Analyse

Donald Trump nach dem Lunch mit den republikanischen Senatoren am Dienstag. Bild: AP/AP

Unfriendly Takeover: Die Republikaner sind jetzt die Trump-Partei

Mehrere prominente Republikaner haben Donald Trump scharf kritisiert. Viel bewirken werden diese «Abtrünningen» nicht. Die Partei hat sich dem ungeliebten Präsidenten faktisch unterworfen.

25.10.17, 16:29 26.10.17, 07:49

Die amerikanische Politik erlebte am Dienstag einen denkwürdigen Moment: Ein republikanischer Senator tritt ans Rednerpult und bezeichnet den Präsidenten seiner eigenen Partei als «Bedrohung für die Demokratie». Eindringlich appellierte Jeff Flake am Dienstag an seine Kollegen: «Wenn uns die nächste Generation fragt: ‹Warum habt ihr nichts unternommen? Warum habt ihr nicht den Mund aufgemacht?› – Was werden wir sagen?»

Solche Fragen tauchen in der Regel in Zusammenhang mit totalitären Systemen auf. Jeff Flake aus Arizona zielte damit auf den Anführer der freien Welt. Den Namen Donald Trump erwähnte er nicht, dennoch ist sein Auftritt das bislang wohl eindrucksvollste Indiz für das Ausmass, in dem sich die stolze Grand Old Party (GOP) ihrem einst ungeliebten Präsidenten unterworfen hat.

Die Highlights aus Jeff Flakes Rede im Senat. Video: YouTube/NBC News

Denn Flakes Appell stiess weitgehend auf taube Ohren. Nur zwei Republikaner stellten sich auf seine Seite: John McCain, der ebenfalls aus Arizona stammt, und Bob Corker aus Tennessee. Dieser liegt seit Wochen über Kreuz mit Trump, den er im Wahlkampf noch unterstützt hatte. Am Dienstagmorgen lieferten sich die beiden eine wüste Auseinandersetzung auf Twitter.

Andere Republikaner unterstützen Jeff Flake bestenfalls hinter vorgehaltener Hand. Offene Kritik oder gar ein Aufstand gegen Trump ist nicht in Sicht. Denn die drei «Rebellen» haben eines gemeinsam: Ihre politische Zukunft liegt hinter ihnen. Der alte Haudegen McCain leidet an einem Hirntumor, Corker wird sich im Herbst 2018 nicht für eine weitere Amtszeit bewerben.

Gleiches kündigte Flake am Dienstag an. Kritiker bezichtigen ihn der Kapitulation. Er schwenke die weisse Flagge. Dabei beugt er sich nur der Realität. Im Gegensatz zu Bob Corker hat er Trump stets abgelehnt, was ihn aus Sicht der Parteibasis zum «Verräter» macht. Eine Herausforderin hat sich in Arizona bereits in Stellung gebracht, sie liegt in den Umfragen deutlich vor Jeff Flake.

Die Wählerschaft steht nach wie vor hinter dem Präsidenten, der geschworen hat, den «Sumpf» in Washington trockenzulegen. Die Republikaner im Kongress sind sich dessen bewusst, umso mehr, als sie seit Trumps Amtsantritt keine einzige gewichtige Vorlage verabschieden konnten. Mehrere Versuche, das Obamacare-Gesetz aufzuheben, sind jämmerlich gescheitert.

Der schwer kranke John McCain leistet als einer von wenigen Repulikanern Widerstand gegen Trump. Bild: EPA/EPA

Nun ruhen ihre Hoffnungen auf der grossen Steuerreform. Donald Trump begab sich am Dienstag eigens ins Kapitol zum Lunch mit den Senatoren seiner Partei. Manche sähen den Präsidenten immer noch als «Mittel zum Zweck», um eine konservative Agenda durchzusetzen, schreibt die «New York Times». In Wirklichkeit hat Trump sie längst in eine Art Geiselhaft genommen.

