Camille Fédérale
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Camille Fédérale

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Wir haben nachgefragt, wie die Zusammenarbeit zwischen Deutsch- und Westschweizer Parlamentariern in Bundesbern läuft. Spoiler: Der Apéro spielt auch eine Rolle.



An der Herbstsession weilen momentan Parlamentarier aller Sprachregionen im Bundeshaus. Wie läuft da wohl die Zusammenarbeit zwischen Romands und Deutschschweizern? Wer passt sich wem an? Und: Was sagt ein Tessiner zum Röstigraben? Mehr dazu hier:

abspielen

Video: watson

PS: Wir haben auch die Sprachkenntnisse der Politiker getestet. Das entsprechende Video folgt bald.

«Camille Fédérale»

Camille ist in einer zweisprachigen Familie in einem Dorf am Neuenburgersee aufgewachsen. Heute schreibt sie auf Deutsch für watson über Gesellschaftsthemen und Politik. Im Format «Camille Fédérale» wirft sie einen Blick auf die Gegebenheiten beider Seiten des Röstigrabens – en français, bien sûr (Stichwort nationalen Zusammenhalt stärken und so). Aber keine Angst, es gibt Untertitel.

Es gibt einige kulturelle Unterschiede zwischen Deutsch- und Westschweizern, die sich, wie wir in der letzten Camille-Fédérale-Folge gesehen haben, auch beim Urnengang zeigen:

Und hier gibt's weitere Videos zum Röstigraben:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Don Sinner 14.09.2019 13:13
    Highlight Highlight Camille, können Sie beim nächsten Besuch wenn möglich das grüne Gestrüpp da in der Wunderhalle etwas kupieren? Es tut schon weh beim Zuschauen, wie die Leute sich da durchkämpfen müssen. Hier noch das Instrument: 🔪 (die Machete kann ich leider nicht hergeben). Mais doucement, ok?
  • Don Sinner 14.09.2019 13:02
    Highlight Highlight "Les vertus de l'apéro" 🤣🤣 (Isabelle Chevalley, glp). Mit so viel Herzwein, pardon, -blut habe ich wahrscheinlich noch keine Politikerin das Güügelen ernsthaftesterweise verteidigen und auf ehren- und (eben) tugendhafte Pfeiler stellen sehen. In dem Sinne: Tchin tchin, tout le monde 🥳!
  • DomKi 13.09.2019 23:21
    Highlight Highlight Ich bin sowieso dafür, dass man obligatorisch eine gewisse Anzahl Stunden in der Schule lehrt bezüglich Kultur, Sprache und Eigenheiten eines jeden Landesteil oder sogar pro Kanton.
  • why_so_serious 13.09.2019 13:26
    Highlight Highlight Von meiner österreichischen Sicht: es ist sehr interessant zu beobachten, wie ihr Schweizer mit euren 3 Teilen (Deutsch/Franz/Italo) funktioniert und interagiert.
  • Streuner 13.09.2019 12:20
    Highlight Highlight lch habe täglich mit les. romands zu tun geschäftlich. lch komme super klar mit les welsch. sobald sie dich mal gesehen haben ist meistens alles im Butter. Grosse Unterschiede zur Deutschschweiz sehe ich keine. Laisser faire etc. kenne ich von den romands nicht. Und ich rede von Handwerkern, nicht von Krawatten Heinis. Fazit j'aime les romands
  • soulcalibur 13.09.2019 09:31
    Highlight Highlight Um den "Graben" zuzudecken, müsste man halt mehr unternehmen als lediglich die Franzstunden in der Schule anzubieten. Der Bund könnte ja Austauschwochen von Arbeitnehmenden fördern, mehr in die Erwachsenen-Bildung stecken, etc. Bildungsoffensive anstatt Militäraufrüstung. Aber für sowas hat man natürlich nie Geld...weil aus Gründen...ich mags sie aber trotzdem die Welschen....
    Benutzer Bild
  • Lemontree 13.09.2019 08:23
    Highlight Highlight E sch‘jeu discuorel en miu lungatg muma, lu vegn ei propi ruasseivel perquei che tuts ston tedlar tier, capeschan tutina nuot denton dian ch‘il romontsch seigi in bi lungatg
    • Amateurschreiber 13.09.2019 12:54
      Highlight Highlight Ti has raschun!
  • Leon1 12.09.2019 23:31
    Highlight Highlight Wenn sich der Schallpegel um 10 Dezibel verringert, so ist es noch halb so laut.

