DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Two workers are silhouetted as they fix a mobile phone pole against the sun in Duisburg, western Germany, Tuesday Oct.26,2010. The advanced use of mobile data with 3 G and the for the future planned 4G standard make it necessary to build more poles all around Germany.(AP Photo/Frank Augstein)

Mobilfunkantenne: Indem sich ein IMSI-Catcher als solche Antenne ausgibt, kann damit die Handy-Kommunikation in einem Umkreis von mehreren hundert Metern kontrollieren.
Bild: AP

Rund ein Dutzend Kantone setzt schon Handy-Abhörgeräte ein – trotz zweifelhafter Rechtslage



Mit Hilfe sogenannter IMSI-Catcher kann die Polizei heute Mobiltelefone aufspüren, überwachen und im Prinzip auch abhören. Der Haken: Die Geräte, die sich technisch als Mobilfunkantenne ausgeben, erfassen alle Handy-Daten in Reichweite, also nicht nur jene von mutmasslichen Straftätern, sondern auch jene von unbescholtenen Personen. 

Dass die Geräte heute schon von Schweizer Kantonspolizeien eingesetzt wurden, ist kein Geheimnis. Die «Neue Zürcher Zeitung» wollte nun aber genau wissen, wie viele dies tun – und sie stiess auf eine erstaunlich breite Verbreitung.

In der Umfrage der NZZ gaben die Kantone Aargau, Solothurn, St.Gallen, Luzern, Waadt, Basel-Stadt und Schwyz, das ihre Polizeikorps schon IMSI-Catcher eingesetzt hätten. Sie griffen dabei auf Geräte zurück, die in einigen Kantonen bereits existieren. 

IMSI Catcher

grafik: watson

Der Kanton Zürich verfügt etwa über einen IMSI-Catcher. Dieser komme pro Jahr in rund einem Dutzend verschiedener Kantone ungefähr 30 Mal zum Einsatz, teilte ein Sprecher der NZZ mit. Auch die Bundeskriminalpolizei verfügt über ein Gerät. Bern überlegt sich laut NZZ eine Anschaffung.

Die Rechtslage ist heute nicht lupenrein, weshalb mit dem umstrittenen Überwachungsgesetz BÜPF eine einwandfreie Rechtsgrundlage geschaffen werden soll. Während die Strafverfolgungsbehörden den Einsatz offensichtlich schon heute bejahen, verneint dies der auf IT- und Medienrecht spezialisierte Anwalt Martin Steiger laut der NZZ.  

Die IMSI-Catcher werden jedoch nicht nur für die Strafverfolgung oder Überwachung eingesetzt. Sie können auch zur Ortung von Vermissten dienen. (trs)

So überwacht uns der Staat

Wo war Herr Glättli die letzten sechs Monate? Minute für Minute, Ort für Ort? Swisscom oder Sunrise wissen es, Sie wissen es jetzt – und der Staat kann es jederzeit wissen

Link zum Artikel

Was der Staat von Ihrem Smartphone will. Und wann. Und weshalb.

Link zum Artikel

«Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Bund auch Telefongespräche und SMS speichern will»

Link zum Artikel

«Dass die Speicherung von Handydaten nichts bringt, ist kompletter Unsinn»

Link zum Artikel

Das Beziehungsnetz: Wer ist beruflich wichtig, wer ist verwandt? Mit wem hat Herr Glättli wirklich viel zu tun?

Link zum Artikel

Wie der Staat Daten «wegen Terror» abgreift – und uns eigentlich bloss komplett verarscht

Link zum Artikel

Die Kapo Bern hat bald ein teures neues Abhörsystem. Aber der eigentliche Skandal dahinter ist die Beschaffung

Link zum Artikel

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Link zum Artikel

Wenn Sie immer noch glauben, Datenschutz sei nur für Menschen, die etwas zu verbergen haben, bitte hier weiterlesen

Link zum Artikel

Die unsäglich peinliche Geschichte der gehackten Hacker (und Kapo-ZH-Lieferanten) in 25 Tweets erzählt

Link zum Artikel

Diese Politiker sorgten sich eben noch um unsere Privatsphäre – und sagen jetzt trotzdem Ja zu mehr Überwachung

Link zum Artikel

Fremde Geheimdienste sollen die Leitungen von Swisscom und Co. angezapft haben. Das musst du wissen

Link zum Artikel

Polizei und Staat wollen Sie im Internet umfassend überwachen. Jeder zweite Schweizer sagt «Nein, danke!»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Raiffeisen verweigert Ehe-für-alle-Gegnern ein Konto: Strafanzeige wegen Diskriminierung

Gegen die «Ehe für Alle» wird das Referendum zustande kommen. Aber nicht nur das Zusammenbringen der Unterschriften war ein Weg mit Hindernissen. Recherchen zeigen: Auch bei der Eröffnung eines Bankkontos in Zug gab es Schwierigkeiten.

Offiziell bestätigen mag es Anian Liebrand, der Koordinator des Trägervereins «Nein zur Ehe für alle» nicht. Doch es ist klar: Das Referendum gegen die «Ehe für alle» kommt an die Urne. Gemäss watson-Recherchen werden die Gegner die dafür notwendigen 50'000 Unterschriften am Montag bei der Bundeskanzlei einreichen.

Unter anderem erlaubt die «Ehe für alle» homosexuellen Paaren die Adoption und lesbischen Paaren den Zugang zu Samenspenden. Ein Komitee um SVP- und EDU-Politiker erzwingt nun …

Artikel lesen
Link zum Artikel