Die Partei gekidnappt

Seit sich der New Yorker zum Missfallen des Establishments als Quereinsteiger um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, sie errungen und am Ende die Wahl gewonnen hat, ist die GOP kaum wiederzuerkennen. Ein Jeff Flake galt immer als verlässlicher Konservativer. Nun ist er im Rekordtempo in Ungnade gefallen.

Trump möge auf nationaler Ebene unpopulär sein, dennoch habe er «die republikanische Partei faktisch gekidnappt und nach seinem Ebenbild umgewandelt», meint die «Washington Post». Im Wirtschaftsjargon könnte man von einem Unfriendly Takeover sprechen, einer unfreundlichen Übernahme. Die Republikaner sind heute faktisch die Partei von Donald Trump.

Bannons Kriegserklärung

Die Begeisterung darüber hält sich in Grenzen, doch kaum jemand wagt den Widerspruch. Vielmehr geht die Angst um, dass es ihnen ergeht wie Bob Corker oder Jeff Flake. Diese Angst trägt einen Namen: Steve Bannon. Der ehemalige Chefstratege von Donald Trump hat sich zum Ziel gesetzt, die Partei von allen zu säubern, die nicht auf der gleichen Linie sind.

Steve Bannon greift die Republikaner an. Bild: AP/FR61802 AP

Erst kürzlich erklärte Bannon auf Fox News dem republikanischen Establishment, das Trumps Agenda nicht unterstütze, den Krieg. Es habe «das amerikanische Volk seit Jahren betrogen». Der Breitbart-Chef kündigte an, alle Senatoren der Republikaner, die bei den Kongresswahlen in einem Jahr zur Wiederwahl antreten, in den Vorwahlen herauszufordern. Einzig der ultrakonservative Texaner Ted Cruz darf mit Schonung rechnen.

Dabei kann Bannon gemäss «Politico» auf die finanzielle Unterstützung des öffentlichkeitsscheuen Milliardärs Robert Mercer und anderer frustrierter Geldgeber zählen. Bei Corker und Flake hat die Drohung gewirkt, sie haben das Handtuch geworfen. Im Visier ist aber auch Orrin Hatch aus Utah, der als strammer Konservativer gilt. Nach dem Lunch mit Trump vom Dienstag bemühte er sich um gute Stimmung: «Er hat mich wirklich beeindruckt», sagte er laut «Politico» über den Präsidenten.

Für ein solches Verhalten gibt es einen vulgären Ausdruck, der hier nicht genannt werden soll. Dabei kann man Hatch verstehen, denn was Steve Bannons Drohung bewirken kann, liess sich kürzlich im Bundesstaat Alabama verfolgen, wo im Dezember ein Nachfolger für den zum Justizminister beförderten Senator Jeff Sessions gewählt werden muss.

Trump geniesst das Chaos

In der Vorwahl der Republikaner setzte sich nicht der offizielle Parteikandidat durch, sondern der frühere Richter Roy Moore. Er ist ein evangelikaler Fundamentalist, für den die Bezeichnung rechtsextrem nur leicht übertrieben ist. Moore hasst Homosexuelle und behauptet, in einigen US-Gemeinden sei die Scharia eingeführt worden. Beweise dafür kann er nicht liefern.

Roy Moore hat mit Bannons Unterstützung die Vorwahl in Alabama gewonnen. Bild: AP/AP

Trumps Rolle in diesem Spiel ist nicht immer eindeutig. In Alabama unterstützte er Moores Gegner. Die Turbulenzen in seiner Partei aber scheinen ihn kaum zu stören, er soll sie laut «Politico» regelrecht geniessen. Wer gegen ihn sei, den bekämpfe er, egal ob Republikaner oder Demokrat, sagte einer seiner Berater. Für das Versagen im Kongress macht er alle verantwortlich, ausser sich selbst.