    *Technischer Klugschiss am Rande*
    • THEOne 13.09.2019 09:04
      Highlight Highlight maaannn.. wollte ich auch grad klugscheissen😁
  • - Momo - 12.09.2019 23:31
    Highlight Highlight Lustig finde ich jeweils den Dialog zwischen den ‚Welschen‘ und den Deutschschweizern. Sie sprechen französisch wir geben auf deutsch Antwort. Verstehen tun wir uns aber prima. Die Vielsprachigkeit ist definitiv eine Bereicherung in unserem Land. Und in diesem Sinn, gute Nacht, bonne nuit, buona notte :)
    • Bartli, grad am moscht holä.. 12.09.2019 23:47
      Highlight Highlight Buna notg! 😊😉
    • - Momo - 13.09.2019 06:23
      Highlight Highlight @Bartli - danke für die Ergänzung :)
  • Abu Nid As Saasi 12.09.2019 23:03
    Highlight Highlight Bonjour les Diewodo. Toto
  • Free 12.09.2019 21:20
    Highlight Highlight Je ne compris pas :P
    • dr. flöckli 13.09.2019 08:41
      Highlight Highlight Man merkt, dass du kein Franz kannst. Entweder "je ne comprends pas" > Präsens
      oder "je n'ai pas compris" > PC
      Aber bitte kein Mischmasch😉
  • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 12.09.2019 20:58
    Highlight Highlight Ich finde die Aussage von Isabelle Chevalley über das Apèro super!

    Sie trifft es genau auf den Punkt: mehr parteiübergreiffender Dialog ist/wäre sehr wünschenswert!
  • LLewelyn 12.09.2019 20:33
    Highlight Highlight Spannend ist ja, das unsere Bezeichnung „Welsche“ den gleichen Ursprung hat, wie die Bezeichnung „Welsh“ der Engländer für die „Cymru*“ also die Waliser. Die Wurzel kommt vom altgermanisch „walhiska“, also so etwas wie „fremd“ bzw. die „Fremden“. Sprache ist schon was faszinierendes.

    *dafür bezeichnet Cymru „Landsleute“ /„die auf gemeinsamen Land wohnen“ auf walisisch.
    • Ziasper 12.09.2019 21:10
      Highlight Highlight Auch die Rätoromanen wurden früher als Welsche bezeichnet. So besitzen das Dorf "Walenstadt" oder das Quartier "Welschdörfli" in Chur diesen Wortstamm, als Abgrenzung zu den Rätoromanen.
  • Miguel85 12.09.2019 20:33
    Highlight Highlight Ich bin schon extrem gespannt auf das Sprachkenntnisse-Video. Wie immer seh unterhaltsam, Camille, bravo!
    • Camillemarlene 13.09.2019 00:23
      Highlight Highlight Das folgt ganz bald😉 und merci beaucoup!
  • MaskedGaijin 12.09.2019 20:28
    Highlight Highlight Apero. Das kulturgut was deutschschweizer, romands, tessiner und rätoromanen zusammen bringt. Die beste erfindung seit 1291. 🍻🍷🍾
    • TheBase 12.09.2019 22:54
      Highlight Highlight 1291 wurde etwas tolles erfunden? 🤔 tell me more 😂
  • Hierundjetzt 12.09.2019 20:20
    Highlight Highlight Ok.

    Und warum haben die Deutschweiter mehr Franz. Lektionen als die Romands?

    Warum wird in Genf und in der Waadt vor dem Deutschen Englisch gelernt?

    Gibt es ein Deutschschweiz Jahr wie es ein Welschlandjahr gibt?

