Klima
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ARCHIV -- ZUM SDA-TEXT VOM DIENSTAG, 16. OKTOBER 2018, UEBER DEN ZUSTAND DER GLETSCHER NACH DEM HITZESOMMER, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --People walk next to the Swiss Aletsch Glacier during a beautiful summer day above Bettmeralp in Wallis, Switzerland, this Sunday, July 8, 2018. The Swiss Aletsch glacier, one of the largest ice streams in Europe, is the first Unesco World Heritage Site of the Alps. This huge river of ice that stretches over 23 km from its formation in the Jungfrau region (at 4000 m) down to the Massa Gorge in Wallis, around 2500 m below, fascinates and inspires every visitor. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Wanderer beim Aletschgletscher oberhalb Belalp. Bild: KEYSTONE

«Viele zerfallen richtiggehend»: Der Schwund der Schweizer Gletscher in Zahlen



Der Gletscherschwund in der Schweiz geht weiter. Ein Überblick in Zahlen:

1500

… grössere und kleinere Gletscher gibt es in der Schweiz – ungefähr.

2.5 Prozent

… ihrer Masse haben diese Gletscher in der Schweiz allein im hydrologischen Jahr 2017/18 (1. Oktober bis 30. September) verloren. Absolut ausgedrückt sind das …

1400 Millionen Kubikmeter

… Eis, wie die Akademie der Naturwissenschaften schätzt.

ARCHIV -- ZUM SDA-TEXT VOM DIENSTAG, 16. OKTOBER 2018, UEBER DEN ZUSTAND DER GLETSCHER NACH DEM HITZESOMMER, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --Participants race on the Tsanfleuron glacier approaching the finish line of the Glacier 3000 run above the alpine resort of Les Diablerets, Switzerland, Saturday, August 4, 2018. The 26 kilometer-long course starts at 1050 meters above sea level in the village of Gstaad reaching a final altitude of 2950 meters on the

Die Teilnehmer des Glacier-3000-Runs oberhalb Les Diablerets. Bild: KEYSTONE

25 Zentimeter

… hoch wäre die gesamte Schweiz mit Wasser bedeckt, hätte man den gesamten Eis-Verlust der letzten 10 Jahre aufgestaut. Summiert haben die Gletscher in diesen Jahren rund 20 Prozent ihrer Masse verloren.

2.5 bis 6 Meter

… Schnee fiel im Winter 2017/2018 in den hohen Lagen. Und bis Ende März lag immer noch bis zu doppelt so viel Schnee wie üblich. Die überdurchschnittlich hohen Schneedecken schützten die Gletscher.

ARCHIV -- ZUM SDA-TEXT VOM DIENSTAG, 16. OKTOBER 2018, UEBER DEN ZUSTAND DER GLETSCHER NACH DEM HITZESOMMER, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --Eine Tafel ueber der Silvrettahuette zeigt den Stand des Silvrettagletschers, links hinten, im Jahre 1882 an, aufgenommen am Mittwoch, 26. August 2015, oberhalb Klosters. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Hier endete der Silvrettagletscher im Jahr 1882. Bild: KEYSTONE

«Ohne die riesigen Winterschneemengen wäre die Schmelze noch viel dramatischer ausgefallen», heisst es in der Mitteilung der Akademie der Naturwissenschaften. Dies gilt vor allem für das Wallis.

Denn seit …

20 Jahren

… waren die Schneemenge nicht mehr so hoch wie im letzten Winter. Aber: In den sehr warmen Monaten April und Mai ist der Schnee in der warmen und trockenen Witterung geschmolzen, sodass bis in den Frühling überall normale Schneehöhen gemessen wurden.

ARCHIV -- ZUM SDA-TEXT VOM DIENSTAG, 16. OKTOBER 2018, UEBER DEN ZUSTAND DER GLETSCHER NACH DEM HITZESOMMER, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --Ice protecting blankets are pictured on the Rhone Glacier prior to a visit of the micro organism sample collection site of the Center for Changing Alpine and Polar Environments of the Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL) in Obergoms, Switzerland, Thursday September 13, 2018. By collecting and analyzing micro organisms from some of the world's biggest glacier-fed streams in the upcoming years, the team of EPFL scientists aims to understand how the microbial life has adapted to extreme environments, additionally allowing to unravel some of the implications of vanishing glaciers as a result of climate change. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Mit Vlies-Decken versuchen die Behörden, den Rückgang des Rohnegletschers zu bremsen. Bild: KEYSTONE

Und so ging es weiter: Die vergangenen Monate Juni bis August waren laut Meteo Schweiz nach 2003 und 2015 die drittwärmsten seit Messbeginn. Das Sommerhalbjahr von April bis September war gar das wärmste überhaupt. Dazu kam die extreme Trockenheit. Die Gletscher haben also trotz rekordhoher Neuschneemengen durch Schmelze mehr verloren, als sie durch Neuschnee gewachsen sind.