Trump sehe sich «als Mitglied der Trump-Partei», sagte eine ihm nahestehende Person. Die Republikaner bemühen sich immer mehr, ihr «beizutreten». Die Demokraten hoffen, davon profitieren zu können, doch ihnen fehlen überzeugende Köpfe und Inhalte. Es ist deshalb zu befürchten, dass man sich noch an Jeff Flakes mahnende Worte erinnern wird.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 26.10.2017 21:02
    Highlight Die Republikaner liessen den "Bösen Geist" aus der Flasche, als sie die rechtsextreme Tea Party - Bewegung gründeten und gewähren liessen.
    Diese Bewegung radikalisierte sich immer mehr und begann damit, selber den Stil der Mutterpartei zu bestimmen.
    Einen ähnlichen Vorgang sehen wir bei der SVP mit ihrer radikalen Avant Garde, der AUNS.
    Die Extremisten erhalten zudem ein grosses Medien-Echo.
    Da die Moderne Linke viel weniger anfällig ist gegenüber autoritären Führerfiguren und ihren Speer-Trupps, kommt es bei ihr erfreulicherweise NICHT zu einer solchen Radikalisierung.
    2 0 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 26.10.2017 20:15
    Highlight Interessanter Artikel auf voltairenet zu dieser Thematik.
    http://www.voltairenet.org/article198478.html
    0 1 Melden
  • 25% Zensiert 25.10.2017 23:41
    Highlight Das gewisse Senatoren mit der eignen Partei bzw. dem Präsidenten nicht klar kommen ist nichts neues oder abnormales.
    4 2 Melden
  • roger.schmid 25.10.2017 23:14
    Highlight Die Republikaner bieten Brot und Spiele:

    Rassistische Spiele für den dummdreisten Pöbel mit dem Hochstapler/Clown Trump

    - und ganz viel zusätzliches Brot für die Milliardäre..
    17 3 Melden
  • flyingdutch18 25.10.2017 22:58
    Highlight Spätestens bei der Nicht-Wiederwahl von Trump werden sich die rückgratlosen Republikaner wünschen, sie hätten sich nie Trump angebiedert. Dann ist es jedoch zu spät, und sie werden auf dem Misthaufen der Geschichte landen.
    23 3 Melden
  • N. Y. P. 25.10.2017 18:45
    Highlight Offene Kritik oder gar ein Aufstand gegen Trump ist nicht in Sicht. (text)

    Ein Aufstand gegen Trump darf auch nicht Sicht sein. Er muss sorgfältig geplant werden. Mehrheiten müssen gefunden werden. Eine Strategie entwickelt werden.

    In der Zwischenzeit läuft man mit. Was den Eindruck vermittelt, dem Präsidenten fressen alle aus der Hand.

    Oder vielleicht hat der Sonderermittler (Russlandsache) den führenden Republikanern gesteckt, dass er noch rund 3 Monate brauche. Und sobald alles beisammen ist, wollen wir dann schauen, wie stark die Reps hinter ihrem POTUS stehen..
    41 9 Melden
  • B-Arche 25.10.2017 18:13
    Highlight Die Angst vor Breitbart. Dieses Fakenewsportal (die Weltwoche ist linksextrem dagegen) hat so viel Geld und Einfluss dass es Gegenkandidaten durchbringen kann in entscheidenden Wahlkreisen und Bundesstaaten.
    Bannon hat es bereits vorgemacht - ein gesetzter GOP Kandidat war nicht auf Breitbart-Linie und so finanzierte Breitbart einen Ultrakonservativen der gewann. Ein Schuss vor dem Bug und alle GOP-Abgeordneten fürchten die Wiederwahl.

    Sie sind mit dem Teufel ins Bett und fütterten
    ihn für die Mehrheit - und haben nun die Kontrolle absolut verloren.
    60 7 Melden
  • m:k: 25.10.2017 18:03
    Highlight Das sind nun eben die berühmten Geister die sie riefen. Um gegen Obama zu kämpfen waren sie sich nicht zu schade, den Hass im Volk zu schüren. McCain selbst hat mit der Nomination von Sarah Palin als Vizepräsidentin genau die Art von dümmlichem Populismus mit etabliert. Nun ist dem Establishment das ganze wohl etwas entgleitet. Für die Demokraten wäre dies eine wunderbare Gelegenheit neue Kandidaten in Position zu bringen und eine wirkliche Alternative zum bisherigen Trott zu etablieren. Dazu scheinen sie aber bisher noch nicht in der Lage zu sein.
    61 6 Melden
    • Sir Konterbier 25.10.2017 19:00
      Highlight Stimmt alles, aber das "Establishment" sind in den USA nicht nur die Republikaner sondern auch grosse Teile der Demokraten.