    Warum reden Romands Dialekt mit den Deutschschweizer und nicht die Hochsprache, wie wir mit Ihnen?

    -> Ich bin ein sehr starker Befürworter vom ausgebauten Schul-Franzunterricht. Demgegenüber erwarte ich aber von den Romand um einiges mehr Sprachengagement!

    „Wir sind die Minderheit“, kann das Tessin oder die Rätier sagen.

    80ger Jahre Klischees helfen niemandem (Apéro)
    • Hexenkönig 12.09.2019 22:26
      Highlight Highlight Hä?
    • Grohenloh 13.09.2019 06:37
      Highlight Highlight Also mich dünkt, wir reden Dialekt statt Hochdeutsch. Abgesehen davon gibt es keinen starken Dialekt bei den Welschen. Noch abgesehener: Die Welschen sind in der absoluten Minderheit gegenüber den Deutschschweizern
    • nabag 13.09.2019 07:13
      Highlight Highlight Ich lebe mit meiner Familie im Kanton Waadt und die Kinder werden in der Schule zuerst Französisch, zwei Jahre später Englisch....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Freethinker 12.09.2019 19:52
    Highlight Highlight Wenn alle gut Englisch könnten, gäbe es auch weniger Probleme. Die besten Diskussionen mit Romands hatte ich bisher auf Englisch und beide waren jeweils froh, nicht die Sprache des jeweils anderen sprechen zu müssen.
    • LLewelyn 12.09.2019 20:22
      Highlight Highlight Nur ist das hier eben das Bundeshaus. Da sollte man ja schon erwarten dürfen, dass alle mindestens so ein Sprachverständnis mitbringen, um sich mindestens zu verstehen. Bei uns in der Firma handhaben wir es so, dass die Romands französisch sprechen, wir Deutschschweizer (hoch)deutsch. Vom gegenseitigen Verständnis gehen wir aus.
    • MaskedGaijin 12.09.2019 20:23
      Highlight Highlight Nein. Einfach nur nein. Gruss von einem Bieler.
    • Cédric Wermutstropfen 12.09.2019 21:44
      Highlight Highlight Das finde ich ehrlich gesagt einfach traurig. Im Militär haben wir jeweils die stillschweigende Vereinbarung, dass die Deutschschweizer jeweils Französisch mit den Romands und diese wiederum Deutsch mit uns Deutschschweizern sprechen. Wenn einem eine Vokabel partout nicht einfallen will, dann versucht man sie zu umschreiben oder in der eigenen Sprache, aber Englisch mit einem Landsmann zu sprechen, stand immer ausser Frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Absintenzler 12.09.2019 19:25
    Highlight Highlight J'aime les Romands!
    • Camillemarlene 13.09.2019 00:24
      Highlight Highlight Et je suis sûre qu‘eux t‘aiment également! 😉
  • Randreeh 12.09.2019 18:54
    Highlight Highlight Dieses Format ist so passend und spassig. Ich werde immer an die Zeit im Militär erinnert und es kommen mir lustige WG-Abende mit einer Westschweizertruppe in den Sinn. weiter so 👍
    • Camillemarlene 13.09.2019 00:19
      Highlight Highlight Merci bien🙂
  • kEINKOmmEnTAR 12.09.2019 18:31
    Highlight Highlight Und die Rätoromanische Schweiz wurde wieder mal komplett ignoriert? Es wäre schön gewesen von ihnen auch noch etwas zu hören.
    • Pümpernüssler 12.09.2019 19:50
      Highlight Highlight heul leise...
  • leu84 12.09.2019 18:25
    Highlight Highlight Deshalb finde ich es wichtig, dass man in der Schule mit mindestens einer Landessprache zu tun hat. Es geht nicht darum, es perfekt zu können. Als Politiker oder speziell Generalsekretär, Fraktions- oder Parteiführungsmitglied sollte man sich damit befassen und notfalls auch Sprachkurse besuchen.
    • El Vals del Obrero 12.09.2019 19:27
      Highlight Highlight Mit einer Landessprache hat man ja zwingend zu tun, du meintest wohl zwei :)