Besonders den kleinen Gletschern machten die immer häufiger auftretenden extrem heissen und trockenen Sommer zu schaffen. «Viele zerfallen richtiggehend.»  (sda/mlu)

Überleben unsere Gletscher das 21. Jahrhundert?

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Video: srf

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Don Alejandro 16.10.2018 22:37
    Highlight Highlight Es wird langsam unheimlich. Das schöne Wetter geniesse ich mit einer Ungewissheit und frage mich, was wohl in zehn Jahren sein wird...
  • Juliet Bravo 16.10.2018 20:19
    Highlight Highlight Beim Lesen der Kommentare wird einem bewusst, wieviele Verschwörungstheoretiker es auch hier mittlerweilen hat. Schade!
    • Juliet Bravo 17.10.2018 01:32
      Highlight Highlight Auf jene, die an die etwa 2% der „Lobby-Wissenschaftler“ glauben, die den menschgemachten Klimawandel bezweifeln und Tatsachen vernebeln.
  • Nelson Muntz 16.10.2018 20:06
    Highlight Highlight Nun ja, man will ja Rind aus Argentinien, Lamm aus Neuseeland, Avacados aus Mexico oder Quinoa aus Peru. Nicht dass ich das nie kaufen würde, aber soweit wie möglich sollte man auf regionale Produkte setzen.
    • pali2 16.10.2018 22:49
      Highlight Highlight und gleichzeitig Kleider, Mobiltelefon und Laptop aus dem asiatischen Raum kaufen? Mir geht das immer auf den Keks, wenn Leute kommen mit "unbedingt regional essen blabla" und gleichzeitig tausend importierte Sachen anhaben oder mit sich rumtragen. Ja, regional essen ist sicher gut - doch macht es nur einen Bruchteil aus.
    • Nelson Muntz 16.10.2018 23:41
      Highlight Highlight Klar, aber nenn mir ein Laptop oder Smartphone wo Swiss Made draufsteht. Bei Uhren acht ich immer drauf😉. Viele kleine Bruchteile sind besser als gar keine.

      Wobei, wenn ich an die schwarzen Wolken denke, die heute auf der A1 hinter einem LKW aus Osteuropa rsuskamen, können wir noch lange erfolglos versuchen Nadelstiche zu setzen.
  • einmalquer 16.10.2018 19:33
    Highlight Highlight Es ist ja auch in der Arktis so.
    Eis schmilzt und die Grosskonzerne freuen sich königlich, weil deshalb Schifffahrtswege frei werden und die Schiffe wesentlich kürzere Wege haben um Güter zu transportieren.

    Auch für den Tourismus sollte es gut sein, man kann dann dorthin und ohne elendiglich zu frieren.

  • Biotop 16.10.2018 18:52
    Highlight Highlight Die Möglichkeit einen durch Menschen beeinflussten Klimawandel in Frage stellen zu können, wird als Freipass benutzt um weiterhin sinnlos Ressourcen zu verschwenden.
    • Rolf_N 17.10.2018 08:29
      Highlight Highlight @E7#9 Wenn du dich mit der Materie befassen willst, dann empfehle ich dir mal den Wissenschaftlichen Teil IPCC Reports zu lesen, welcher den Weltweiten Kenntnisstand zum Klimawandel mit über 1000 Wissenschaftlichen Arbeiten zusammenfasst. Diesen Kannst du hier herunterladen: http://www.climatechange2013.org/images/report/WG1AR5_ALL_FINAL.pdf
      Wenn du danach etwas über die Methodik von Verschwörungstheoretiker lernen willst, kannst du danach dich bei Eike und Youtube informieren und Filme wie „The Great Global Warming Swindle“ anschauen.
  • Ruefe 16.10.2018 18:04
    Highlight Highlight Es ist ganz einfach den Preis den wir für unseren Lebensstandart zahlen. Tropenfrüchte, Elektronik, Jeden Tag Fleisch, Fliegen um die ganze Welt. Wer glaubt dass die gewaltigen Veränderungen die wir in den letzten 200 erlebt haben keine Auswirkungen haben auf das Ökosystem haben ist verblendet. Und die die es jetzt noch abstreiten werden die Ersten sein die rumflennen, wenn wir uns diesen Standart nicht mehr leisten können.
    Ja! Auch wir in der ach so reichen Schweiz werden damit klar kommen müssen, macht euch keine Illusionen.
  • kafifertig 16.10.2018 16:16
    Highlight Highlight Finde ich super.
    Weniger Gletscher, mehr Natur!
    • Der_Andere 16.10.2018 20:46
      Highlight Highlight Genau. Bis sie dann entgültig weg sind. Was glaubts du denn, was die Flüsse wie die Aare speist?

