor) zu reparieren. Dies kann vielen Berufsleuten den Job erleichtern.
  • Games Games Games – Pokémon Go war nur der Anfang.

Um die fast unbegrenzten Möglichkeiten zu veranschaulichen, gucken wir uns zunächst ein YouTube-Video an. Darin sehen wir, wie ein iPhone-User Vincent Van Goghs Schlafzimmer in seiner Küche platziert und sich darin umschaut...

Das Smartphone bleibt (vorläufig) König

AR-Anwendungen sind Software, sie benötigen leistungsfähige Hardware, um ihre Wirkung zu entfalten. Und da sieht es tatsächlich so aus, als spielte das Smartphone die zentrale Rolle. (Wer ihren Untergang prognostiziert, ist also zu früh dran).

Eigentlich wäre ja die Brille das geeignete Vehikel, um Bewegbilder direkt vor unser Auge zu bringen, wie der AR-Spezialist Daniel Eckler in diesem lesenswerten Beitrag («Everything You Need to Know About AR in 5 Minutes») bei medium.com festhält. Doch konnte sich das Konzept bislang nicht durchsetzen.

Googles Videobrille («Glasses») sei als Massenprodukt kläglich gescheitert und der wirtschaftliche Erfolg von Snapchats Billig-Modell («Lenses») halte sich in Grenzen. Nur eine AR-App für das Smartphone schlug so richtig ein: Pokémon Go.

Das war 2016 und damit sind wir wieder beim Smartphone, respektive beim iPhone. Diesen Herbst lanciert Apple mit der neuen System-Software iOS 11 eine mächtige AR-Plattform. Nie war es einfacher für Software-Entwickler, AR-Apps zu lancieren. Dabei winkt ein lukrativer Markt mit hunderten Millionen Usern.

Im Juni hat Apple die Entwicklerwerkzeuge für AR-Apps veröffentlicht und seither experimentieren schlaue Köpfe, was sich mit «ARKit» (so nennt Apple das Bündel an Programmier-Schnittstellen und Software-Bibliotheken) alles anstellen lässt.

Zwar seien Mobilgeräte nicht die optimale Plattform für AR, hält der AR-Fachmann Daniel Eckler fest. Doch sei es zu begrüssen, wenn Apple, Google und Co. auf die Technik setzen.

Was Apples ARKit-Plattform betrifft, stehen wir erst ganz am Anfang. Doch die Versuche können sich sehen lassen ...

Den Tesla in der eigenen Einfahrt parkieren

Der norwegische Software-Entwickler Jelmer Verhoog sorgt mit einer ARKit-Anwendung im Internet für Furore. Um sich das lange Warten auf den bestellten Tesla zu verkürzen, hat er sich ein virtuelles Elektromobil hinter sein Haus gestellt. Sogar die Lackfarbe lässt sich auf Knopfdruck anpassen ...

Einen Roboter im Wohnzimmer tanzen lassen

Das neue Haus vor dem ersten Spatenstich besichtigen

«Minecraften» für Fortgeschrittene

Wie wärs mit einer Partie «Minecraft»? Dabei werden die virtuellen Bauklötze direkt in der eigenen Küche platziert...

Ebenfalls sehenswert ist das folgende Video, das auf einer echten Strasse ein «interdimensionales Portal» zeigt.

Wie bei Harry Potter ...

Distanzen zentimetergenau messen (ohne Messband oder anderes Hilfsmittel)

Beim folgenden Video eines anderen iOS-Entwicklers wird auch gleich das (virtuelle) Messband eingeblendet.

Räume möblieren

Im Restaurant: Vor dem Bestellen die Menüs in 3D auf dem Teller sehen

Mit der Rakete im Swimmingpool landen

Der Regenwald in der eigenen Garage

Tür aufschweissen und los ...

... und raus aus der Garage.

Ein Schiff vor Anker

Der Wermutstropfen: Die AR-Apps funktionieren nur mit neuerer Apple-Hardware, ab iPhone 6S oder einem iPad Pro.

Was ist deine Lieblings-Anwendung? Schreib ins Kommentarfeld, inklusive Link zur sehenswerten ARKit-Animation.

Inputs via Mac Observer und @MadeWithARKit.

Das könnte dich auch interessieren:

Video: srf

Die spannendsten Neuheiten von der Apple-Keynote zur WWDC 2017

1 / 40
Die spannendsten Neuheiten von der Apple-Keynote zur WWDC 2017
quelle: ap/ap / marcio jose sanchez
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wettbewerbshüter verhängen 200-Millionen-Strafe gegen Apple und Amazon

Italiens Wettbewerbshüter haben eine Strafe in Höhe von insgesamt rund 200 Millionen Euro gegen Apple und Amazon wegen wettbewerbsschädlichem Verhalten verhängt.

Zur Story