      Clinton galt ja auch als Vertreterin dieses "Establishments". Viele wählten gerade deswegen Trump.
      33 6 Melden
    • Enzasa 25.10.2017 20:05
      Highlight Alleine der Wähler entscheidet, wer zum Establishment gehört.
      Alleine der Wähler entscheidet, wer
      den Ton angibt.

      Wenn der Wähler plumpe Lösungen bevorzugt, dann entscheidet und verantwortet er.
      22 7 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 26.10.2017 08:14
      Highlight Nicht ganz; bei der Vorwahl hat sich der Wähler für Sanders entschieden, nicht für Clinton.
      2 1 Melden
  • Soli Dar 25.10.2017 17:26
    Highlight Dieser Aufstand in Ehren, aber wo war der Aufstand der Anständigen als die USA Korea, Vietnam, Afghanistan, 3*Irak, Lybien, Syrien... bombardierten? War dies nicht mind. genauso „rücksichtslos“, „empörend“ & „würdelos"?

    Kaum ein Land tötete mehr Menschen seit 1945 als die USA. Seit 1776 stand USA 224 von 241 Jahren im Krieg (also auch vor Trump). Niemand fliegt mehr Bomben- & Drohnenangriffe, hat mehr Militärausgaben, Stützpunkte & Waffenexporte.

    Da sollte „die nächste Generation [mind. genauso] fragen: Warum habt ihr nichts DAGEGEN unternommen? bzw. nicht den Mund aufgemacht?!"
    39 17 Melden
    • äti 25.10.2017 19:29
      Highlight ... ich verstehe, dass man keine Gelegenheit für einen Rundumschlag auslässt. Aber, was hat das jetzt mit obigem Thema zu tun?
      Zudem, es gibt in den USA sehr, sehr viele Kriegsgegner. Aktive.
      26 14 Melden
    • Enzasa 25.10.2017 20:08
      Highlight Eine ebenso wichtige Frage ist: „ wArum rufen alle nach der USA wenn es um Menschenrechte, Krieg und Diktaturen geht“

      Nicht allein die USA sind schuld, sondern die, die sie riefen und nun ihre Hände in Unschuld waschen
      21 6 Melden
    • Mss.Fork 25.10.2017 20:32
      Highlight Hab gehört bei den alten ägyptern soll es auch mal ne blutige schlacht gegeben haben...
      7 11 Melden
    • Hussain Bolt 25.10.2017 20:59
      Highlight Niemand ruft die USA, die Medien lassen es so nur aussehen als wenn jemand die USA ruft.
      9 15 Melden
    • äti 26.10.2017 00:04
      Highlight @hussain, wieso sollten die Medien das tun? Und nicht die USA selbst oder die Anrufenden? Bei RU funktioniert das auch irgendwie.
      1 5 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 26.10.2017 08:16
      Highlight @äti: Um den Krieg der Bevölkerung zu verkaufen. Erstens schreiben die Medien viel ab, statt selber zu recherchieren, zweitens heisst Krieg, mehr Auflage.
      3 1 Melden
    • Soli Dar 26.10.2017 13:33
      Highlight @äti, es geht mir nicht darum aufzuzeigen, wie zynisch es ist, was als rücksichtslos“, „empörend“ &„würdelos" (Trumps Verhalten) bezeichnet wird und was nicht (Mio. von Toten durch Militär- und CIA-Interventionen).

      Gegen was etwas unternommen werden soll (Trump) und gegen was nicht (z.B. militärische & wirtschaftl. Interventionen).

      Ist es nicht zynisch, dass sobald ein US-Präsident andere Länder bombardiert, bewaffnet oder sanktioniert seine Beliebtheit sogar noch steigt?

