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In dieser Gemeinde wird man neu per Whatsapp informiert

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Die Gemeinde Schinznach-Bad verschickt neu Informationen per Whatsapp. (Symbolbild)Bild: EPA/EPA FILE

In dieser Gemeinde wird man neu per Whatsapp informiert

Als Reminder für Termine und Anlässe steht der Bevölkerung von Schinznach-Bad ab sofort ein elektronischer Infodienst zur Verfügung. Die Gemeinde setzt auf den Nachrichtendienst Whatsapp.
23.07.2018, 05:1623.07.2018, 06:37
Claudia Meier / az Aargauer Zeitung

Wer kennt die Situation nicht? Praktisch täglich landen mehrere Newsletter per E-Mail im elektronischen Briefkasten. Oft werden sie kaum zur Kenntnis genommen und ungelesen gelöscht. Um jedoch die Bevölkerung an wichtige Termine wie Strassensperrungen oder Veranstaltungen zu erinnern, setzt die Gemeinde Schinznach-Bad seit Ende April auf einen Informationsdienst per Whatsapp. Interessierte speichern die Nummer 078 896 73 15 auf ihrem Mobiltelefon und schicken die Whatsapp-Nachricht «Start» an diesen Kontakt. Wer keine Gemeindemitteilungen mehr wünscht, sendet die Nachricht «Stopp». Dann wird die Nummer des Absenders gelöscht. Mit diesem Dienst können Informationen nur empfangen und nicht gesendet werden. Der Datenschutz sei gewährleistet, schreibt die Gemeinde Schinznach-Bad in ihrem neusten Mitteilungsblatt.

«Die Idee kam von Gemeinderat Sandro Wächter, der für das Standortmarketing zuständig ist», sagt Gemeindeschreiberin Nicole Seiler. Es gehe darum, der Bevölkerung ohne E-Mails auf einfachem Wege einen Reminder für Termine und Anlässe sowie allgemeine Informationen zu bieten. «Whatsapp ist eine neue Möglichkeit, die Bevölkerung – insbesondere auch die jüngere Generation – zu erreichen», fährt Seiler fort.

«Whatsapp ist eine neue Möglichkeit, die Bevölkerung – insbesondere auch die jüngere Generation – zu erreichen»: Nicole Seiler, Gemeindeschreiberin Schinznach-Bad.
«Whatsapp ist eine neue Möglichkeit, die Bevölkerung – insbesondere auch die jüngere Generation – zu erreichen»: Nicole Seiler, Gemeindeschreiberin Schinznach-Bad.zvg

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Video: watson/Emily Engkent, Angelina Graf

Das Mitteilungsblatt ist und bleibt allerdings das amtliche Publikationsorgan der Gemeinde Schinznach-Bad. «Es werden keine Infos via Whatsapp verschickt, die nicht vorher im Mitteilungsblatt standen», betont die Gemeindeschreiberin. Die Kosten für den neuen Infodienst sind bescheiden. Seiler spricht von einmalig 10 Franken für die SIM-Karte. Whatsapp läuft übers Internet.

Angelegt ist der elektronische Infodienst in Schinznach-Bad, das 1300 Einwohner zählt, vorerst für eine sechsmonatige Testphase. Bisher haben sich 70 Personen angemeldet. «Pro Tag kommen 1 bis 2 dazu. Das ist sehr erfreulich», stellt Seiler fest. Im Herbst entscheide der Gemeinderat, basierend auf den Rückmeldungen und den Bedürfnissen der Bevölkerung, ob der Infodienst weitergeführt wird oder nicht. Gibt die Regierung grünes Licht, wird er bis zur Fusion mit der Stadt Brugg per 1. Januar 2020 angeboten. «Welche Wege der Kommunikation die Stadt Brugg – mit dem Ortsteil Schinznach-Bad – für sich wählen wird, ist ihr überlassen», fasst Seiler das Zukunftsszenario zusammen. (aargauerzeitung.ch)

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