      Kleiner Tipp. Das Wasser entsteht nicht auf magische Art und Weise aus dem nichts.
  • Neutralier 16.10.2018 16:01
    Highlight Highlight Hauptsache biofözies, veganer, vegetarier auslachen, mit einen geilen vw/merz zur Arbeit fahren , 4 mal pro Jahr in die Ferien Fliegen, etliche einweg und Plastiksachen kaufen, 1 mal pro monat “plunder“ aus china bestellen und standig Kleider Shoppen und dann Jammern das Gletscher wegschmelzen... Ein höchstwirtschaftlicher Kapitalismus kann nicht Nachhaltig sein... jaja
    • Pümpernüssler 18.10.2018 07:56
      Highlight Highlight Und wo kommen die veganen superfoods her? Wohl doch nicht von Südamerika oder? Hat alles vor und nachteile... Verallgemeinern nutzt nichts.
  • Mr.President 16.10.2018 14:50
    Highlight Highlight Lasst der Natur doch ihren freien Lauf! Nicht Gletscher zudecken, die Natur wird es schon richten.
    • Anam.Cara 16.10.2018 18:07
      Highlight Highlight Ja. Die Erde wird ohne Zweifel überleben.
      Aber die Menschheit?

      Unser Planet hat schon mehrere Massensterben überstanden.
      Mutter Erde kann unser Klimaproblem in einem einzigen Tag in den Griff kriegen. Z.b. mit dem Ausbruch eines Supervulkans. Die Asche in der Atmosphäre kann die Durchschnittstemperatur weltweit auf einen Schlag um 2-3 Grad senken. Die Landwirtschaftserträge vielleicht sogar um 50 %. Und das für Jahre.

      Ich möchte aber nicht auf eine Naturkatastrophe warten, um das Klimaproblem in den Griff zu kriegen...
  • Pointer 16.10.2018 14:40
    Highlight Highlight Erschreckend wie verschmutzt der Rohnegletscher ist – fast schwarz. Kein Wunder, schmilzt der "fröhlich" vor sich hin.
    • Pointer 16.10.2018 15:54
      Highlight Highlight War das früher auch schon so?
    • karies 16.10.2018 16:08
      Highlight Highlight Ich meine gelesen zu haben, dass es teils auch Feinstaub ist der sich aif den Oberflächen der Gletscher sammelt. Die Sonneneinstrahlung wird so noch stärker absorbiert.
    • qolume 16.10.2018 16:33
      Highlight Highlight @Pointer, ja, das war schon immer so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 16.10.2018 14:20
    Highlight Highlight Sind Gletscher geschützt und zu irgendwas nützlich, oder wieso sollte mich deren verschwinden kümmern?
    • sheimers 16.10.2018 16:13
      Highlight Highlight Die Gletscher sind ein natürlicher Wasserspeicher. Schnee bleibt im Winter liegen, im Sommer wenn es trocken ist fliesst Schmelzwasser in unsere Flüsse und auch in die Kraftwerke. Die Gletscher sind also sowohl für die Wasser- als auch die Stromversorgung unseres Lander wichtig. Und ganz abgesehen davon, wie will man den asiatischen Touristen unsere Eisenbahn schmackhaft machen, als Geröllhaldenexpress statt Glacierexpress?
    • auloniella 16.10.2018 16:13
      Highlight Highlight Nutzen: Tourismus?? Nicht die Gletscher betreffend...Das wärmere Klima führt übrigens auch zu Aufwärmen des Permafrostes, daher gibt und wird es mehr Steinschläge geben. Mehr Kosten, also Steuern. Vielleicht kümmert Sie ja das?...
    • Nik G. 16.10.2018 16:28
      Highlight Highlight Ein Teil unserer grossen Flüsse besteht aus Gletscherwasser. Gibt es keine Gletscher mehr sind auch Aare, Reus, Limmat, Rhein, Rhone usw. im Sommer mit viel weniger Wasser gefüllt. Das Wasser wird in der Landwirtschaft und unserer Stromproduktion benutzt und ein vermutlich kleinerer Teil wird irgendwann Teil unseres Trinkwasser. Also was denkst du könnte das Verschwinden der Gletscher dich kümmern?
    Weitere Antworten anzeigen
  • plaga versus 16.10.2018 14:19
    Highlight Highlight Egal, ob natürlich oder menschengemacht, es ist traurig anzusehen wie dieses Naturwunder "Gletscher" dahint siecht.
    • Hades69 16.10.2018 14:28
      Highlight Highlight Der Zyklus von Geburt und Tod, Entstehung und Vernichtung. Ein Abbild der Natur.
    • DemonCore 16.10.2018 15:04
      Highlight Highlight Der Klimawandel ist aktuell fast ausschliesslich durch die (menschliche) Industrialisierung getrieben. Wer etwas anderes behauptet, will sein Gewissen beruhigen.
    • P.Rediger 16.10.2018 17:10
      Highlight Highlight @E7#9: Es gibt weltweit ca. 34'000 anerkannte Wissenschaftler die im Bereich Klimaforschung tätig sind. Davon zweifeln um die 35 daran, dass wir Menschen schuld am Klimawandel sind. Noch Fragen? Falls Sie das prüfen wollen, verweise ich auf den Faktencheck der Anstalt auf der WEB-Seite des ZDF.
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