      Es gibt es viele US-Kriegsgegner (siehe Video), welche sich empören, jedoch kaum in den Reihen der US-Politik!
      0 1 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 25.10.2017 17:21
    Highlight 1) Mhmm langsam stellt sich mir die Frage, ob das Zweiparteiensystem der USA noch lange bestand hat. Die extreme Polarisierung der Gesellschaft zeigt sich nicht nur in der gesamten Bevölkerung, sondern auch innerhalb der Parteien. Die Republikaner werden von Trump gerade gespalten und bringen trotz massivem politischen Übergewicht keine Gesetzte durch und die Demokraten stehen dumm daneneb, weil auch ihre Partei ein viel zu grosses Spektrum an Positionen abdecken.
    21 1 Melden
  • Rim 25.10.2017 17:19
    Highlight Ja. La gop est morte....Kennen wir auch, nicht wahr. Trump ist Blocher im Quadrat. Blocher hat die bürgerliche BGB in eine Schweizerisch völkische Populisten Partei verwandelt. Der Bodensatz der Gesellschaft mit Populismus (pseudoschweizerischem Kitsch) eingelullt um sich und seinen "Freunden" möglichst viel (Gestaltungsmacht) im Interesse der Reichen zu sichern. Warum sollte das in den oberflächlichen USA nicht gelingen? La gop est morte. Mein Beileid.
    56 8 Melden
  • Ha! Bermas. 25.10.2017 17:13
    Highlight Ich wünschte, Menschen könnten nicht erst frei denken, wenn sie tatsächlich nichts mehr zu verlieren haben wie McCain. Sein Schicksal tut mir leid, aber es zeigt doch, wie die (gedankliche) Gebundenheit an das eigene spezifische Leben eine freie Sicht auf die Welt erschweren. Wäre wundervoll, wenn Rawles' 'Veil of Ignorance' nicht nur ein Gedankenexperiment wäre...
    70 3 Melden
    • Snowy 25.10.2017 17:20
      Highlight Geht doch nicht um frei denken; sondern einzig und wie immer um Macht/Geld.

      Es ist kein Zufall, dass sich genau diejenigen Republikaner kritisch äussern, die bald zurücktreten.

      Inhaltlich denken viele ähnlich wie McCain - aber man möchte sich nicht die politische Zukunft verbauen.

      Vieles wird von der anstehenden Abstimmung über die Steuerreform abhängen. Kommt Trump auch damit nicht durch, werden auch andere Republikaner vom sinkenden Schiff gehen... bei einem Sieg Trumps ist seine Stellung in der Partei weiter gestärkt.
      22 1 Melden
    • Soli Dar 25.10.2017 17:34
      Highlight McCain's Aufstand in Ehren, wir sollten jedoch nicht vergessen, McCain's gilt als knallharter Kriegstreiber und Befürworter von militärischen Interventionen.

      Er wünscht sich von Trump wohl mehr und nicht weniger Militärinterventionen, sei es gegen Russland, Iran oder wen auch immer.
      17 6 Melden
    • phreko 25.10.2017 18:36
      Highlight Kaum einer kennt diese Theorie. In den USA ist solches Gedankengut sowieso des Teufels... in der Schweiz tendeziell auch, sonst hätten wir wohl eine Erbschaftssteuer.
      11 3 Melden
    • äti 25.10.2017 19:38
      Highlight @soli, "McCain's gilt als knallharter Kriegstreiber u..", du meinst, er hätte das alles ganz allein gemacht? Sind dann unsere Herren Parmelin und Maurer auch Kriegstreiber, gemessen am Aufwand und Ausgaben der Armee?
      10 5 Melden
    • Enzasa 25.10.2017 20:09
      Highlight Der Wähler denkt genauso
      2 3 Melden
    • Juliet Bravo 26.10.2017 01:31
      Highlight Was für Militärinterventionen gegen RU bitte?
      2 3 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 26.10.2017 08:18
      Highlight @äti zumindest in Syrien & Ukraine war er federführend, und brüstet sich teilweise auch damit. Fotos von ihm mit den islamistischen "rebellen" vergessen?
      1 2 Melden
    • Snowy 26.10.2017 09:43
      Highlight @Soli:
      Das ist ja genau das grosse Problem an Trump: Er lässt Kriegstreiber wie MC Cain oder Hillary als valable Kandidaten erscheinen. Dabei sind sie lediglich die Fortsetzung der Bush´s.
      1 1 Melden
  • Tepesch 25.10.2017 17:12
    Highlight Die Republikaner werden sich in Bannons Krieg zerfleischen, während die Demokraten dumm rumstehen und ihre Chance verpassen mit sachlicher Politik zu trumpfen. Vielleicht ist das ja die Chance auf eine grössere Parteilandschaft, denn das hat die USA dringend nötig.
    97 1 Melden
  • Str ant (Darkling) 25.10.2017 17:01
    Highlight " Anführer der freien Welt." können wir den Mythos endlich mal begraben bitte
    99 15 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 25.10.2017 17:16
      Highlight Wer soll es denn deiner Meinung nach sonst sein?
      6 10 Melden
    • Hierundjetzt 25.10.2017 17:28
      Highlight ähem, ohne die USA läuft auf dieser Welt nichts.