      Sonst aber absolut einverstanden.
      Auch nur geringe Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache als Englisch führen auch dazu, dass man ganz allgemein mit Sprachen besser umgehen kann. Siehe z.B. den Vergleich mit Deutschen: Schweizer können vielleicht das Hochdeutsch weniger perfekt, dafür reden sie aber nicht von Barzelona oder schreiben Frisör oder Soße.
    • balzercomp 12.09.2019 21:18
      Highlight Highlight Was stört Dich an einer korrekten deutschen Schreibweise? Über "Barzelona" müssen wir nicht reden. Das ist einfach geschrieben wie man es spricht. Etwas, das ja auch im CH-Dialekt üblich ist. Aber die beiden anderen Begriffe sind laut Duden korrekt. Und der ist die Massgabe.
    • Magd 12.09.2019 22:37
      Highlight Highlight @balzercomp Quatsch mit Soße.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mova 12.09.2019 18:09
    Highlight Highlight Es gab mal einen BR Delaboirez.
    • leu84 12.09.2019 18:19
      Highlight Highlight BR Delamuraz?
    • LLewelyn 12.09.2019 20:23
      Highlight Highlight BR Delafendant?
  • TanookiStormtrooper 12.09.2019 18:03
    Highlight Highlight Und der Tessiner musste Deutsch reden, weil ihn sonst weder der Romand noch der Deutschschweizer versteht... 🤷‍♂️
    • Amateurschreiber 12.09.2019 18:07
      Highlight Highlight ... und die Rätoromanen haben sie offenbar erst gar nicht gefunden! ;-)
  • Vecchia 12.09.2019 17:39
    Highlight Highlight Malheureusement M. Rime a raison. Es ist wirklich peinlich, wie wenig der Bourbines französisch sprechen.

    Les Romands und die Ticinesen haben es eindeutig schwerer, weil sie sich öfters nicht in der Muttersprache ausdrücken können.
    Sie beherrschen die Fremdsprache, aber gewisse Nuancen kommen wohlwollender und klarer rüber, wenn die Muttersprache gesprochen wird. Bei Calmy-Rey z.B. konnte man das gut beobachten, wenn man sie in beiden Sprachen hörte.
    • Miky 12.09.2019 18:05
      Highlight Highlight Kann man nicht verallgemeinern. Ich arbeite im bilinguen Raum und sehe des öfteren das Gegenteil, dass die Welschen kein deutsch sprechen. Und Bourbines ist übrigens kein sehr netter Ausdruck für Deutschschweizer 😏
    • Vecchia 12.09.2019 18:28
      Highlight Highlight :-) @Miky
      "Les Bourbines" ... ich weiss. Aber ich habe Verständnis für diesen Ausdruck, wie auch für den Tessiner Spitznamen "zücking".
      Tatsächlich kommunizieren Tütschschwizer mehrheitlich so, als wären sie DIE Schweizer und vergessen, die anderen Regionen.

      (ich meinte übrigens ausschliesslich die Französischkenntnisse im Bundeshaus und ich vermisse Sprachtalente, wie Widmer-Schlumpf etc. )
    • Miky 12.09.2019 20:22
      Highlight Highlight Da muss ich dir leider zustimmen ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 12.09.2019 17:27
    Highlight Highlight Die Welschen bechern gerne, erleb es immer wieder. Und das gefällt mir 😉
    • [Nickname] 12.09.2019 18:59
      Highlight Highlight Ja und wir Bünzlis trinken alle Wasser.

Die Romandie hat mich nicht auf die vielen nackten Frauen hier vorbereitet

Seit ich in der Deutschschweiz wohne, habe ich viele füdliblutte Menschen gesehen.

Bravo, liebe User. Ihr seid weniger prüde als die Romands!

Welche weiteren Unterschiede gibt es zwischen West- und Deutschschweizern? :) Schreib es uns in die Kommentare.

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