      Die USA ist China technologisch 2 Generationen im Vorsprung (70 Jahre), gibt soviel fürs Militär aus wie alle anderen westlichen Länder zusammen und gibt weltweit den wirtschaftlichen Takt vor

      Die USA bestimmt welche kulturellen Eigenschaften wir als gut und welche wir als schlecht anschauen sollen

      Und nein es gibt keine Konkurrenz, Du trinkst weder Peking Pepsi noch ist russische Mode irgendwo auf der Welt en vouge

      Das kann man gut finden oder nicht. Es ist aber die Tatsache

      Daher, doch "Anführer" in Anführungsstrichen passt
      27 27 Melden
    • JoeyOnewood 25.10.2017 20:21
      Highlight @hierundjetzt: soviele blitzer für einen derart gescheiten kommentar :-S
      12 1 Melden
    • Beggride 25.10.2017 21:01
      Highlight Ganz so extrem wie hierundjetzt das schreibt ist es zwar nicht (nicht ganz) aber die Rammstein-Parole "We are living in America" stimmt schon länger
      13 0 Melden
    • Oberon 25.10.2017 22:02
      Highlight Trotzdem kann man klar sagen das die USA in vielen Bereichen an Relevanz abnimmt. Dazu investiert dieses Land viel zu viel Geld in die falschen Themen. Damit jedoch das grosse Ziel, das jeder Mensch auf der Erde in frieden und Wohlstand leben kann braucht es eine Einigung aller Länder.
      6 0 Melden
    • Majoras Maske 25.10.2017 22:35
      Highlight Der kulturelle Einfluss der USA sollte auch nicht überschätzt werden. Man steht ja auch nicht unter russischem Einfluss wenn man Wodka trinkt. Ebenso wenig übernehmen die Europäer die amerikanischen, prüden Moralvorstellungen. Und kulinarisch gesehen wird Europa wohl eher von Asien als von Amerika inspiriert. Wegen der Wirtschaft: Die US-Börse steigt seit einem Jahrzehnt, auch mit Gratis-Geld der Notenbanken und ohne die reale Wirtschaft zu beachten. Mit Trump an der Spitze könnte die Blase eher früh als spät platzen.
      6 3 Melden
  • Paganapana 25.10.2017 16:47
    Highlight Wenn man sich mal vorstellt, dass roy moore und trump vom vol gewählt wurden... trifft sicher nicht auf alle zu, ist aber eine sehr arme und schwache gesellschaft dort drüben.
    34 8 Melden
    • Snowy 25.10.2017 17:09
      Highlight Und Italien ist aller ernstens drauf und dran Silvio (ja, genau der) wiederzuwählen...
      45 3 Melden
    • phreko 25.10.2017 18:37
      Highlight Man sieht ja wohin solche Clowns führen. Italien muss da leider als gutes schlechtes Beispiel hinhalten.
      10 2 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

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